25 Jahre Purkersdorf-online
Die "inoffizielle" Seite Purkersdorfs
15.04.2026 29 min
Zusammenfassung & Show Notes
25 Jahre "Purkersdorf-online"
Im Mittelpunkt steht ein Gespräch mit dem Gründer Gerhard Bürgmann, der über die Entstehung, Entwicklung und Zukunft der Plattform berichtet. Zu Beginn wird sein persönlicher Werdegang sowie die ursprüngliche Idee hinter der Website thematisiert: eine breit aufgestellte Online-Plattform für lokale Themen wie Kultur, Politik und gesellschaftliche Entwicklungen in der Gemeinde.
Im weiteren Verlauf geht es um:
Im Mittelpunkt steht ein Gespräch mit dem Gründer Gerhard Bürgmann, der über die Entstehung, Entwicklung und Zukunft der Plattform berichtet. Zu Beginn wird sein persönlicher Werdegang sowie die ursprüngliche Idee hinter der Website thematisiert: eine breit aufgestellte Online-Plattform für lokale Themen wie Kultur, Politik und gesellschaftliche Entwicklungen in der Gemeinde.
Im weiteren Verlauf geht es um:
- die Anfänge und den Aufbau der Seite
- finanzielle und technische Herausforderungen
- die Hochphase der Plattform und ihre Bedeutung für die Community
- die Rolle von Moderation und Austausch im Forum
Außerdem wird die Konkurrenz durch soziale Medien (z. B. Facebook) angesprochen sowie aktuelle Projekte und zukünftige Perspektiven diskutiert.
Abschließend steht ein Rückblick mit Dank für 25 Jahre Engagement und Entwicklung im Fokus.
Abschließend steht ein Rückblick mit Dank für 25 Jahre Engagement und Entwicklung im Fokus.
HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
🎧 Hallo Purkersdorf: 25 Jahre Purkersdorf-Online
In dieser besonderen Jubiläumsfolge von „Hallo Purkersdorf“ dreht sich alles um 25 Jahre „Purkersdorf-Online“. Moderator spricht mit Gründer und Betreiber Gerhard Bürgmann über die bewegte Geschichte der Plattform – von den ersten Ideen bis zu aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven.
🗣️ Das erwartet dich in dieser Episode:
- Die Entstehung von „Purkersdorf-Online“ und die ursprüngliche Vision
- Gerhard Bürgmanns persönlicher Werdegang und seine Motivation
- Die frühen Jahre des Internets und der Aufbau einer lokalen Online-Community
- Herausforderungen bei Technik, Finanzierung und laufendem Betrieb
- Die Hochphase der Plattform als zentrale Informations- und Diskussionsdrehscheibe
- Die Bedeutung von Foren und Moderation für den Austausch in der Gemeinde
- Veränderungen durch soziale Medien wie Facebook
- Aktuelle Projekte und Ideen rund um „Purkersdorf-Online“
- Ein Blick in die Zukunft: Chancen für regionale Online-Plattformen
💡 Warum reinhören?
Diese Episode bietet nicht nur spannende Einblicke in die Entwicklung einer lokalen Website, sondern zeigt auch, wie viel Engagement und Leidenschaft hinter einem langfristigen digitalen Projekt stecken. Ein Stück Internetgeschichte – direkt aus der Region.
Diese Episode bietet nicht nur spannende Einblicke in die Entwicklung einer lokalen Website, sondern zeigt auch, wie viel Engagement und Leidenschaft hinter einem langfristigen digitalen Projekt stecken. Ein Stück Internetgeschichte – direkt aus der Region.
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🙏 Danke für 25 Jahre!
Ein Gespräch über Ideen, Durchhaltevermögen und die Bedeutung von Gemeinschaft im digitalen Raum.
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Purkersdorf Online Website: purkersdorf-online.at
Kontakt zum Webmaster: webmaster@puon.at
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Transkript
Herzlich Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf,
der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf.
Ja, und heute sprechen wir über die Homepage Purkersdorf Online,
welche im April dieses Jahres das 25-Jährige Bestehen feiert.
Also 2001 wurde die Homepage gegründet, wo sozusagen das Internet in den Kindern
schon oder maximal im Teenager-Alter war.
Und 2002 hat die Seite schon einen Award gemacht und die Seite war immer als
lokale Informationsplattform aufgebaut und gedacht.
All das zu erfahren, was war da los, wie hat es angefangen.
Deswegen sitze ich heute beim Gründer und beim Webmaster, beim Gerhard Bürgmann.
Servus Gerhard. Hallo, grüß dich.
Ja, Gerhard, die Seite Purkersdorf Online.
Ich gehe jetzt einmal davon aus, alle, die uns hören, alle kennen die Seite.
Also vor zehn Jahren haben es alle gekannt. Ob es heute noch so ist, weiß ich nicht.
Heute ist man halt auf Facebook und diskutiert dort die brennenden Fragen dieser Welt.
Früher hat man das auf Burgast auf Online diskutiert.
Aber da kommen wir ja gleich dazu. Du hast auf jeden Fall aus einer erst Privatinitiative
dieser Seite gegründet. Mit vielen Ideen.
Lass uns einmal ganz kurz über dich sprechen.
Wie ist dein Werdegang, kurzer Lebenslauf? Was hast du bisher so gemacht und
wie kamst du dann zur Idee von Purkersdorf Online? Ja, kurzer Werdegang.
Naja, ich habe die ATL gemacht, eigentlich Maschinenbau, bin aber dann draufgekommen,
dass mich die Maschinen gar nicht so sehr interessieren, sondern mehr Tonbandgeräte,
Musik und solche Sachen.
Und darum bin ich dann zu Philips gegangen und habe dort Tonbandgeräte konstruiert.
Das Interessante war, der Philips-Konzern, damals noch ein Weltkonzern.
Hat in allen Erdteilen Niederlassungen gehabt, die wir in Wien als Entwicklung
beliefert haben mit unseren Konstruktionsplänen.
Also du warst in der Entwicklungsabteilung? Ich war in der Entwicklungsabteilung
und wir waren mit einem Datennetz vernetzt und wie dieses World Wide Web erfunden
wurde, habe ich das firmenintern genannt.
Relativ bald verwendet, weil das ein sehr praktisches Tool war.
Und eines Tages habe ich mir gedacht, ich möchte eigentlich ein bisschen raus
aus der Philips-Netzwerkwelt, sondern in die große weite Welt.
Und da habe ich mir gedacht, naja, es wäre eigentlich toll für Purkersdorf eine
Gemeinde-Homepage zu machen.
Das haben damals noch nicht so viele Gemeinden gehabt. Also meine erste Idee war schon 1996.
Es hat dann einiges Zeit noch gedauert. Da muss man nur sagen,
vielleicht für die jüngeren Hörer, das kann man sich ja heute nicht vorstellen.
Wir beide, da sitzen jetzt zwei Personen, die das Leben noch ohne Internet kennen,
wie es das alles nicht gab.
Und das war schon ein brachialer Umbruch, wie das Internet gekommen ist.
Und vor allem die ersten, die Anfänge, und wie du gesagt hast,
96 waren ja die frühesten, die absolut frühesten Anfänge.
Also da hat es ja nichts gegeben diesbezüglich. Wenn man jemandem gesagt hat,
du willst ja nicht eine Website machen, hat jeder gesagt, für was brauche ich das?
Ich wäre weiter empfohlen bei meinen Kunden und das und jenes und so.
Also es war eine Nische, wo noch keiner das Potenzial gesehen hat.
Ja, aber du hast schon 1996 die Idee geboren.
Aber wie wir wissen, 2001 kam das Kind sozusagen erst auf die Welt.
Naja, ich habe mir ja vorgestellt, ich bilde die Gemeinde Purkersdorf in ihrer
Gesamtheit im Web ab. mit allen Firmen und was weiß ich was.
Jedenfalls war meine Idee, ich gehe zur Gemeinde und mache das mit der Gemeinde zusammen.
1996 hat vielleicht Wien schon eine Homepage gehabt, aber sonst eine kleine
Gemeinde wie Purkersdorf.
Das war völlig unvorstellbar. Unvorstellbar noch.
Ja, so ist man dann auch gegangen. Die ganzen Stadträte und Bürgermeister haben
das sehr interessant gefunden.
Aber wir haben sich nicht so richtig vorstellen können, was das werden wird.
Was das überhaupt ist wahrscheinlich.
Was das überhaupt ist. Und ich habe allen möglichen Leuten dann eine Präsentation machen sollen.
Ich habe dann immer wieder weitergearbeitet. Das ist über Jahre gegangen.
Meine Geduld war dann natürlich deswegen auch relativ groß, weil ich einen Job
gehabt habe und Kinder gehabt habe. Das habe ich halt so nebenbei gemacht.
Irgendwann haben wir immer gedacht, jetzt müssen wir mal irgendwas tun.
Und inzwischen sind schon andere gekommen und haben auch schon probiert,
eine Purkersdorfseite zu machen und so weiter. Dann hat es ein großes Hearing
auf der Gemeinde gegeben.
Jeder hat seine Ideen präsentiert.
Und dann hat man sich entschlossen von der Firma Ries Kommunal,
die die Gemeinde-Homepage, die Gemeinde-Software erzeugt.
Die hat dann auch eine Website gemacht.
Da muss man ja sagen, also seither, die ist ja dann ziemlich,
hast du mir gesagt, im gleichen Jahr online gegangen.
Ja. Und wir haben ja als Adresse die Purkersdorf Online, die hat ja Purkersdorf-online.at
und die Gemeinde-Homepage hat Purkersdorf.at.
Ja, das war natürlich, ich habe mir was ausdenken müssen, was anderes.
Natürlich, die offizielle Gemeinde, Herr Umbeitsch, hat dann eher das Recht,
Purkersdorf AT zu heißen.
Darum habe ich das online dazugenommen.
Ja, und wie gesagt, eigentlich wollte ich für die Gemeinde die Sache machen,
aber dann habe ich mir gedacht, gut, jetzt habe ich jahrelang gearbeitet dran,
jetzt muss ich auf eigene Faust.
Und es war praktisch schon fix und fertig. Und es ist irrsinnig gut angenommen worden.
Das Diskussionsforum. In den ersten 15 Jahren habe ich 30.000 Beiträge im Diskussionsforum gehabt.
Eines Tages ist dann Facebook gekommen und eines Tages hat es ein deutsches
Facebook gegeben und eines Tages hat es eine Purkersdorf-Gruppe auf Facebook geöffnet.
Gegeben. Und das war offensichtlich attraktiver, weil man natürlich nicht nur
mit Burgersdörfern diskutieren konnte, sondern dann weltweit.
Und das Forum ist dann halt auf null abgestürzt innerhalb weniger Jahre.
Wie du die Seite gegründet hast, was war der Grundgedanke? Die Seite war wirklich
breit aufgestellt, sozusagen alle Themen, Kunst, Kultur, Politik,
also alle Themen, die die Gemeinde bewegen.
Ja, so war es aufgestellt und die Idee war eigentlich, dass jeder seinen eigenen
Bereich haben kann, wo er selber schaltet und waltet.
Das haben manche angenommen, viele nicht.
Was ich mir auch gedacht habe, eine Seite, die das breite Publikum ansprechen
soll, muss man jedes Mal, wenn man reinschaut, muss was Neues sehen.
Ich habe also ein Programm gehabt, das Dündlich die Seite neu aufgebaut hat,
zum Beispiel mit Wetterbericht und mit den Seiten, seine Art Timeline,
die neu dazugekommen sind.
Ja, das war eigentlich schon so eine Art Vorausgeschichte wie Facebook,
dass man halt sieht, was ist neu.
Ja, es ist nicht so angenommen worden, dass jetzt wirklich jeder das wirklich
mitgemacht hat. Aber es war eine lustige Zeit.
Und wie hast du das eigentlich finanziert, das Ganze?
Das kostet ja auch alles etwas, ne?
Na ja, das meiste war ja die eigene Arbeit, die ist ja gratis.
Ich habe bei Philips gearbeitet, wir haben dann eines Tages zugesperrt,
2005, und dann habe ich mich mehr um Purkersdorf Online gekümmert.
Ich habe dann halt geringfügige Mitgliedsbeiträge. Ja, 2006 habt ihr einen Verein gegründet.
2006 haben wir einen Verein gegründet, ja.
Wir haben dann jeder, der eine Seite wollte, kann Mitglied werden und kann seine
Seite selber bearbeiten und kann Werbebanner schalten und so Sachen.
Also das ist dann schon ganz gut gelaufen. Diese Möglichkeiten,
die gibt es ja auch noch für sich alle bis heute, ne? Da hat sich ja praktisch nichts geändert.
Es will nur niemand mehr.
Das sind immer weniger geworden.
Dann habe ich auch Google-Werbung geschaltet. Jede Website kann sich bei Google anmelden.
Nur habe ich dann gesehen, naja, ich arbeite eigentlich, dass Google was verdient
und ich kriege ein paar Größern und habe das dann wieder aufgegeben.
Aber wer stand oder steht hinter der Seite, War das immer deine Arbeitsleistung?
Hauptsächlich war es meine Arbeitsleistung, ja. Das muss ja wahnsinnig viel
Zeit in Anspruch nehmen.
Von 2001 bis 2010 bis 2015 oder was, wie du richtig gesagt hast,
hat, glaube ich, jeder diese Seite gekannt.
Und sind, wie du auch richtig sagst, laut aktuellen Sachen drinnen aufgenommen worden?
Naja, es haben sich immer Leute gefunden, die da sehr intensiv gearbeitet haben.
Zum Beispiel die katholische Kirche hat einige Zeit beim Pfarrer Kuba diese
Dame gegeben, die da sehr engagiert wurde, die hat jede Woche was reingegeben.
Und es hat auch dann der Verschönerungsverein. Das wollte ich sagen.
Du hast ja auch heute noch einige Unterseiten, die das natürlich selbst pflegen,
ihre eigene Seite haben.
Und unter anderem ist das Stadtmuseum Purkersdorf und der Verschönerungsverein
sind sozusagen bei dir beheimatet. Ja, ja, ja.
Und das ist auch noch aktuell, was die auch reinstellen und tun dort.
Ja, das ist eine ziemlich umfangreiche Seite. Die sind beide eigentlich vom
Anfang an dabei gewesen.
Besonders der Verschönerungsverein, da waren immer wieder andere Leute.
Ich habe dann so Redaktionssysteme für jeden passend gebaut,
die engagierter waren, was Komplizierteres.
Es war eigentlich relativ viel Arbeit. Die haben ja dann auch Seiten bekommen,
ein bisschen in ihrem Farbdesign.
Ich habe halt probiert, wie kann ich die Leute motivieren, dass sie bei mir eigene Seiten haben.
Weil jeder wollte natürlich auch seine eigene Seite haben und nicht jetzt da
in einer gemeinsamen Geschichte nur Untermieter zu sein.
Du blickst jetzt auf 25 Jahre, das ist ja schon wirklich eine lange Zeit zurück.
Wann war deiner Meinung nach die Hochblüte oder der Zenit? Also es ist rasant
am Anfang in die Höhe gegangen.
Also es war wirklich ganz toll.
Die Gemeinde hat voll Neid auf mich geschaut.
Und der Zenit war wieder an Facebook gekommen. Wann war das ungefähr,
um das zeitlich einzuordnen?
Um das zeitlich einzuordnen, Facebook auf Deutsch hat es 2008 gegeben.
Also wahrscheinlich kann man sagen, zwischen 2010 und 2015...
Weil Facebook auf Deutsch hat ja auch nicht gleich durchgezündet.
2010 ist die Purkersdorf-Gruppe eröffnet worden.
Die haben heute 6.600 und ein bisschen was mitgegliedert.
Und im Moment ist meine Lieblingsgeschichte, die Beiträge von Purkersdorf früher und heute.
Also wenn ich alte Postkarten irgendwo sehe, sammle ich die und fotografiere das von heute nach.
Ein bisschen recherchieren. Hat es für dich eigentlich irgendwelche technischen
Hürden gegeben bei der Erstellung der Seite, dass du sagst, das ist jetzt schwierig oder das war aufwendig?
Nein, ich habe immer mit viel Spaß die wildesten Sachen programmiert.
Ich habe einmal eine Mietfahrbörse programmiert, wo sich Leute zusammenfinden,
die halt von Purkersdorf nach Wien oder so fahren.
Das ist aber nur sehr bescheiden angenommen worden.
Wir haben einmal programmiert, dass die Veranstalter, dass man sich für Veranstaltungen
anmelden kann, dass es ein Kartenkontingent auf Purkersdorf online gibt, dass man,
wie es heute schon üblich ist, diese Öl-Ticket und so, dass man so etwas Ähnliches
auch für Purkersdorf nur lokal macht.
Also ich habe wie wild programmiert, was mir Spaß gemacht hat.
Und es ist halt manches angenommen worden, manches weniger.
Den Veranstaltungskalender gibt es bis heute. Der wird auch bis heute gefüllt von den Leuten.
Der wird auch von den Leuten gefüllt und die Kleinanzeigen ist auch ein sehr wichtiger Teil.
Du hast ja auch erwähnt, gerade das Forum.
Ja. Das Forum, wie gesagt, vor dem Facebook gab es so etwas nicht,
deswegen wurde das stark genutzt.
Gab es da irgendetwas, was in der Erinnerung, wo du sagst, das hat mich besonders
überrascht oder das hat dann...
Eine besondere Aufruhr gegeben oder sonst irgendwas in der Geschichte im Forum?
Ja, Aufruhr hat es ständig gegeben.
Mein Gott, wenn die Leute anonym dort irgendwas gepostet haben und eine Person
ist gekommen, die nicht anonym war, das stimmt nicht,
kann ich nicht sagen, ich verteidige von einem, den ich nicht kenne, eine Ansicht oder so.
Ich habe das halt gelöscht. Hast du jemals stärker als Moderator eingegriffen,
Dass du sagst, ich lösche jetzt ganze Sachen weg, oder hast du dich eher gesehen
als Anbieter einer Plattform,
wo die Menschen frei miteinander diskutieren, bestreiten?
Naja, Moderator ist vielleicht übertrieben, aber so als Beispiel,
wenn jemand schreibt, dass die Schnitzel bei irgendeinem Wirt nicht gut sind
und ich weiß nicht, ob das wirklich ein Kunde ist oder ob das der andere Wirt
ist, der das schreibt, dann ist das natürlich, sowas muss man löschen.
Sind die Leute auch an dich persönlich herangetreten, weil du hast dich als
Webmaster immer auch offen zu erkennen gegeben. Du warst ja nie ein anonymer Webmaster.
Nein, nein, nein. Die haben wir geschrieben.
Skandal, das kann man nicht so stehen lassen.
Es sind ja noch sämtliche 30.000 Beiträge online.
Man kann sie finden. Es ist ja
nicht so wie bei Facebook, dass das alles irgendwann einmal verschwindet.
Sondern es ist ja alles strukturiert nachzusehen.
Du hast auf deiner Seite die Idee gehabt, dass das für Gewerbetreibende genauso
ist wie für die Politik, wie für Kunst, Kultur, sozusagen eine digitale Heimat
für die ganze Stadt fährt.
Und das hat eigentlich bis 2010, sage ich mal so herum, ganz gut funktioniert.
Ja, jetzt mache ich halt die Sachen, die mich interessieren.
Es gibt halt noch Leute, die auch...
Noch Interesse haben wir es. Es gibt noch eine ganze Gruppe von Leuten, die da täglich schauen.
Aber ich mache mir keinen Stress. Ich mache das als Hobby weiter.
In der Seite von den Rubriken, nennen wir sie so, die aufgeteilt sind,
was liegt da am meisten am Herzen?
Naja, wie gesagt, meine damals und heute Vergleiche, da ist mir zum Beispiel
besonders aufgefallen, und dass es früher viel weniger Bäume gegeben hat.
Wenn du eine alte Postkarte siehst und du willst das Gebäude,
das sich mittlerweile verändert hat, noch einmal fotografieren, stehen überall Bäume.
Ich nehme an, damals hat man zum Heizen alles, was irgendwo gewachsen ist,
gleich wieder abgeschnitten.
Ich habe mir dann sogar vor ein paar Jahren eine Drohne gekauft,
dass ich ein bisschen den Blickwinkel
von der Seite da oben oder so machen kann. Das macht mir halt Spaß.
Mit dem beschäftige ich mich heute. Was noch interessant ist, ist zu Open Data.
Man kriegt oft irgendwo Zugang zu Daten.
Und da filtre ich automatisch die Burgastafersache raus und präsentiere sie.
Also von Anfang an habe ich das mit dem Wetter gemacht, aber zum Beispiel habe
ich jetzt täglich abgedatet die Ladestellen für Elektroautos in der Umgebung und solche Sachen.
Also die Seite hat eigentlich immer schon einen hohen Servicecharakter gehabt,
ne? Ja, ja, das war eigentlich die Hauptidee.
Jeder kann sich präsentieren und man findet alles, was einem in Purkersdorf
wichtig ist, auf meiner Seite. Wie sieht es heute aus?
Gibt es Personen, die sagen, wir unterstützen dich, wir wollen da das Projekt
weitertragen, größer machen?
Oder ist es auch heute noch wirklich ein reines Projekt von dir?
Nein, das ist ein reines Projekt von mir.
Mit meinem Sohn habe ich abgemacht, dass er das weiterführt,
zumindest dass er den Server bis zu seiner Pensionierung zahlt.
Dass man nicht sagt, das verschwindet eines Tages irgendwie mit mir.
Das Vorhandensein langfristig ist gesichert, aber dass jetzt enthusiastische
Leute kommen und mitmachen wollen, ist eher selten.
Du bist aber, glaube ich, diesbezüglich auch nie sozusagen hinausgegangen.
Ich nenne sie da mal so und du hast gesagt, bitte, wer mag, wer will.
Na ja, am Anfang habe ich das schon gemacht. Zum Beispiel hat es eine Zeit gegeben,
da habe ich die Mittagsmenüs präsentiert.
In der besten Zeit, da war noch das Wirtshaus von Neuntörfeln,
das Gentile, wo der Landl jeden Tag was gehabt hat, der Dorfwirt, der Schermann.
Und die haben alle schön brav jeden Tag ihre Menüs reingegeben und haben dann
jeden Tag eines daraus schauen können.
Heute geht dort hin, wo dort ist heute. Das ist meine Lieblingsspeise und so weiter.
Das waren so die Glanzzeiten. Aber ich habe dann das Problem gehabt,
die Wirten haben eigentlich so stark gewechselt ständig.
Man hätte da und irgendwo reden müssen.
Das ist mir dann zu mühsam geworden.
Von den Klicks oder von den Leuten, die sich das anschauen, wird es klarerweise
in den letzten Jahren dann zurückgegangen sein.
Wie sieht es jetzt aus? Hat sozusagen die Seite, schaust du dir das an?
Das schaue ich mir an, ja. Hat die doch jetzt noch eine gleichbleibende Besucheranzahl,
dass man sagt, okay, es ist zwar zurückgegangen, aber es hat halt einen gewissen Kundenstock.
Ja, es ist halt durchaus noch einen gewissen Kundenstock. Und wenn ich jetzt
irgendeine interessante neue Seite mache und das dann auch in der Purkersdorf-Gruppe
auf Facebook teile, dann habe ich überhaupt einen großen Peak.
Die Leute interessieren sich ja für diese Inhalte, aber man muss ihnen halt
nachtragen, wo sie sind.
Naja, das ist sozusagen das Angebot der Zeit.
Das ist das Angebot der Zeit, ja. Du musst stetig News bringen und das sind
immer nur kurzfristig jedes Mal ein Strohfeuer.
Du musst viele Strohfeuer hintereinander zünden.
Wie siehst du für die Seite die Zukunft? Oder was wünschst du dir,
sagen wir so? Was ich mir wünsche?
Man könnte natürlich sagen, wir wollen unsere digitale Souveränität zurückgewinnen.
Und jetzt statt auf Facebook wieder auf Burgast auf Online diskutieren.
Aber ich muss ehrlich sagen... Also du siehst Facebook sozusagen eigentlich,
wenn ich das so raushehe, als in dem Vorjahr die größte Konkurrenz der Seite.
Ja, sicherlich, ja. Weil über das Forum, weil deine Seite hat ja viele Sachen
eben wie schon aufgezählt, aber das Forum hat sozusagen alle anderen Bereiche
belebt. Naja, nicht nur das.
Man kann sich auch eine Unternehmerseite auf Facebook machen.
Jeder Gast hat eine Seite auf Facebook.
Das waren alles Geschäftsmodelle, die du eigentlich hattest auf Bundestag Online.
Das waren meine Geschäftsmodelle.
Und die Mittagsmenüs, da schreiben auch noch viele den Wochenplan hin,
nur bei Facebook hast du das Problem.
Der schreibt den hin, du siehst ihn und dann ist er irgendwie weg.
Und wenn du am Freitag dann schauen willst, was es zum Essen gibt,
dann findet man den nicht so leicht wieder.
Hingegen bei mir war das halt alles strukturiert.
Ich muss ganz ehrlich sagen, jetzt aus Sicht von Hallo Purkersdorf.
Erfreulicherweise bringst du ja immer die neuen Episoden auch auf der Seite
von Purkersdorf Online.
Natürlich sehe ich auch die Zahlen, woher die Personen, wenn sie auf die Seite
der Sicht des Anhörers springen, und es ist keine unwesentliche Anzahl,
die direkt von Purkersdorf Online empfohlen wird.
Ja, das wollte ich dir eh schon mal fragen, ob du das eigentlich monitorst,
wo die Besucher herkommen, die auf deine Seite kommen.
Da habe ich erfreulicherweise immer eine schöne Anzahl von Purkersdorf Online.
Da jetzt 70, 80 Personen kommen bei jeder Folge.
Ja. Ja, das ist auch so rein eignützig, dass die Leute über alles informiert sind.
Nehmen ja auch interessante Seiten in meine Timeline sozusagen.
Und da hast du was davon und da habe ich was davon.
Naja, unsere Grundausrichtung ist ja die gleiche. Wir wollen etwas für Purkersdorf
machen. Wir wollen hier etwas für die Community machen.
Also die Zielrichtung ist von beiden Projekten das Gleiche. Ja, eigentlich, ja.
Wenn du die Möglichkeit hättest, das jetzt sozusagen umzugestalten,
die Seite, insofern, dass du sagst, okay, da will wer mitmachen oder was würdest du den Weg gehen?
Ich sage jetzt, kommt jemand, der sagt, hey, ich möchte das weiterführen,
aber ich möchte jetzt, ich habe neue Ideen und so weiter.
Würdest du dich auf diese Ideen einlassen oder auf diesen Weg einlassen?
Durchaus selbstverständlich.
Ich habe da zum Beispiel die Susanne Wallner, die hat 50 Reiseperichte inzwischen geschrieben.
Also circa zwei im Jahr, von Anfang an, und hat gesagt, sie ist Wiener Lied
interessiert und sie spielt auch Akkorde und alles Mögliche.
Und sie würde gerne eine Serie machen, das Wiener Lied abseits vom Weintrinken
oder so, dass da auch andere Themen und dass das eine aktuelle Szene klein ist,
Wien ist jetzt nicht so weit weg, aber bitte gerne,
Ich unterstütze dich, wo ich nur kann dabei. Also bis jetzt hat es erst eine
Folge gegeben, aber das ist die neueste Entwicklung.
Also wenn jemand gerne was tut, bin ich immer erfreut. Ja, dann können wir das
jetzt gleich mal so in den Raum stellen.
Wenn jemand eine Idee hat, sie verwirklichen will oder irgendwas veröffentlichen
will, dann kann sie dann mit dir in Verbindung setzen.
Deine Kontaktdaten werden wir natürlich
wieder auf der Blogseite hallo-Purkersdorf.blog auch veröffentlichen?
Ja, es ist nicht sehr schwierig. Wettmaß der Quoanat.
Also der Kurznader. Ja, ich bin für jede Schandtät bereit.
Gab es eigentlich in den 25 Jahren, das ist eine lange Zeit,
gab es irgendeine Phase, wo du auch ans Aufhören gedacht hast,
was gesagt hast, warum tut er mir das eigentlich auch? Nicht so wirklich.
Ich habe eigentlich immer die Idee gehabt, Wenn ich einmal zwei Monate nichts
tue, dass das den Benutzern gar nicht auffällt,
weil ich ausreichend automatisierte Inhalte habe oder auch andere Leute,
die halt ab und zu was schreiben,
die halt eine Kleinanzeige schalten und da kommen noch Termine und du machst
einen neuen Podcast und das dann auch als neue Neuigkeit.
Also die Idee ist eigentlich, wenn ich nichts tue, sollte das eigentlich von alleine laufen.
Und deswegen, wenn es mich mal nicht gefreut hat, habe ich nichts getan.
Hast du dich freispielen können sozusagen? Ja.
Somit ist auch nicht der Druck entstanden und hast gesagt, ich will es aufhören.
Nein, nein, es aufhören möchte ich nicht.
Auf die Idee bin ich nicht gekommen.
Es ist wirklich lustig, finde ich, das zu machen. Wie soll sich die Seite entwickeln?
Wie soll es sich so behalten oder soll es irgendeine Entwicklung irgendwo hingehen?
Hast du noch irgendwelche Ideen dies beziehungsweise?
Naja, ich habe da eigentlich großartige Entwicklungsmöglichkeiten,
sehe ich eigentlich nicht.
Die Sache ist eher, dass die Lage schlechter wird durch die künstliche Intelligenz und so weiter.
Dass die Inhalte dann runtergesaugt werden und anderweitig verwendet.
Dass ich jetzt irgendeinen tollen Schub reinbringe.
Ja, wenn jemand eine Idee hätte, wie ich das gestalten soll,
wie man das… Neu aufbaut oder neu aufsetzt. Also ein Neuaufsetzen ist… Oder
einen neuen Spirit reinbringen.
Einen neuen Spirit, das ist eine gute Aussage.
Das ist durchaus interessant. Aber jetzt wüsste ich nicht, was das Ruder rumreißen sollte.
Und ich sehe es eigentlich auch so als Archiv für Purkersdorf.
Du hast in den letzten 25 Jahren die ganzen Veranstaltungen immer noch alles drinnen.
Und wenn irgendwas Neues dazukommt, was man auch automatisieren kann,
eben diese Ladestellen oder so, ich mache alle Hand, was nur für mich eigentlich lustig ist.
Wenn es jemand anderen auch interessiert, ist es schön.
Na Gerhard, dann sage ich dir im Namen aller, die das auch erlebt haben,
für die 25 Jahre jetzt einmal ganz offiziell und wirklich vom Herzen herzlichen
Dank, weil das ist wirklich eine große Leistung und viel Arbeit,
25 Jahre dieser Seite online.
Ja, sag auch, wer will, dass diese Seite weiterlebt, weil du hältst sie so am
Laufen, wie sie jetzt ist.
Wer will, dass diese Seite weiterlebt, schaut vorbei, burkastorf-online.de.
Belebt sie? Ja, ich meine, das ist eigentlich, an dem ich am meisten leide,
ist ein mangelndes Feedback.
Wenn ich merke, da funktioniert etwas nicht, das muss schon länger sein.
Und niemand hat etwas gesagt.
Früher haben es die Leute verwendet, jetzt geht es nicht mehr,
aber es ist allen wurscht. Das ist das, was mich am meisten stört.
Mehr Feedback wünsche ich mir immer. Dann kann man ja sagen,
wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer wollen, dass das Ganze auch weitergeht,
weiterlebt, Seite besuchen, Feedback geben.
Wenn jemand Ideen hat, sich direkt an dich wenden. Gerne, ja.
Du bist offen für neue Strukturen.
Wie gesagt, ich sage dir nochmal herzlichen Dank für die 25 Jahre.
Gratuliere dir auch dazu.
Und sag dir vor allem herzlichen Dank für das Interview, dass du dir Zeit genommen
hast. Ich danke, danke, dass ich bei dir sprechen durfte.
Ja, und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, sage ich wie immer,
danke fürs Zuhören und ciao, bis zur nächsten Episode.
Feedback geben
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