Alina Schaller - Breaking the Ice
Schauspielerin
09.11.2022 37 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die junge Schauspielerin und Künstlerin aus Purkersdorf, ALINA SCHALLER stand schon als Kind auf der Bühne und entschied sich bald, dass dies ihr Lebensweg werden sollte. Ihr Eltern haben sie von Anfang an gefördert und so kann sie mit ihren jungen Jahren schon auf Rollen in "Die Vorstadtweiber" oder "Walking on Sunshine" verweisen und wurde auch schon ausgezeichnet.
Nun tat sie aber den nächsten großen Schritt und spielt erstmals in dem Kinofilm BREAKING THE ICE die Hauptrolle. Der Film erscheint am 25. November in den österreichischen Kinos.
Wie es zu all dem gekommen ist, was Alina so vorhat und wie es um ihre Beziehung zu Purkersdorf steht könnt ihr in dieser neuen Episode hören.
Für weitere Infos zu dieser Story hier auf Shownotes klicken.
Nun tat sie aber den nächsten großen Schritt und spielt erstmals in dem Kinofilm BREAKING THE ICE die Hauptrolle. Der Film erscheint am 25. November in den österreichischen Kinos.
Wie es zu all dem gekommen ist, was Alina so vorhat und wie es um ihre Beziehung zu Purkersdorf steht könnt ihr in dieser neuen Episode hören.
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HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
🎙️ Podcast: Hallo Purkersdorf
Gast: Alina Schaller
Ort: Purkersdorf
Ort: Purkersdorf
✨ Worum geht’s in dieser Episode?
In dieser Folge trifft der Podcast auf eine junge, aufstrebende Künstlerin aus Purkersdorf: Schauspielerin Alina Schaller. Das Gespräch führt von ihren ersten Bühnenerfahrungen bis hin zu bekannten TV-Produktionen – und zeigt, wie früh Leidenschaft zur Berufung werden kann.
🎬 Highlights der Episode
- 🎭 Früher Start ins Schauspiel
Schon mit 7 Jahren stand Alina erstmals auf der Bühne – der Beginn einer klaren künstlerischen Laufbahn. - 🌳 Aufwachsen zwischen Wien & Wienerwald
Kindheit in Wien, dann Umzug nach Purkersdorf – Natur, Ruhe und Kultur prägen ihren Weg. - 📺 Bekannt aus TV-Produktionen
Viele kennen sie aus der beliebten Serie Vorstadtweiber – ein wichtiger Meilenstein ihrer Karriere. - 🎤 Einblick in ihr kreatives Umfeld
Das Gespräch findet im Tonstudio ihres Vaters statt – Kunst scheint bei ihr Familiensache zu sein.
💬 Spannende Themen im Gespräch
- Wie entsteht der Wunsch, Schauspielerin zu werden?
- Welche Rolle spielt das Umfeld in der kreativen Entwicklung?
- Wie fühlt es sich an, plötzlich aus bekannten Serien erkannt zu werden?
- Der Weg von lokalen Bühnen hin zu professionellen Produktionen
👀 Warum reinhören?
Diese Episode ist besonders interessant für:
- 🎬 Alle, die sich für Schauspiel & kreative Karrieren interessieren
- 🌍 Menschen aus der Region Purkersdorf/Wien
- 💡 Junge Hörer:innen, die ihren eigenen Weg noch suchen
🔑 Takeaway
Leidenschaft zeigt sich oft früh – aber sie braucht Raum, Unterstützung und Mut, um sich wirklich zu entfalten. Alinas Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür.
Wenn du willst, kann ich dir die Show Notes noch dramatischer, humorvoller oder SEO-optimiert aufbereiten – je nachdem, wofür du sie brauchst.
Die HALLO PURKERSDORF Blog Beiträge zu allen Episoden kannst du unter hallo-purkersdorf.blog nachlesen.
Info
Dieser Podcast wird privat betrieben und steht allen politischen Richtungen sowie Organisationen neutral gegenüber.
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Transkript
Ja, herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf,
der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf.
Heute habe ich wieder eine Persönlichkeit von Purkersdorf und in Purkersdorf.
Ich sitze hier mit der jungen Schauspielerin und Künstlerin im Tonstudio ihres Vaters.
Mir gegenüber sitzt die Schauspielerin Alina Schaller. Hallo Alina.
Hallo, danke für die Einladung. Ja, ein ganz kurzer Bogen, um dich vorzustellen
oder wo dich jetzt wahrscheinlich schon einige kennen werden. Alina Schaller.
Hat mitgespielt bei einer der Serien, die viele von uns kennen,
zum Beispiel bei den Vorstadtweibern.
Ja, auf die werde ich tatsächlich auch am meisten angesprochen.
Das stimmt. Ja, ist einfach eine sehr bekannte Serie. Aber auf all das Schaffen
werden wir zurückgekommen.
Gehen wir mal ein bisschen in deine Vita hinein. Du bist geboren 1997.
Ja, 25 bin ich jetzt. Und bist auch die ganze Zeit, nein, anfänglich warst du,
glaube ich, in Wien, oder?
Ich war am Anfang meiner Kindheit in Wien, aber wir sind relativ schnell dann
nach Burgersdorf rausgezogen.
Also ich war auf jeden Fall noch im Kindergarten, vielleicht war ich drei, vier, so etwas.
Und dann war ich hier im Wiener Wald. Du hast aber auch, wie ich gelesen habe,
über dich sehr schnell zum Theater gefunden.
Mit sieben Jahren standest du das erste Mal auf der Bühne, ne?
Ja, das stimmt. Also ich bin relativ schnell zum Theater gekommen und da sind
eigentlich meine Eltern dran schuld.
Weil, also mir wurde immer gesagt, dass ich ein sehr schüchternes Kind war,
woran ich mich nicht ganz erinnern kann, weil ich glaube, ich schon damals eine
ziemliche Drama-Queen war.
Aber jedenfalls war ich anscheinend sehr schüchtern, wenn es darum ging,
vor vielen Leuten zu stehen.
Und in der Klasse, in der Volksschule war ich auch nicht besonders beliebt tatsächlich. In der ersten Klasse.
Und dann haben meine Eltern gesagt, Alina, du kommst jetzt auf die Bühne, wir stecken dich da hin.
Und dann habe ich in einem Kindermusical von der Jutsi Januszka damals eine kleine Uhr gespielt.
Und das war meine erste Theaterrolle. Und ich war unglaublich nervös.
Und wie war es für dich, so wie es dann durch war? Puh, echt.
Also das Besondere damals war, wie ich damals als Kind das erste Mal auf der
Bühne gestanden bin, war ich natürlich, habe ich überhaupt nicht gewusst, was da passiert.
So ich war auf einmal in dieser Zauberwelt mit sprechenden Bäumen und einem
Zeitgeist und anderen Kindern, die da irgendwie ein Abenteuer auf der Bühne
erleben. Und das Ganze war so ein Abenteuer für mich.
Und du bist einfach eingetaucht in diese Welt.
Und deswegen hat man zuerst gar nicht gecheckt, dass da auch andere Leute im
Publikum sitzen und dazuschauen. Bis zu dem Tag, wo dann meine Volksschulklasse
zuschauen gekommen ist.
Und da war ich unglaublich nervös.
Und das war aber dann sehr schön irgendwie oder auch sehr interessant,
weil ich eigentlich da dann auch das erste Mal gesehen wurde von denen.
Und ich hatte davor eben nicht besonders viele Freunde in der Klasse und danach dann schon.
Ja, und ich habe auch gemerkt, dass ich da sehr viel Spaß dabei habe,
zu singen und zu tanzen und zu spielen und da einfach Blödsinn zu machen auf
der Bühne. Dann bin ich dabei geblieben.
Naja, Kunst und so weiter ist dir ja in die Wiege gelegt.
Wir haben ja deinen Vater, den Clemens Schaller, den hatten wir auch schon im
Podcast, der ja Profimusiker ist, der das Lied Burgersdorf, ich hab dich gern komponiert hat.
Deine Mutter,
Die auch Podcasts macht, die eine Agentur hat und dein Bruder ist Profisportler, ne?
Ja, also alle sehr spezielle Berufe, die sehr herausfordernd sind.
Also manchmal wünsche ich mir schon so, dass ich vielleicht einfach was ganz
Normales irgendwie gemacht habe. Findest du das nicht normal?
Ja, also wenn ich so mit meinen Freundinnen spreche, mit denen ich groß geworden
bin, dann habe ich schon manchmal das Gefühl, dass ich irgendwie so der Clown
in dem Ganzen bin und nicht ganz dazu passe.
Was totale Vorteile hat, manchmal aber auch seine Nachteile natürlich.
Wo lebst du jetzt eigentlich? Lebst du noch in Burkostorf oder bist du schon,
nennen wir es so, ausgewandert?
Also ich bin tatsächlich relativ schnell nach der Schule ausgezogen bei meinen Eltern, Weil,
also ich glaube, ich hatte die schönste Kindheit hier in Burgersdorf,
weil ich direkt neben dem Wald einfach groß geworden bin, wie wahrscheinlich
viele, die jetzt gerade zuhören.
Und das war einfach die schönste Zeit überhaupt. Aber so als Teenager wird man
dann schon irgendwie, schaut man mit den Hufen und will raus in die Welt und
irgendwie in die großen Städte.
Und ich war dann auch ganz viel Reisen und bin dann sehr schnell nach Wien gezogen
und lebe und wohne jetzt auch in Wien hauptsächlich.
Na gut, das lassen wir gerade noch gelten. Ja, born and raised in Burgersdorf.
Nennen wir es, das ist unser Nachbarort. Ja.
Aber wie hast du eigentlich zum Schauspiel gefunden?
Wann hast du dich entschieden, das wird mein Lebensweg, das wird mein Beruf?
Das war gar nicht so eine klare Entscheidung tatsächlich, dass ich wirklich
Schauspielerin werden möchte oder dass ich diesen Beruf machen will.
Das war gar nicht so eine klare Entscheidung.
War ziemlich schwierig dieser Weg eigentlich, auch bis zu dem Moment,
wo ich von mir behaupten konnte, ich bin jetzt Schauspielerin.
Weil ich habe zwar als Kind begonnen und bin mit sieben eben das erste Mal auf
der Bühne gestanden und habe dann danach jedes Jahr Theater gespielt und war
dann auch in Wien bei der Jungenburg und hatte da so meine Theaterkick.
Und wir sind jedes Wochenende ins Theater gegangen. Das war so eine Riesenleidenschaft.
Und ich habe auch total viel Selbstbewusstsein daraus gezogen,
weil das einfach so viel Spaß gemacht hat und ich die interessantesten Menschen
einfach kennengelernt habe und einfach so tolle Geschichten erzählen durfte und erleben durfte.
Und dann nach der Schule war dann die Frage so, okay, was machst du jetzt, Alina?
Und da hatte ich mal so ein Gespräch mit meinen Eltern und habe ihnen gesagt,
Mama, Papa, ich will Schauspielerin werden.
Und die haben mich dann ganz entgeistert angeschaut und waren so,
aha, bist du dir sicher, Alina? Das ist schon ein schwieriger Weg.
Und sie haben total recht, aber ich meine, wenn sie mich jahrelang dabei unterstützen
und mich in Theater schicken.
Sie haben dich ja immer unterstützt und auch gefördert in diese Richtung.
Ja, dann war das schon lustig, weil sie sich, glaube ich, schon trotzdem gewundert
haben, dass ich jetzt tatsächlich Schauspielerin werden möchte,
obwohl sie mich da immer gefördert haben darin und immer dabei waren.
Ja, da muss man auch dazu sagen, Aline Schaller war ja dann schon in ganz jungen
Jahren in Purkastorf auch auf der Bühne.
2010 wurde das Stück Das Dschungelbuch im Steinbruch vom Theater Burgersdorf produziert.
Und was besonders toll ist, wer da Regie geführt hat, das warst nämlich du.
Der Michael hat schon mal Regie geführt und war der Regisseur und hat mich inszeniert. Genau, ja.
Das war richtig schön. Wir hatten damals natürlich sehr viele Kinder gesucht.
Und da muss man auch sagen, damals auch beim Dschungelbuch war es nicht so,
dass das eigentlich jeder irgendwie gespielt hat, sondern auch hier haben wir
gecastet, haben wir geschaut.
Ja, in der Bühne in Purgersdorf. Genau, wer. I remember.
Wer kann das? Wer wird das? Wer wird das stemmen, diese Rollen?
Ja, und die Alina war? Die Kobra. Die Kobra.
Das war im Dschungelbuch dann die Kobra. Und ich hatte wirklich bis dahin,
das war mein coolstes Kostüm ever.
Also es war so ein schwarz-grünes Kostüm mit so einem riesigen Kobra-Kopf.
Und ich durfte mich in so einem Käfig so gefährlich, so mochen. So schlängig.
Genau, so gefährlich. Also es war wirklich gefährlich und sehr lustig.
Und vor allem in diesem Steinbruch in Bogersdorf. Ich weiß nicht,
ob jemand, der zuhört, da schon mal war.
Ich hoffe doch. Ja, ich hoffe auch. Weil das ist wirklich eine der schönsten Bühnen überhaupt.
Ja, das stimmt. Und wenn man zu seinem Auftritt auf die Bühne geht,
durch einen Waldweg, ist das schon sehr cool.
Hier sei auch gleich zum Hinweis gesagt, der Aline hat jetzt gerade ihr Kostüm
beschrieben von damals, aber die Bilder zu diesem Auftritt, die gibt es auf
der Seite hallo-burgersdorf.blog.
Da könnt ihr die Hintergrundgeschichte und dann alle Bilder,
die wir heute so ansprechen und Infos, werden dort auf der Seite sein und die
könnt ihr euch natürlich dort auch ansehen.
Ja, wie ist es dann weitergegangen? Du hast ja, wenn ich das jetzt kurz aufzählen
darf, dein erster Kinofilm war dann 2013, also ziemlich jung.
Das ist also nur drei Jahre, nachdem du in Burgersdorf auf der Bühne warst. Und zwar Talea.
Wie bist du zu diesem Kinofilm damals gekommen? Also Talia war ja mein erster
Kinofilm und das Spannende bei dem war, dieses Casting habe ich über die Junge Burg bekommen damals.
Weil wir da eben diese Theaterkicke waren.
Da bin ich dann zum Casting hingegangen und das ist nicht spannend,
weil ich hatte davor nur ein einziges Casting erst und ich kann mich auch noch
erinnern, Castings war wirklich total aufregend und ich war einmal,
also mein allererstes Casting, das vor Talia war,
Da war ich dort und da hat die Casterin gemeint, ja Alina, kannst du dich mal
ein bisschen vorstellen?
Und ich mache so drei Schritte nach vor, stelle mich hin und sage nichts.
Und alle warten im Raum und sind so, okay.
Ich habe das natürlich total verwechselt. Das hätte eigentlich eine Vorstellung werden sollen.
Ja, voll. Also das war meine einzige Erfahrung bis dahin mit Castings und mit Filmen.
Und dann kam Thalia und Thalia, das hat die Katharina Mückstein gemacht,
die Regisseurin und die ist so eine coole Frau, also die bewundere ich wahnsinnig
bis heute, die ist total feministisch,
macht Filme über Themen, die einfach total wichtig sind, die einfach auch zu...
Zu einem Diskurs anregen und die einfach was zu sagen haben.
Und ich hatte das totale Glück, dass ich da bei ihr dabei sein konnte.
Und ich kann mich noch erinnern, ich hatte an dem Drehtag eine Vorstellung im
Westibül vom Burgtheater, gemeinsam mit der Jungen Burg.
Da habe ich die Hauptrolle gespielt in diesem Theaterstück und dann wurde ich
danach abgeholt mit dem Auto und wurde zum Dreh gebracht.
Und da dachte ich mir so, wow, okay, also so müssen sich Hollywood-Stars fühlen.
Und da war ich eben total jung und habe mich da aber total verliebt in dieses Chatset-Life.
Du hast dann auch mit einer Theatergruppe, da haben wir schon kurz drüber gesprochen,
dann auch Kurz-Sebastian-Kurzfilm 2015.
Was war das? Also Kurt Sebastian sein heißt das Stück und das war ein Theaterstück
von meiner Theatergruppe Kollektiv, so wie Hochtief.
Und mit dieser Theatergruppe machen wir Theaterstücke, die nicht im klassischen
Sinne inszeniert werden.
Also da ist es nicht so, dass man ins Theater geht und das Publikum sitzt auf
der einen Seite und die Schauspieler sind auf der anderen Seite und spielen für dich.
Sondern wir machen Theaterstücke, die an einem speziellen Ort stattfinden.
Zum Beispiel diesen Sommer bin ich aus einem See geschwommen und rausgekrochen auf ein Boot.
Oder wir haben 2020, wollten wir ein Theaterstück machen, was auch in einem
verlassenen Haus spielt.
Und dann war Corona und das ging nicht mehr. Dann haben wir uns überlegt,
okay, was machen wir jetzt, was machen wir jetzt?
Und dann hatten wir die Idee, dass wir uns als Theatergruppe einsperren für
14 Tage, weil das war die Quarantäne damals noch, in Glasboxen.
Also wir hatten dann fünf Glasboxen, wo in jeder Glasbox eine Künstlerin drin
gelebt hat, gegessen hat, geschlafen hat und jeden Abend performt hat.
Das ist eigentlich Aktionismus genauso mit, und die Leute, die dort sind,
tauchen mit ein wie in einen Stationenteater.
Es ist weit weg von der Guckkastenbühne. Ja, total.
Also das ist auch das, was uns so reizt, dass wir dieses Performative haben
und dass wir so eine Mischung eigentlich haben zwischen Theater und Film,
weil du hast die Nähe vom Film und das Publikum kann bei uns immer ganz nah
ran und wirklich alles spüren und erleben hautnah.
Das Publikum ist sozusagen ein Teil des Ganzen. Genau, genau.
Sie sind nicht außen und sehen zu, sondern sie sind ein Teil des Geschehens.
Genau, die spielen immer eine Rolle mit in unseren Stücken, was für manche auch
eine Herausforderung ist.
Aber es ist halt gleichzeitig auch Theater und hat den Live-Moment.
Und das ist halt auch toll, dass du halt im Hier und Jetzt sein kannst mit der Kunst.
Ich glaube, ein großer Schritt für dich natürlich war ja dann eine Rolle in Soko Donau 2018.
Ja, stimmt, Sokodona. Aber das ist auch schon lange her.
Ja, Sokodona war tatsächlich, das war wirklich eine spannende Rolle für mich,
weil da durfte ich, Achtung Spoiler, die Mörderin spielen.
Und das hat so viel Spaß gemacht, da so einen jungen Teenager,
der komplett ausrastet und seine Freunde umbringt, und sich da auch reinzudenken in diese Welt.
Das finde ich, das ist das Besondere an Schauspiel, weil du mit jedem Menschen,
egal was für heftige Sachen diese Person erlebt hat oder ob diese Person ein
Mörder oder eine Mörderin ist.
Mitfühlen kannst und durch dieses Handwerk einfach verstehst.
Und das ist so ein Privileg, dass man…,
dass ich einfach verstehen darf, wie Leute denken. Weil es gibt nicht nur Gut und Böse.
Es ist nicht schwarz und weiß, sondern es ist immer grau und was dazwischen.
Und das finde ich total schön bei Schauspielen. Und das hat mir diese Rolle gezeigt, vor allem.
Es gibt ja unheimlich viele Schauspieler, die auch eine Zeit lang zum Beispiel
die Berufe oder was übernehmen, bevor sie die Rolle spielen.
Das finde ich so faszinierend. Also wenn man diesen Luxus hat,
dass man wirklich, weiß ich nicht, So wie Robert De Niro, der hat ja im Taxi
Driver, hat er einfach sich selber ein Taxi geschnappt und ist ein halbes Jahr
Taxifahrer gewesen in New York.
Also wenn man sowas ausprobieren kann, ist das natürlich urspannend.
Und wenn man einfach auch diese unterschiedlichen Leben wirklich erleben darf
und erfahren darf, das ist schon irre, finde ich.
Also mein Ziel ist es tatsächlich, dass ich mit, weiß ich nicht,
wenn ich irgendwann mal uralt bin, dass ich ganz viele unterschiedliche Leben
erlebt habe. weil ich kann mich auch nie für etwas entscheiden.
Das ist vielleicht der Grundwunsch der Schauspieler überhaupt,
dass Sie sagen, Sie wollen viel erleben. Ja, voll.
Ich hatte zum Beispiel, wie ich tatsächlich nach der Schule überlegt habe,
werde ich jetzt wirklich Schauspielerin oder nicht,
habe ich auch eine Zeit lang Astronomie-Kurse besucht, weil ich mir dachte,
ich will eigentlich Astronomie studieren, weil ich möchte in den Weltraum und Astronautin werden.
Das war wirklich bis heute ein riesiger Wunsch von mir, auch wenn das total
unbeliebt ist mittlerweile, aber das ist ein Grundwunsch.
Und dann habe ich irgendwann gecheckt, es gibt vielleicht nur zehn Leute auf
der Welt, die das schaffen.
Vielleicht ein bisschen unwahrscheinlich, denn es ist wohl eher wahrscheinlicher,
dass ich in einem Film spiele, der im Rentraum spielt.
Aber darf ich es so nennen, dein bisheriger Durchbruch?
Du bist dann auch ganz jung, aber dein bisheriger, wirklich großer Schritt,
waren dann wirklich hier in Österreich die Vorstadtweiber.
Ja, das kann man schon so sagen.
Das war dann 2019. 2019, ja.
Die Vorstellung war immer das.
Ich kann mich noch erinnern, wie ich damals die Castings gemacht habe.
Ging das so absurd leicht von der Hand.
Ich habe mich sofort wahnsinnig gut mit der Regisseurin, mit der Miriam Unger
und dem Regisseur, dem Harald Sichere, verstanden.
Und die Kolleginnen haben mich alle so liebevoll aufgenommen und ich war wirklich
einfach so, ich weiß nicht, irgendwer hat mal gesagt, seid so das Neo-Vorstadt-Weibchen.
Also so die Kleile unter den Großen.
Und so habe ich mich auch wirklich gefühlt. Ich habe mich total aufgehoben gefühlt.
Und ich habe so viel gelernt von diesen wahnsinnig beeindruckenden Kollegen,
wie zum Beispiel Moritzan Muslo.
Ich meine, dass der meinen Vater gespielt hat, ich habe so viel mitnehmen können
und ich bewundere ihn bis heute und wie er das einfach alles schafft und dabei
so bodenständig bleibt.
Gibt es da noch irgendwie Kontakt oder so? Ja, also es gibt schon zu einigen noch Kontakt.
Ja, und dann auch gleich drauf oder ziemlich schnell drauf, Walking on Sunshine, ne?
Ja, auch eine in Österreich sehr bekannte Serie.
Das stimmt, das war sehr lustig, weil da durfte ich in einer Folge in so einem
Throwback, was war das, in den 60er, 70er, 80er Jahren oder so gespielt und
das war total historisch und ich glaube,
ich war öfter in Kostümproben und Maskenproben als dann beim Dreh selbst,
weil wir ganz viele unterschiedliche Styles ausprobiert haben und jedes Filmset
war aus einer anderen Zeit.
Und das war so toll, weil das ist eben auch etwas, was Schauspiel oder Geschichten
erzählt eigentlich, was das kann.
Weil du kannst einfach so viele unterschiedliche Facetten vom Leben kennenlernen,
auch wenn diese Facetten, also wenn du das noch gar nicht erlebt hast,
also wenn das alles in der Vergangenheit liegt oder du kannst Geschichten erzählen,
die erst passieren werden und in der Zukunft sind.
Und das finde ich total toll, dass du solche Geschichten einfach.
Auch erleben darfst tatsächlich und darin dich einfach lebendig fühlst dann.
Ja, jetzt muss man sich auch noch vorstellen, die Alina ist junge, 25 Jahre alt.
Aber hat schon auch einige Auszeichnungen bekommen,
die auch auf der Wikipedia-Nominierungen, ja, aber die auf der Wikipedia-Seite
sind und ich lese da für ihre Darstellung der Schörle in Hangman,
hast du die Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2017,
also die Nominierung in der Kategorie bester Nachwuchs weiblich, erhalten?
Das war wirklich so ein Moment, wo ich komplett starstruck war.
Weil mir ging es da nicht so gut.
Also ich habe zu meiner Theatersachen gemacht und habe irgendwie ein paar Filme
oder so irgendwie so einzelne gedreht.
Aber es hat irgendwie nicht ganz so funktioniert. Also vor allem,
ich wollte eine Zeit lang sehr gerne auf eine Schauspielschule und das hat einfach
nicht beim ersten Mal geklappt.
Surprise, surprise, wow.
Und das hat mich aber total frustriert und ich habe da irgendwie relativ schnell
gemerkt, das nervt mich auch und da ging es mir echt nicht gut.
Und dann wurde ich aber für diesen Preis dann nominiert, als,
ich glaube, Jüngste war das damals, die da nominiert wurde. Genau,
Nominierung in der Kategorie bester Nachwuchs weiblich.
Und damals war es, glaube ich, auch die bisher jüngste.
Ja, bis dahin auf jeden Fall. Ich weiß nicht, wie es heute ist.
Und ich habe noch eine Nominierung hier stehen.
Das kennen ja viele. Die Romy-Verleihung 2020. Da wurdest du nominiert in der
Kategorie bester Nachwuchs weiblich.
Und zwar in der Rolle bei den Vorstadtweibern.
Ja, stimmt. An die Rommel-Nominierung, die verschlucke ich manchmal,
muss ich sagen, weil das war ja eben genau zu Corona-Zeit und da gab es auch
keine Preisverleihung und nichts,
was total schade ist, weil die ist natürlich ins Wasser gefallen und deswegen
vergesse ich die auch ganz oft, muss ich sagen.
Aber genau, da habe ich schon sehr viel Glück gehabt.
Jetzt kommt der wichtigste Punkt in deiner bisherigen Karriere.
Weil Alina Schaller hat ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm jetzt.
Der Kinofilm läuft am 25. November 2022 in den österreichischen Kinos an und heißt Breaking the Ice.
Ja, das ist wirklich ein Film, auf den ich unglaublich stolz bin.
Ja, das glaube ich. Der liegt mir sehr, sehr am Herzen, weil ich habe da so
viel Zeit reingesteckt und so viel Liebe und so viel Schweiß und so viel Tränen.
Und also ich habe da alles, was ich hatte, so habe ich in diesen Filmen eingesteckt.
Und dass der jetzt endlich in die Kinos kommt, ist richtig schön.
Also ich würde mich voll freuen, wenn da alle am 25.
An dem Wochenende ins Kino strömen. Bevor wir ganz kurz auf den Inhalt von den Filmen eingehen.
Ich habe gelesen, in New York ist das schon gelaufen, ne? Ja, voll.
Wir hatten in New York Weltpremiere, am Tribeca Film Festival war das.
Und das war vor dem Sommer und da bin ich gemeinsam mit meiner Crew und mit
meinen Eltern bin ich dann nach New York geflogen und durfte bei diesem...
In dieser wahnsinnig geilen Stadt einen Film präsentieren, was so viel Spaß gemacht hat.
Ich glaube, ich könnte jetzt hundert Geschichten erzählen, was da alles passiert
ist, aber es ist einfach ein einziger Glücksrausch gewesen in dieser Stadt.
Und dieser Film passt halt auch so perfekt in diese Stadt.
Also diese Geschichte von diesen jungen Menschen, die einfach versuchen, ihren Platz zu finden.
Gehen wir da ganz kurz auf den Inhalt ein, damit sozusagen auch alle wissen, was es geht.
Im Breaking the Ice bist du die Kapitänin einer Eishockey-Mannschaft.
Genau, und...
Die wird dann hineingezogen in ein kleines Abenteuer, wo sie ein bisschen out
of her comfort zone gehen muss, weil ihr verschallener Bruder wieder auftaucht.
Also dieses Familiendrama gibt es.
Und dann kommt eine neue Eishockeyspielerin in ihr Team und die verlieben sich.
Und die drei, der Bruder und die Eishockeyspielerin, die Teresa,
die von der Judith Altenberger gespielt wird.
Und der Tobias Resch ist auch dabei, der Bruder. Die drei sind dann gemeinsam
in der Nacht unterwegs und machen Party und versuchen sich selbst irgendwie zu finden.
Und die Mira ist eine junge Frau, die versucht einfach aus diesen Normen,
die wir einfach von Geschlecht haben, auszubrechen.
Aber ganz wichtig, der Film spielt aber in Wien.
Genau, also der Film spielt in Wien und in Wien-Umgebung und in Österreich und so.
Also die ziehen da um die Häuser in Wien und machen dann die Gegend unsicher.
Ich habe auch gelesen, ganze Crew natürlich musste auch schon hart trainieren für den Film.
Ihr wart ja am Eis, ihr habt ja das Training mitgemacht mit den Eishockeyspielerinnen. Ja.
Also ihr habt wirklich den Alltag kennengelernt und wie hart die trainieren.
Ja, das war ein Riesenteil dieses Films. Also die Judith und ich haben wirklich
eineinhalb Jahre lang trainiert für diesen Film. Also...
Wir haben zwei Eishockey-TrainerInnen gehabt, wir hatten einen eigenen Fitness-Coach,
wir haben einen eigenen Ernährungsplan bekommen, wir haben zweimal am Tag trainiert
und das sechs Tage die Woche.
Also es war wirklich jeden Tag Training und nichts essen und parallel dazu noch
die Rolle irgendwie vorbereiten.
Das heißt, am Ende vom Dreh habt ihr euch entscheiden können,
macht ihr jetzt eine Eishockey-Karriere oder Schauspiel weiter?
Ja, es war tatsächlich, also ich kann mich noch erinnern, ich kann ja gar nicht Eishockey spielen.
Also ich wurde gecastet dafür, dass ich halt diese Figur gut verkörpere.
Und die Regisseurin, die Clara Stern, hat damals gemeint so,
du Alina, siehst du diese ganzen anderen Eishockey-Spielerinnen?
Die werden wirklich im Film so vorkommen. Das heißt, du darfst nicht auffallen.
Und ich habe dann halt mein Bestes gegeben, dass das nicht so ist.
Und bin dann auch mit denen wirklich auf Matches mitgefahren.
Und habe da eben mittrainiert.
Und ich kann mich auch erinnern, ich hatte einmal, war ich bei einem Match mit
und der Trainer, der Coach meinte so, okay Alina, du bist jetzt dran,
du gehst jetzt aufs Eis raus.
Und ich bin so, was, ich? Und ich bin dann raus aufs Eis und war wirklich 30 Sekunden am Eis,
wurde von einer riesigen Eishockeyspielerin komplett gerannt,
ist jetzt komplett aufgezehrt und das war es dann, glaube ich.
Dann wurde ich vom Eis gezehrt. Und das war mein einziger professioneller Auftritt
als Eishockey-Spielerin.
Also ich hatte keinen Tag, wo ich keine blauen Flecken hatte in diesen Jahren,
wo ich diesen Film vorbereitet habe. Aber es ist ja ein harter Sport, ne?
Unglaublich. Also ich habe den größten Respekt vor allen, die diesen Sport ausüben. Und ich habe...
Und tatsächlich zum ersten Mal wirklich gezeigt, was mein Bruder,
der ja Profisportler ist, da leistet.
Also dieses jeden Tag aufstehen und trainieren und so an seine Grenzen zu gehen,
also ich habe den größten Respekt davor.
Naja, vor allem wie bei Sportlern oder auch bei allen erfolgreichen Menschen.
Man sieht ja dann immer nur das Endprodukt und sagt, wow, das ist toll.
Aber niemand sieht natürlich vorher die Wochen, Jahre und was weiß ich,
was hier an Blutschweiß, Tränen hineingesteckt wird, damit man so weit kommt.
Und wie oft man auf die Nase fällt.
Also das ist ja bei mir als Schauspielerin genauso. Also ich falle ständig auf die Nase.
Also 80 Prozent meiner Castings sind Absagen.
Und damit auch klar zu kommen, ist das ein Marathon.
Also, wir können allen nur sagen, schaut euch den Film an. Ja.
Ist natürlich wahnsinnig gefühlvoll auch der Film, weil er in all diese Beziehungen tief eintaucht.
Ja. In dem Film, du spielst die Hauptrolle, die Kapitänin, du bist die Mira.
Genau, ich spiele die Mira und dieser Film liegt mir auch deswegen sehr am Herzen,
weil das war auch die Zeit, wo meine Großeltern verstorben sind und das war ziemlich scheiße.
Also ich hatte so eine Kette immer mit dabei, eine Kette von meiner Großmutter und es ist,
auch in dem Film so, dass die Mira eine ganz besondere Beziehung hat zu ihrem
Großvater weil der Großvater ist schon sehr alt und ist dement und sie pflegt
ihn alleine mit ihrer Mutter gemeinsam,
aber hauptsächlich alleine und diese Beziehung zwischen dem Großvater und der
Mira da habe ich mich total erinnert gefühlt an die Beziehung mit meiner eigenen
Großmutter und deswegen ...
Hat das nochmal eine so große Bedeutung für mich, auch dieser Film.
Für uns aber natürlich auch wichtig, du bist und wirst es für uns bleiben immer,
auch wenn du jetzt weggezogen bist, Burgersdorferin.
Ja, das will ich auch sagen, dass ich Burgersdorferin bin.
Was verbindest du mit Burgersdorf? Was sind deine Gefühle? Was sind deine Annäherungen,
wenn du Burgersdorf hörst?
Also Purkesdorf ist für mich einerseits der Sportplatz beim Hort, bei der Volksschule,
weil also die Volksschulzeit, die war so schön und ich hatte da so viel Spaß
mit meiner Klasse und wir haben da in Prima Verstecken Fangen gespielt oder Bubenärgern.
Oder? Ja, ganz schön.
Es war immer sehr schön, muss ich sagen. Oder ich weiß nicht,
oder eher auch, es sind so viele Sportplätze in Burgessdorf, der Fußballplatz.
Also am Fußballplatz, wo man so seine ersten Erfahrungen macht mit anderen Leuten
und irgendwie so als Teenager irgendwie sich trifft oder auf der Kellerwiese oder so.
Es sind viele Orte, mit denen ich mich total verbunden fühle.
Und es gibt aber einen Ort in Burgersdorf, den ich besonders liebe und wo ich
mich tatsächlich auch immer zurückziehe, wenn ich irgendwie besonders viel nachdenken
muss oder Zeit für mich auch brauche. Und das ist die Warte.
Die Rudolfswarte. Wie sind denn deine Zukunftspläne, wenn ich so fragen darf?
Wo soll denn dein Weg hinführen?
Ganz unterschiedlich. Also es gibt gerade ganz viele unterschiedliche Projekte, an denen ich arbeite.
Also es gibt ein Theaterprojekt, wo es um die Heimverbrechen geht,
an denen ich gearbeitet habe, was,
Was ich ein sehr wichtiges Thema finde, weil einfach das Erbe,
was wir als Österreicher in den Nationalsozialismus haben, einfach nach wie
vor aufgearbeitet werden muss. Damit beschäftigt sich dieses Projekt zum Beispiel.
Ich habe jetzt vor ein paar Tagen, das war sehr lustig, einen Filmdreh gehabt
mit dem Adrian Goyginger.
Da habe ich eine kleine Rolle in seinem neuen Film, wo es um den Bodo Jüngs geht.
Und das hat so viel Spaß gemacht. der heißt Rickerl oder ich weiß auch nicht, wie er heißen wird.
Aber das ist etwas, was auch kommen wird und worauf man sich voll freuen kann.
Und dann gibt es auch andere Filmprojekte, aber darüber kann ich noch nicht sprechen, leider.
Das ist immer so blöd. Es ist ja schön, wenn es schon etliche Filmprojekte gibt
und du nicht drüber sprechen kannst, aber es sind sozusagen schon einige Eisen
im Vorjahr. Ja, das stimmt.
Da kommt noch was. Sehr gut.
Ja, wenn wir schon bei Zukunftsplänen auch sind, gibt es etwas,
wo du sagen würdest, du hast, wie du schon erwähnt hast, eine starke Bindung auch zu Burkestorf.
Was würdest du dir für Burkestorf wünschen?
Für die Zukunft? Dass es nicht allzu teuer wird, dass ich mir das auch irgendwann
leisten kann, mit meiner Familie hier wieder zurückzuziehen.
Das heißt, du hättest in Zukunft schon den Plan, dich auch hier den Lebensmittelpunkt
wieder hier anzusiedeln, eventuell? Eventuell.
Weiß ich. So weit bin ich doch nicht, muss ich sagen. Aber Burkestorf ist natürlich
eine unglaublich schöne Stadt.
Und da einfach groß oder noch erwachsener zu werden, haha, ich bin schon erwachsen,
stelle ich mir unglaublich schön vor.
Also es ist schon natürlich ein Unterschied, wenn du hier in der Natur bist
oder wenn du in der Stadt, in den grauen Straßen bist von Wien.
Also es ist schon anders.
Aber für Burgersdorf, ich glaube, ich wünsche mir einfach, dass es einfach so
bleibt, wie es ist. Weil es sind natürlich auch so diese Erinnerungen, die da sind und...
Ja, es ist wunderschön hier. Wie erlebten so deine ehemaligen Schulkolleginnen
und so deinen Weg? Hast du da noch Kontakt mit ihnen?
Also ich habe schon noch sehr viel Kontakt zu meinen ehemaligen Schulkolleginnen.
Und wir haben auch so eine Mädelsgruppe, wo wir uns einmal im Monat mindestens
treffen und sehen und dann austauschen über die Halloween-Partys,
die wir hier veranstaltet haben, wo wir dann Eier auf die Schule geworfen haben oder so. Was?
Das war nicht wir. Also ich war das nicht. Also sehr lustige Erinnerungen.
Auch ohne Eier.
Wie ist denn die Alina so, wenn du jetzt die Alina beschreiben müsstest?
Wie ist die Alina? Wie ist der Mensch?
Schwierige Frage. Ich habe oft das Gefühl, dass ich ein bisschen so ein Chamäleon bin.
Was eh zu meinem Beruf passt. Ich habe irgendwie so zwei, also ich habe einerseits
so ein Feuerhub einfach.
Also ich will immer raus, ich will immer Leute kennenlernen,
ich muss immer in Kontakt sein mit dem Außen und rausgehen und Party und los
und so. Und mit Menschen vor allem viel.
Und dann habe ich aber auch eine Seite, die alles hinterfragt.
Also egal, was es ist, du kannst dir sicher sein, dass sich irgendeine Stimme
in meinem Kopf anschaltet und sagt so, aber ist das jetzt wirklich so oder willst
du wirklich diesen Weg gehen oder wie ist denn das?
Also das ist schon auch so etwas.
Und ich hinterfrage aber nicht nur meine eigenen Entscheidungen,
sondern auch politisch vor allem, weil ich es schon sehr wichtig finde,
dass man auch das System, in dem wir leben,
auch hinterfragt oder diese Welt, die einfach komplett absurd ist manchmal, in der wir leben.
Weil wir haben einerseits Krieg in Europa, wo ich auch Freundinnen habe,
die von Osterukrainer sind und die erzählen, wie scheiße das einfach ist.
Und dann sind wir halt auch irgendwie mitten in einer Wirtschaftskrise.
Und die Aussichten für meine Generation sind jetzt nicht so blendend und das
ist auch oft sehr frustrierend.
Und dann kommt auch dazu die Klimakrise, die durchgehend geleugnet wird,
weil wir stecken mittendrin schon.
Und Leute sterben deswegen einfach schon. Und das ist etwas,
was nicht oft genug gesagt werden kann oder was nicht oft genug Thema sein kann.
Also diese Krisen, die wir da einfach vor uns haben und die wir bewältigen müssen
und die wir auch nur schaffen, wenn wir das gemeinsam machen.
Ich will es jetzt nicht leugnen, aber ich möchte trotzdem auf den wichtigsten
Punkt des Gesprächs wieder zurückkommen,
nämlich liebe Burgersdorferinnen, liebe Burgersdorfer, wir haben hier eine junge
Schauspielerin aus Burgersdorf, die die Hauptrolle in dem Kinofilm Breaking
the Ice spielt, der am 25.
November in Österreichs Kino kommt und wir wollen alle das von euch hören.
Ja, ich wünsche dir einfach rasend viel Erfolg bei diesem Film.
Möge er dir die weiteren Türen öffnen und ich würde es total super finden,
wenn wir dich jetzt dann in vielen weiteren Theaterstücken und Filmen sehen würden. Dankeschön.
Ja, von meiner Seite sage ich dir ganz, ganz herzlichen Dank.
Für das Interview. Ich sage Dankeschön.
Es ist eine Riesenfreude, hier im Fokustoff zu sitzen und hier eingeladen zu sein.
Ja, und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, sage ich Danke fürs Zuhören.
Ich hoffe, ihr tut das auch beim nächsten Mal.
Bis zur nächsten Episode. Ciao.
Dies war eine weitere Episode des Podcasts Hallo Purkersdorf,
den Blog zum Podcast erreicht ihr unter hallo-purkersdorf.blog Produktion und
inhaltliche Verantwortung Michael Köck Kontakt per E-Mail unter feedback-at-hallo-purkersdorf.