Bürgermeisterin Jasmin Klemmer-Schlögl
Neustart im Purkersdorfer Rathaus
15.07.2026 35 min
Zusammenfassung & Show Notes
Im Interview spricht Jasmin Klemmer-Schlögl über ihren Beginn als Bürgermeisterin von Purkersdorf. Sie schildert den Weg zu ihrer Wahl, die ersten Erfahrungen im neuen Amt und die Herausforderung, ihre politische Verantwortung mit Beruf und Familie zu vereinbaren. Dabei betont sie, ihren eigenen politischen Weg unabhängig von ihrer Familie gehen zu wollen.
Als zentrale Werte ihres Führungsstils nennt sie Zuhören, Empathie, Bürgernähe und einen sachlichen Umgang mit Kritik. Purkersdorf beschreibt sie als Stadt mit hoher Lebensqualität, guter Verkehrsanbindung, unmittelbarer Nähe zum Wienerwald und einem breiten Angebot für Familien und ältere Menschen.
Gleichzeitig sieht sie Herausforderungen bei Verkehr, Zuzug, Spielplätzen und den städtischen Finanzen. Entscheidungen sollen sorgfältig abgewogen werden, damit Sparmaßnahmen die Lebensqualität der Bevölkerung nicht beeinträchtigen.
Gleichzeitig sieht sie Herausforderungen bei Verkehr, Zuzug, Spielplätzen und den städtischen Finanzen. Entscheidungen sollen sorgfältig abgewogen werden, damit Sparmaßnahmen die Lebensqualität der Bevölkerung nicht beeinträchtigen.
HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Neustart im Purkersdorfer Rathaus – mit Bürgermeisterin Jasmin Klemmer-Schlögl
In dieser Episode ist Jasmin Klemmer-Schlögl zu Gast. Die neue Bürgermeisterin von Purkersdorf spricht offen über ihren Weg ins Amt, ihre ersten Erfahrungen im Rathaus und die Verantwortung, die mit ihrer neuen Aufgabe verbunden ist.
Im Gespräch geht es um ihren persönlichen politischen Stil, den Umgang mit Erwartungen und Vergleichen sowie um die Frage, wie sich politische Verantwortung, Beruf und Familie miteinander vereinbaren lassen. Jasmin Klemmer-Schlögl erklärt, warum Zuhören, Empathie, Bürgernähe und sachliche Entscheidungen für sie besonders wichtig sind.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Stärken und Herausforderungen Purkersdorfs. Themen sind unter anderem die hohe Lebensqualität, die Nähe zu Wien und zum Wienerwald, der Verkehr, der Zuzug, Angebote für Familien und ältere Menschen sowie die angespannte finanzielle Situation der Stadt.
Themen dieser Episode
- Der Weg von Jasmin Klemmer-Schlögl ins Bürgermeisteramt
- Die ersten Wochen und Herausforderungen im Rathaus
- Ein eigener politischer Weg trotz familiärer Vergleiche
- Bürgernähe, Zuhören und der Umgang mit Kritik
- Vereinbarkeit von Politik, Beruf und Familie
- Lebensqualität und Zukunftschancen in Purkersdorf
- Verkehr, Bevölkerungswachstum und öffentliche Infrastruktur
- Sparmaßnahmen und verantwortungsvolle Stadtfinanzen
- Entscheidungen zwischen unterschiedlichen Interessen
- Ziele und Prioritäten für die kommende Amtszeit
Eine persönliche Folge über Verantwortung, neue Perspektiven und die Zukunft Purkersdorfs.
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Transkript
Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf,
der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf.
Und heute habe ich eine ganz aktuelle und ganz spezielle Episode für euch.
Ich sitze mitten im Gemeindeamt und mir gegenüber sitzt die neue Bürgermeisterin
von Purkersdorf, die Jasmin Klemmer-Schlögl. Servus Jasmin.
Hallo lieber Michael.
Ja, herzlichen Dank für deine Zeit, dass wir jetzt so kurz nach deiner Wahl
dieses Gespräch führen können.
Für mich ist es jetzt natürlich ein Anliegen für alle, die dich jetzt noch nicht
so kennen, dich einmal vorzustellen.
Erstens einmal meine Frage, Frau Bürgermeister, oder sagen wir mal so,
Jasmin, wir kennen uns schon viele Jahre, wir standen auch schon miteinander
auf der Bühne beim Theater Purkersdorf.
Wie klingt es für dich, Frau Bürgermeister?
Ja, erstens einmal herzlichen Dank, dass du heute da bist. Ich freue mich sehr,
dass wir da diesen Podcast gemeinsam aufnehmen. Wie klingt das für mich?
Ja, es ist noch immer nicht ganz real. Es ist immer noch ein bisschen komisch,
wenn man mich auch anspricht mit Frau Bürgermeisterin.
Aber natürlich bin ich total stolz darauf und freue mich sehr,
dass das jetzt geklappt hat.
Aber ganz real ist es noch nicht, nein.
Na klar, das ist in diesen paar Tagen noch nicht ganz angekommen.
Genau.
Es war ja auch ein wenig Turbulenz dorthin. Aber wann war der Moment für dich,
wo du gesagt hast, okay, jetzt ist es passiert, jetzt bin ich die Bürgermeisterin?
Also ja, es war turbulent und auch für mich war die Zeit der Überlegung natürlich keine lange.
Wann war der Moment, wo ich mir das wirklich gedacht habe? Ich glaube,
Dienstag oder Mittwoch am Abend, wie ich nach Hause gefahren bin und im Auto
gesessen bin und mir dann gedacht habe, ja.
Jetzt bin ich
Bürgermeisterin von Purkersdorf. Und da habe ich mir gedacht, okay, ja, toll.
Aber da war der Moment, wo ich mir das das erste Mal so ein bisschen selber
gesagt habe und das dann vielleicht ein Stück weit echter geworden ist,
aber ganz echt ist es noch nicht.
Nur zur Erklärung vielleicht für alle, die sich jetzt mit dem Ablauf oder mit
der Thematik nicht so auskennen oder nicht so dafür interessieren.
Faktum ist, wir hatten voriges Jahr im Jahr 2025 eine Gemeinderatswahl,
wo eben die Bürgerinnen und Bürger die Parteien wählen.
Der Gemeinderat wählt dann den Bürgermeister, das war voriges Jahr der Ingenieur Stefan Steinbücher.
Der hat jetzt sein Amt zurückgelegt und da ist es dann auch so,
wenn der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin ihr Amt zurücklegt,
dann wählt der amtierende Gemeinderat den Nachfolgebürgermeister und nicht die
Bürgerinnen und Bürger.
Ganz genau.
Sprich, du bist jetzt für die restliche Amtszeit dieser fünf Jahre die Bürgermeisterin.
Genau, so ist es, ja.
Dass wir sozusagen den offiziellen Part erklärt haben, wie sowas zustande kommt.
Der Wechsel ist ja eigentlich sehr schnell gekommen, war auch nicht geräuschlos, muss man auch sagen.
Wann war für dich die Zeit, wo du gesagt hast, oder wie war es für dich,
wo du gesagt hast, ja, das traue ich mir zu?
Weil deine Fraktion wird auf dich zugekommen sein und wie wir gesagt haben,
so nehme ich mal an, magst du es?
Und was waren da deine Überlegungen?
Ja, also wir haben das natürlich als Fraktion ein paar Tage bevor Stefan Steinbichler
das bekannt gegeben hat, haben wir das erfahren.
Die Fraktion ist dann auf mich zugekommen, hat mich gefragt,
ob ich mir das vorstellen kann.
Und ich habe dann natürlich auch einmal mit meinem Mann reden müssen.
Ich bin verheiratet, ich habe zwei Kinder.
Dann kommen natürlich so Überlegungen und Gedanken. Was bedeutet das für mich?
Was bedeutet das für meine Familie? Ist das mein Lebensplan?
Das kann ich ganz klar beantworten. Das war nicht mein Lebensplan.
Also das war jetzt nicht, wie ich vor eineinhalb Jahren in den Gemeinderat eingezogen bin.
War das nicht der Plan, dass ich Bürgermeisterin werde? Ich war sehr glücklich
mit meinem Stadtratsposten sozusagen.
Aber dann beginnen halt die Überlegungen und dann beginnt das Nachdenken und
auch das Auseinandersetzen mit der Familie, also mit meinem Mann.
Und ich bin jemand, die Verantwortung nicht scheut.
Ich bin jemand, die gerne Verantwortung übernimmt, wenn ich das Gefühl habe,
ich habe den notwendigen Rückhalt.
Und in dem Fall war es dann so, dass ich auch von meinem Mann den Rückhalt hatte
mit gewissen Vereinbarungen, die wir innerhalb unserer kleinen Familie getroffen haben.
War es dann klar, dass ich bereit bin, diese Verantwortung zu übernehmen.
Und ich bin bis jetzt sehr froh, dass ich mich dazu entschieden habe.
Aber leichtfertig ist sowas natürlich nicht.
Das muss man ja auch sagen. Wenn ich das so nennen darf, von den alten Rollenbildern
her, war es früher immer ganz klar, dass wenn Männer so ein Amt begleiten,
dass die Frau sich um die Familie kümmert.
Wie gesagt, ihr habt zwei Kinder. Das heißt, es ist natürlich eine Mehrbelastung
oder Mehraufwand für deinen Mann und die Familie muss parallel dazu gemanagt werden.
Ja, natürlich. Und ich meine, unsere Kinder sind elf und neun.
Die sind jetzt noch nicht aus allem raus, aber sie sind aus dem Gröbsten raus, wie ich immer sage.
Sie sind Gott sei Dank zwei ganz wundervolle Kinder und sehr problemlose Kinder
in Wirklichkeit. Aber mein Mann ist natürlich auch berufstätig,
ist ja beruflich auch recht stark eingedeckt sozusagen.
Und deshalb war es uns einfach auch wichtig, ganz offen darüber zu reden,
was braucht mein Mann, was brauchen meine Kinder auch für Verbindlichkeiten
von mir, damit wir uns einfach auf diese neue Situation auch einspielen können.
Das waren halt Überlegungen, dass ich halt alle Nebenschauplätze sozusagen,
also dass ich meinen Job aufgebe zum Beispiel, das war ganz klar,
weil das wäre auch anders nicht gegangen.
Aber ich habe doch auch eine ehrenamtliche Tätigkeit beim Elternverein der Volksschule,
gehabt, die hätte ich jetzt in diesem Jahr sowieso, wäre ich in die zweite Reihe gerutscht.
Aber das habe ich jetzt auf jeden Fall vollzogen, dass einfach die Zeit,
die ich habe, möglichst gut genutzt werden kann für das Bürgermeisterinnenamt und für die Kinder.
Und meine Kinder, meine Familie sind meine oberste Priorität natürlich.
Und meine Kinder sollen halt unter dem Amt auch nicht leiden oder das Gefühl
haben, sie haben weniger von mir.
Und das gilt es halt sehr gut abzuwägen und zu schauen, was braucht es da,
damit man das auch erreicht. Und ich glaube, von den Überlegungen her haben
wir da ein gutes Maß gefunden, wie das funktionieren kann.
Super. Also 29 Gemeinderäte waren anwesend bei der Wahl, von insgesamt 33.
Der Rest war entschuldigt, die restlichen vier waren entschuldigt.
29 waren da und von denen hast du 20 Stimmen für dich erhalten.
Was ein schönes Ergebnis ist, aber natürlich auch kein Spaziergang, muss man auch sagen.
Wie wirst du in Zukunft sozusagen mit jenen umgehen, also nicht umgehen,
oder wie wirst du die anderen versuchen zu überzeugen, dass du sagst,
beim nächsten Mal weht der mich auch.
Ja, ich habe es dir auch in meiner Antrittsrede schon gesagt,
dass ich nicht von allen gewählt wurde.
Das akzeptiere ich natürlich zu 100 Prozent, das ist vollkommen in Ordnung,
Aber das gilt es halt jetzt auch, dieses Vertrauen derer zu gewinnen.
Wir haben im Vorfeld von der Wahl, habe ich alle anderen Fraktionen zu Gesprächen
eingeladen, habe sie gebeten, mir ihre Fragen zu stellen, die sie haben und
mich auch, so sie mich nicht eh schon gut kannten, aber mich auch ein bisschen
besser kennenzulernen.
Die Gespräche wurden alle angenommen. Es waren auch alle sehr,
sehr wertschätzende, sehr offene und ich glaube, sehr gute Gespräche.
Dass es den einen oder anderen gibt, der vielleicht Vorbehalte hat oder der
sich vielleicht für Purkersdorf etwas anderes gewünscht hätte.
Das ist demokratisch, das ist alles in Ordnung.
Ich glaube, jetzt geht es darum, dass ich sie einfach durch meine Arbeit überzeuge
und durch meine Offenheit und durch das, was ich quasi vorher versprochen habe
oder was ich angekündigt habe,
dass ich da auch verbindlich bin und sie mich auch dann anders halte.
Du trägst ja natürlich keinen unbekannten Namen in Purkersdorf.
Ach.
Ist das jetzt für dich eher Rückenwind oder ist das eher ein schwerer Rucksack?
Naja, ich bin jetzt 42 Jahre alt und ich lebe mit diesem Namen 42 Jahre,
seit zwölf Jahren habe ich den Klammer noch dazwischen.
Das ist natürlich dieses Vorurteil, die Tochter von zu sein,
mit dem lebe ich mein ganzes Leben.
Ich bin unglaublich stolz auf meinen Vater, ich bin auch sehr,
sehr stolz auf das, was er erreicht hat und vor allem auch auf das,
wie er als Vater ist und wie meine Eltern als Eltern für mich waren.
Das ist natürlich auf der einen Seite ein totaler Rucksack. Und ich sage immer,
ich habe in Wirklichkeit da ein bisschen zwei Rucksäcke. Weil der eine Rucksack
ist immer ganz überspitzt gesagt, sie erreicht die Dinge ja eh nur,
weil sie die Tochter von ist oder weil sie diesen Nachnamen hat.
Und aber auf der anderen Seite werde ich auch immer verglichen.
Also dann heißt es auch immer, aber der Papa hat das besser gemacht.
Das wollte ich eben auch fragen. Wie oft hast du schon oder wie oft wirst du
wahrscheinlich auch noch so die Aussagen? der Papa hätte.
Ja, ganz oft. Und es kommen auch viele auf mich zu, das ist auch gar nicht böse
gemeint. Und das nehme ich auch nicht böse auf.
Aber der Papa würde oder der Papa hätte. Und ich denke mir dann immer,
vielleicht, ich weiß es nicht, kann schon sein, dass er das machen würde und hätte.
Aber ich bin halt eine ganz eigenständige Persönlichkeit. Und unsere Eltern,
und ich habe eine ältere Schwester, unsere Eltern haben uns auch wirklich zu
sehr selbstbewussten Persönlichkeiten erzogen.
Das wollte ich nämlich auch sagen. Soweit ich dich auch kenne,
bist du kein Mensch, der sich da jetzt rasend groß beeinflussen lässt.
Nein, gar nicht. Überhaupt nicht. Und ich habe mich,
in meinem Leben nie reinreden lassen. Ich bin immer den Weg gegangen, den ich gehen wollte.
Und auch ganz bewusst, wie ich damals entschieden habe, in den Gemeinderat oder
die Liste zu gehen und in den Gemeinderat dann eingezogen, habe ich auch ganz
bewusst gesagt, ich möchte, dass wir das innerhalb der Familie trennen.
Weil ich gehe meinen eigenen Weg und entweder kann das gut akzeptiert werden
oder nicht, aber das darf einfach kein Thema sein.
Und in dem Fall, meine Mutter war ja auch mal im Gemeinderat,
haben meine Eltern mir beide versichert, dass das auch total in Ordnung für sie ist.
Und es war wirklich jetzt die letzten eineinhalb Jahre so, dass mich konkret jetzt mein Vater...
Wirklich in Ruhe gelassen hat, was das betrifft. Er fragt jetzt nicht nach oder,
will was wissen oder so, sondern er weiß ganz genau, er hat auch das Vertrauen
in mich, dass ich meinen Weg gehe und den wahrscheinlich nicht so schlecht mache.
Und deshalb ist das einfach Gott sei Dank kein Thema. Also ich habe nie das
Gefühl, ich werde jetzt irgendwie geimpft oder so von meinem Papa oder so.
Das passiert bei uns nicht, weil ich einfach wirklich meine eigenen Entscheidungen
treffe und auch meine eigenen Meinungen habe.
Aber das ist oft vielleicht nicht ganz so einfach, weil wir einfach unterschiedliche
Meinungen zum Teil haben.
Naja, das ist ja klar.
Aber ja, also da bin ich wirklich nicht beeinflussbar. Da gehe ich wirklich meinen eigenen Weg.
Es werden sich ja alleine schon aus den Generationen unterschiedliche Meinungen
und Sichtweisen ergeben auf die Dinge.
Ja, und ich bin eine Frau, ich bin Mama von zwei Kindern. Ich lege meinen Fokus
und meine ganze Ausrichtung, auch politisch, auch in meinen politischen Ausrichtungen,
sind zum Teil natürlich wo ganz woanders. Ich lebe in einer ganz anderen Lebensrealität.
Schon allein das passt nicht zusammen. Aber auf der anderen Seite...
Ist er natürlich jemand, der ein ihres Wissen hat. Und der auch.
Wahnsinnig viel gestaltet hat in Purkersdorf.
Natürlich, ja. Also Purkersdorf ist sicherlich von seiner Amtszeit irrsinnig geprägt gewesen.
Und ganz, ganz viele Dinge gibt es in Purkersdorf, weil er natürlich so aktiv war. Und das ist toll.
Da bin ich auch als Tochter sehr stolz drauf.
Um sozusagen hier die Rückschau zu beenden. Aber eine Frage zur Rückschau habe ich noch.
Gibt es irgendetwas oder gibt es einen politischen Rat aus deiner Familie,
also von deiner Mutter, die auch in der Politik war, wo du sagst,
das habe ich mitgenommen von deren, ihrer Amtszeit. Das ist sozusagen so ein
bisschen irgendwas, was ich sagen würde. Das ist ein politischer Rat für mich.
Ich glaube, das, was ich von meinen beiden Eltern mitgenommen habe,
was ich ganz, ganz wichtig finde und was ich auch in meiner Amtszeit wirklich
umsetzen möchte, ist diese Bürgernähe und diese Nähe zu den Purkersdorferinnen und Purkersdorfern.
Weil ich einfach glaube, dass meine beiden Eltern und mein Vater natürlich als
langjähriger Bürgermeister sowieso sind Menschen, die sehr auf andere Menschen
zugehen, die sehr zugänglich sind, die sehr offen sind, sehr kommunikativ sind.
Und das ist etwas, das ich wirklich mitnehmen möchte. Das entspricht mir auch
in meiner Persönlichkeit.
Und ich glaube, dass das auch etwas ist, das ganz, ganz wichtig ist als Bürgermeisterin,
hier diese Offenheit und diese Nähe auch zu den Bürgerinnen und Bürgern zu haben.
Da komme ich nämlich gleich zum nächsten großen für mich Themenblock.
Das ist so der Themenblock Führungsstil und Amtsverständnis.
Wie du schon gesagt hast, was heißt Bürgermeisterin sein für dich?
Eben ganz persönlich zuhören, entscheiden, vermitteln, antreiben oder alles
gleichzeitig? Also wie legst du das für dich als Mensch an?
Also ich glaube gerade dieses Zuhören und dieses emphatische Aufnehmen von Bedürfnissen,
ich nenne es jetzt mal so, ist glaube ich mal das ganz Entscheidende.
Ich bin auch von meiner Persönlichkeit her jemand, die sehr emphatisch ist und
ich glaube, die sehr spürig ist für das, was Menschen betrifft oder was Menschen
bewegt. Das heißt, da ist...
Entschuldige, dass ich dich unterbreche, aber da muss ich dich unterbrechen,
aber birgt das nicht für dich Gefahr, dass dann manche Dinge sehr nah an dich
als Person herankommen?
Mitunter vielleicht schon, ja, aber ich glaube, ich war ja auch sehr, sehr lange,
Rettungssanitäterin, freiwillige Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz und habe
auch dort gelernt, auf der einen Seite sehr emphatisch zu sein und auf der anderen
Seite war, mich auch abgrenzen zu können, dass es eben nicht zu weit und zu tief an mich herangeht.
Und ich glaube, das habe ich, glaube ich, ganz gut gelernt, dass ich mich da auch abgrenzen kann.
Aber ich halte es für ganz, ganz entscheidend und ganz wichtig,
dass man den Leuten zuhört und dass man auch das, was man vielleicht zwischen
den Zeilen nur mitbekommt, dass man das auch aufnimmt.
Weil oft ist nicht das gesagte Wort das Wort, was entscheidend ist,
sondern eher das, was dazwischen mitschwingt sozusagen.
Und das ist etwas, was sehr wichtig ist. Entscheiden gehört dazu.
Das ist natürlich Teil des Bürgermeisteramts. Da muss man einfach eine gute
Balance aus diesen Dingen finden.
Ja, bei Entscheidungen sagt man ja auch, oder was ja auch richtig ist,
manchmal ist eine falsche Entscheidung besser als gar keine Entscheidung.
Genau. Wie gehst du als Mensch mit Kritik um?
Du bist jetzt in einer Position, wo du auch viel Kritik bekommen wirst. Auf allen Ebenen.
Ja, auf allen Ebenen, absolut. Ich glaube eigentlich ganz gut.
Also ich glaube, das, was ich machen kann, ist, dass ich,
die Kritik sehr gut trennen kann zwischen, ist es jetzt eine persönliche Kritik,
hat das jetzt etwas mit mir als Person zu tun, dass ich mich falsch verhalten
habe oder hat das jetzt etwas mit dem Amt oder mit der
Gesamtsituation zu tun. Und das, glaube ich, kann ich ganz gut unterscheiden.
Dadurch bin ich wahrscheinlich jemand, die sich nicht sehr schnell dramatisch
persönlich angegriffen fühlt.
Kritik ist etwas Wichtiges, finde ich, weil so sie konstruktiv ist,
weil von der kann man lernen und von der darf man auch lernen.
Und wir sind alle Menschen, wir lernen unser ganzes Leben lang,
vom Anfang bis auf zum Ende, darf der Mensch lernen. Und in einer konstruktiven
Kritik kann man für sich sehr, sehr viel mitnehmen.
Denke, dass ich mit dem ganz gut umgehen kann. Ich bin aber auch jemand,
wenn ich das Gefühl habe, es ist unfair oder es ist nicht konstruktiv,
dann spreche ich das auch an.
Also ich bin jemand, wenn ich das Gefühl habe, das spürt sich jetzt für mich
nicht gut an, dann spreche ich das an und sage, hm.
Hast du die offene Kritik, den offenen Streit, also lieber,
also wenn man sagt, okay, jetzt krachen wir einmal aufeinander,
jetzt sagen wir uns einmal die Dinge, die wir so trinken und dann finden wir
jetzt eine Lösung oder bist du da eher so der Mensch?
Absolut, ja, also ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich gerne streite oder
gerne diskutiere, vielleicht würde mein Mann jetzt etwas anderes sagen,
aber ich bin von meiner Persönlichkeit her jemand, der sehr ehrlich ist und ich,
mag den Austausch, also wenn es einmal kracht, dann kracht es einmal,
ich bin aber alles andere als nachtragend, also ich diskutiere etwas aus oder
ich streite etwas aus und dann ist es für mich auch erledigt.
Was ich nicht mag, ist, wenn man es dann so, naja, ist eh alles gut und dann
macht man die Tüte zu und dann ärgert man sich, das will ich nicht.
Sondern ich möchte Dinge ansprechen, ich möchte sie aussprechen und wenn etwas
zwischen mir und einer Person steht, dann kann man das einmal zwei,
drei Tage sacken lassen und dann sucht man aber wieder das Gespräch und sagt,
wir sind erwachsene Menschen, setzt man sich hin und reden darüber und die Geschichte ist erledigt.
Okay, weil du von Entscheidungen gesprochen hast. Bist du ein Mensch von schnellen
Entscheidungen oder von langen Überlegungen
oder aus deiner Selbstsicht natürlich, oder wägst du lange ab?
Schwierige Frage. Ich glaube, das kommt auch ein bisschen aufs Thema davon an.
Ich scheue mich nicht, schnelle Entscheidungen zu treffen, wenn es schnelle
Entscheidungen braucht.
Ich bin niemand, die etwas auf die lange Bank schiebt. Auch eine Arbeit schiebe
ich nicht auf die lange Bank, sondern ich bin froh, wenn man das gleich erledigen kann.
Ich bin aber keine, die etwas über den Zaun bricht. Also die jetzt nicht sofort,
ja, das müssen wir jetzt entscheiden.
Also ich bin schon überlegt, aber ich glaube, das kommt immer darauf an,
was jetzt gerade gebraucht wird. Ich glaube, es ist eine gute Mischung.
Wenn es eine schnelle Entscheidung braucht, dann komme ich dazu.
Wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, dann denke ich gerne darüber nach.
Es kommt darauf an, wo man gerade steht sozusagen.
Du warst ja vorher Stabrätin. Hast du manchmal das Gefühl, dass Frauen in ihren
Positionen unterschätzt werden?
Oder dass man versucht, sie zu übervorteilen?
Auf jeden Fall. Schon allein deshalb, weil eine Frau, wie du es eh anfangs schon
gesagt hast, auch wenn man Kinder hat, dann ist man auch schnell auch in diesem
Rollenbild mit drinnen.
Naja, sie hat ja auch Kinder, also sie muss sich ja um die auch noch kümmern.
Also das, glaube ich, ist schon etwas, wo wir noch Aufholbedarf haben,
wo wir den Frauen durchaus mehr zutrauen dürfen.
Also da müssen Frauen definitiv mehr Gas geben eigentlich, um den gleichen...
Absolut. Eine Frau muss sich immer mehr beweisen. Das, denke ich, ist auf jeden Fall so.
Die muss sich immer mehr beweisen. Und dabei ist, glaube ich, eine Frau auch,
ohne dass ich da jetzt einem Mann so nahe treten will, aber wenn man jetzt gerade
eine Multitasking-Fähigkeit hernimmt, die nämlich auch nicht überfordernd ist,
weil man kann multitaskingfähig sein und viele Dinge gleichzeitig machen und
nichts richtig und nichts gescheit machen.
Aber ich glaube, viele Frauen gibt es, da weiß man gar nicht,
was sie alles machen, in was für einer kurzen Zeit.
Da werden viele andere damit überfordert, glaube ich.
Gehen wir ein bisschen auf Purkersdorf ein. Wenn du Purkersdorf jemand beschreiben
müsstest, der noch nie hier war, was würdest du über diese Stadt sagen?
Ich würde sagen, dass es eine Stadt mit einer ganz enorm hohen Lebensqualität ist.
Auf der einen Seite haben wir den Wienerwald, der, egal wo man in Purkersdorf
steht, In Wirklichkeit fällt man dreimal um und steht mitten im Wald.
Das ist natürlich ein Riesen-Asset für uns.
Dann ist aber die Nähe zu Wien oder auch St. Pölten, wo man halt hin möchte, in welche Richtung.
Ist ein Riesenvorteil für uns. Kann natürlich auch ein Nachteil sein,
weil man quasi von Wien rauskommt. Und das, was bei uns in Purkersdorf,
glaube ich, schon noch ist, ist, dass wir, obwohl wir eine wachsende Stadt sind,
sind wir trotzdem eine Stadt mit einem Ortskern.
Wir haben unsere Geschäfte, unsere Lokale hier in Purkersdorf.
Wir haben unfassbar tolle Schulen in Purkersdorf. Wir können in Wirklichkeit
von der Geburt oder von der Kleinkindbetreuung bis ins Seniorenheim alles abdecken.
Man muss in Wirklichkeit aus Purkersdorf nie wegziehen, weil du könntest in
Purkersdorf, außer man möchte vielleicht studieren, aber du könntest sonst in
Wirklichkeit in Purkersdorf alles machen. Und das ist schon ein Riesenvorteil.
Weil du es auch schon genannt hast, es gibt natürlich einige große Punkte,
die in Purkersdorf immer wieder besprochen werden. Also das ist ja zum Beispiel
Verkehr, öffentlicher Verkehr, Straßenverkehr, das Bauwesen, das ist der Zuzug.
Das sind so große, große Themen, die natürlich immer aktuell sind.
Auch deiner Meinung nach, welche Themen in Purkersdorf werden für dich zu laut
diskutiert und welche vielleicht sogar zu leise?
Auch keine einfache Frage. Ich glaube, laut und leise, ich glaube,
man kann alles laut diskutieren und man kann alles leise diskutieren,
es hat alles eine Berechtigung.
Das, was man vielleicht nicht machen sollte, ist immer ein Thema plakativ herzunehmen.
Man sollte sich vielleicht die Themen alle von mehreren Seiten aus anschauen.
Jedes Thema hat seine Vor- und Nachteile. Wenn man jetzt zum Beispiel sagt,
man greift jetzt mal den Verkehr heraus, Auf der einen Seite haben wir einen
Durchzugsverkehr, weil aus Tulln oder aus Gablitz oder auch aus Tullnerbach
fahren die Autos einfach Richtung Wien durch.
Das ist natürlich vielleicht ein Nachteil. Auf der anderen Seite kann es auch
ein Vorteil sein, weil die Leute ja zum Beispiel stehen bleiben und hier einkaufen
gehen oder in die Apotheke gehen oder sonst irgendwelche Erledigungen machen.
Also es gibt bei jedem Thema, glaube ich, einen Vorteil und einen Nachteil.
Genauso wie der Zuzug oder wenn hier ein Wohnhaus gebaut wird,
dann ist es natürlich auf der einen Seite ein Vorteil, weil wir mehr Leute bei
uns in Purkersdorf haben beziehungsweise weil eben jemand hier einen Wohnraum bekommt.
Auf der anderen Seite muss man natürlich darauf achten, dass die Infrastruktur nachkommt.
Straßen, Kindergartenplätze, Hortplätze und so weiter. Also man muss immer alles
aus beiden Seiten betrachten und in Wirklichkeit kann man jedes Thema laut diskutieren
und jedes Thema leise diskutieren.
Somit ist das in Wirklichkeit hat alles seine Berechtigung und jeder Mensch
hat einen anderen Schwerpunkt.
Ich werde jetzt vielleicht nicht über die Fahrradwege laut diskutieren,
weil ich sie gut finde, dafür diskutiere ich vielleicht laut darüber,
dass wir bei der Mittelschule das Haus dringend sanieren müssten.
Also das ist für jemanden anderen aber ein Thema, was leise zu diskutieren ist.
Apropos Mittelschule, apropos Haus renovieren.
Wir kommen ja in keiner Gemeinde, in ganz Österreich, und auch in keinem Land
und in ganz Österreich natürlich nicht drumherum, um das Thema Finanzen. Mhm.
Du hast in einem deiner Redner gesagt, Finanz- und Lebensqualität als wichtiges
Thema, hast du das genannt.
Was heißt das für dich ganz konkret, dass Finanzen und Lebensqualität sozusagen
ein wichtiges Thema sind?
Und wie willst du das sozusagen in Eingriff bringen?
Für mich ist es wichtig, dass die Lebensqualität, die wir in Purkersdorf haben,
und die ist sehr hoch, dass die bestehen bleibt oder ausgebaut wird.
Und für mich ist eine Finanzpolitik, die darauf schaut, dass wir unsere Ausgaben
oder unsere schlechte Finanzsituation, in der wir und nicht nur wir stecken,
sondern viele Gemeinden in Niederösterreich,
darf kein Ausschließungsgrund sein, dass wir die Lebensqualität in BuPurkersdorf erhalten.
Damit meine ich, wenn man jetzt zum Beispiel sagt, man hat ein Schwimmbad,
was für die Gemeinde sehr, sehr viel Geld kostet, ist es aber trotzdem ein Teil
der Lebensqualität für uns in Purkersdorf.
Und das ist, glaube ich, eine Situation, die muss man sich ganz genau anschauen
und gut ausbalancieren.
Wo müssen wir einsparen? Wo müssen wir unseren Fokus darauf hinlegen, Kosten einzusparen?
Aber wo dürfen wir nicht die Lebensqualität für unsere Bevölkerung einschränken?
Weil natürlich alles, was man unter Anführungsstrichen streicht oder wo man
sagt, da gibt die Gemeinde jetzt kein Geld mehr dafür aus, ist natürlich trotzdem
eine Einschränkung für die Bevölkerung.
Und das muss man gut ausbalancieren.
Du hast ja auch schon eben gerade davon gesprochen, eben bei den Finanzen geht
es immer darum, was verwirklicht man, wie wägt man es ab.
Aber natürlich auch, was gibt es eventuell nicht mehr.
Da stellt sich natürlich die Frage, wo darf Purkersdorf auf keinen Fall sparen?
Das haben wir jetzt, glaube ich, schon ein bisschen gut beleuchtet.
Aber wo könnte es sparen?
Naja, jede Gemeinde hat natürlich gewisse Dinge, die es anbieten muss und auch
anbieten möchte, je nachdem, was man für eine Ausrichtung man als Gemeinde so mehr oder weniger hat.
Ich glaube, wir sind in der Situation, dass wir uns jeden Bereich mutig anschauen müssen.
Es sollte keinen Bereich geben, wo man die Augen verschließt und sagt,
na, das schauen wir uns auf gar keinen Fall an,
sondern man muss jeden Bereich und jedes Thema und jede Ausgabe mutig betrachten,
und mutig darüber nachdenken, möchte ich das machen, in welcher Form möchte
ich das machen und wie viel Geld möchte ich dafür ausgeben.
Da ist jetzt nicht nur ich, in dem Fall als Bürgermeisterin,
gefragt, da sind auch alle zuständigen Stadträte gefragt, in ihren eigenen Ressorts
sich zu überlegen, wie könnte man auf der einen Seite vielleicht Kosten einsparen,
aber wie kann man es trotzdem schaffen, dass das Angebot erreicht wird.
Also ein Beispiel, ich war als Stadträtin unter anderem für die Stadtbibliothek zuständig.
Also du hast, um es zu präzisieren, Stadträtin für Familie, Bildung, Frauen und Gesundheit.
Ganz genau, ganz genau. Ein sehr großes Ressort. Ich war eben für die Stadtbibliothek auch zuständig.
Und die Stadtbibliothek war auch so ein Thema, wo einfach die Kostenstruktur
keine optimale war, nennen wir es mal so.
Und da haben wir wirklich gemeinsam mit der Astrid Schwarz, mit der Leiterin
der Stadtbibliothek, die wirklich eine ganz eine großartige Leiterin ist,
an einigen Schrauben gedreht und einige Überlegungen gemeinsam angestellt,
dass wir einfach die Kostenstruktur dort ein bisschen optimieren.
Aber auf der anderen Seite sogar das Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer erhöht haben.
Und das war natürlich jetzt nicht ganz einfach für die Stadtbibliothek,
weil das ein höherer Aufwand war in der Zeit, wie wir das alles umgestellt haben.
Aber im Endeffekt ist jetzt etwas Gutes dabei rausgekommen. Wir haben die Kostenstruktur
gesenkt, aber das Angebot ist eigentlich sogar verbessert worden.
Um bei deinem vorigen Ressort als Stadträtin gleich zu bleiben,
Was würdest du jetzt sagen, was brauchen Familien, also speziell junge Familien
in Purkersdorf am dringendsten?
Ich glaube, dass wir, was jetzt die Kindergartenplätze, die Schulen betrifft,
eigentlich sehr, sehr gut aufgestellt sind.
Wir haben vier Kindergarten, vier Landeskindergärten, wir haben einige private
Einrichtungen, wir haben eine Kleinkindbetreuung. Also ich glaube,
da sind wir eigentlich, was jetzt die Fremdbetreuung betrifft, ganz gut aufgestellt.
Was Familien vielleicht, der ein oder andere Spielplatz ist vielleicht etwas,
wo man genauer hinschauen muss, ob das den Bedarf sozusagen weckt.
Ich glaube, wir sind eigentlich schon eine sehr, sehr gute Familienstadt.
Wir haben viele Angebote für die Familien. Wir haben viele Veranstaltungen für
die Familien, die sowohl von Vereinen sind.
Wir haben ein tolles Vereinsleben, wo auch viele tolle Touren,
Veranstaltungen oder sonst irgendwelche außerschulischen Vereinsaktivitäten sind.
Wir haben aber auch sonst viele Veranstaltungen. Also ich glaube,
eigentlich sind wir schon eine ganz tolle Familienstadt.
Die Zusammenarbeit in der Gemeinde,
im Gemeinderat, was hast du dir da vorgenommen? Wie gehst du alles an?
Wir haben sieben Fraktionen im Gemeinderat. Das heißt, wir sind...
Kunterbunt gemischt sozusagen. Ich glaube, dass wir eigentlich eine ganz gute,
Basis haben und gute Kommunikationsbasis haben. Man kann sich unsere Gemeinderatssitzungen noch live anschauen.
Da sieht man, dass eigentlich die Gesprächskultur eine gute ist.
Ich habe das jetzt auch in den ganzen Gesprächen vor der Wahl gesehen,
dass wir sehr gut miteinander auskommen und wir eigentlich eine sehr offene Kommunikation haben.
Das, was mir wichtig ist, ist, dass man das ausbaut, dass wir gemeinsam versuchen,
die Zusammenarbeit, wo sie vielleicht noch nicht optimal ist, weiter zu optimieren.
Natürlich, wir haben derzeit ein Spiel der freien Kräfte. Es gibt derzeit keine
Koalition oder kein Arbeitsübereinkommen, aber kein weiterführendes bisher.
Aber jede große Entscheidung muss sich sozusagen immer Mehrheiten suchen.
Selbstverständlich, genau, so ist es. Also man muss quasi für jedes Thema oder
für jedes Projekt sich eine Mehrheit suchen oder vorab das natürlich abwägen.
Das ist natürlich auf der einen Seite sehr aufwendig und auf der anderen Seite
hat man halt einfach keinen mehr oder weniger roten Faden durch das Ganze hindurch.
Das heißt, Ziel wäre es schon, dass wir hier ein nachhaltiges Arbeitsübereinkommen
schaffen, dass wir hier zukunftsträchtig und zukunftsorientiert arbeiten können.
Das wäre mein Ziel, das wäre mein Wunsch.
Wir werden sehen, wie die Gespräche weiter verlaufen. Aber ich glaube,
grundsätzlich sind wir ein Gemeinderat, die eigentlich sehr gut miteinander
können und gut miteinander arbeiten. Und auch am Stadtrat merkt man,
dass das eigentlich die Stimmung eine sehr gute ist.
Es gibt ja die berühmte, speziell bei Politikern, diese berühmte 100-Tage-Regel.
Okay.
Das sagt man also in der Bundespolitik nicht. Mehr oder weniger,
man gibt ihnen jetzt einmal 100 Tage Zeit und dann macht man die erste Abrechnung.
Was wäre dein Ziel, wenn du sagst, du hast 100 Tage, Hast du irgendwas in der
Agenda, wo du sagst, das möchte ich in den ersten 100 Tagen erreichen?
Naja, Wunder werde ich leider nicht vollbringen können, das wäre schön.
Meine ersten 100 Tage, ich glaube, wenn ich dann zurückblicke,
dann möchte ich, glaube ich,
das Ziel erreicht haben, dass wir ein Arbeitsübereinkommen geschafft haben,
dass wir vielleicht das Budget, das im November ansteht, dass wir das gut durchgebracht
haben, dass wir hier in einer Einigkeit im Gemeinderat hier auch finanzfit ins
nächste Jahr starten können.
Mir ist es ganz wichtig, dass auch die anderen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
wirklich das Gefühl haben, dass das, was ich sage, auch umsetze im Sinne der
Zusammenarbeit und im Sinne von,
ich bin wirklich verlässlich, nahbar, offen, das, was ich sage,
dass ich das auch umsetzen kann. Das wäre mir schon wichtig.
Wenn du am Ende dieser ersten Amtsperiode bist und ich gehe mal davon aus,
dass du dann weitermachen willst und dich der Wahl stellst, musst du jetzt aber
nicht beantworten, dann würdest du entscheiden.
Das kann ich der SPÖ-Purkersdorf nicht vorwegnehmen.
Aber bleiben wir bei dieser Amtsperiode.
Was hättest du da gerne, was dann die Menschen von dir sagen im Nachblick sozusagen?
Die Jasmin hat das gehalten, was sie versprochen hat. Die Jasmin hat bewiesen,
dass sie wirklich das kann, was sie glaubt zu können oder wovon ich überzeugt bin, dass ich es kann.
Und ich glaube, ich hätte gerne wirklich den Ruf ein als nahbare,
verlässliche und als verbindliche Bürgermeisterin. Das wäre mir ganz wichtig.
Zum Abschluss hin hätte ich sozusagen noch gern drei so Kurzfragen an dich.
Eine wäre zum Beispiel, wenn du heute nach diesem Interview nach Hause gehst.
Was soll jetzt bei den Hörerinnen und Hörern am meisten von dem Gespräch sie
beeindrucken oder hängen bleiben?
Ich bin sicher, wenn ich nach Hause gehe, werde ich sofort von meinen Kindern befragt, wie es war.
Und dann muss ich gleich etwas antworten. Ich glaube, hängen bleiben soll, dass man mir vertraut,
dass ich dieses Amt mit vollem Respekt und voller Demut auch annehme,
angenommen habe und mit voller Kraft auch dafür arbeiten möchte,
dass ich mir wirklich ganz bewusst bin, was ich da tue sozusagen.
Und dass die Hörerinnen und Hörer auch wirklich vermittelt bekommen,
dass ich da bin und dass ich für alle da bin und dass ich erreichbar bin und dass ich...
Ich Bürgermeisterin für die Purkersdorferinnen und Purkersdorfer bin,
egal, wer jetzt wen gewählt hat oder wählen wird, sondern ich möchte für alle
da sein und das soll eigentlich, das soll rüberkommen und soll hängenbleiben.
Hier kann man auch nochmal einflechten, Sprechstunde ist am Dienstag am Abend.
Genau, Sprechstunde ist am Dienstag am Abend, 17 Uhr.
Dann vervollständige noch den Satz, Purkersdorf kann mehr, wenn?
Wir zusammenarbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen.
Und was wünschst du dir von Purkersdorf, nicht als Bürgermeisterin, sondern als Mensch?
Ich wünsche mir, dass wir die Lebensqualität, die wir hier haben,
behalten können, ausbauen können und dass wir für unsere zukünftigen Generationen
auch dafür sorgen, dass Purkersdorf diese liebenswerte, diese,
fast schon größere Stadt mit kleinem Charme, dass wir das behalten können.
Sehr gut. Ja, Jasmin, du bist jetzt ein paar Tage in dem Amt der Bürgermeisterin.
Ich gratuliere dir und wünsche dir ganz viel Kraft dafür. Es ist eine sehr große
Aufgabe, aber du stellst dich dieser.
Sag dir herzlichen Dank für das Interview.
Ich sage vielen Dank, dass du gekommen bist und mir da die Möglichkeit des Podcasts gegeben hast.
Ja, und hoffe, wir werden uns dann im Laufe deiner Amtszeit bei wichtigen Themen
im Podcast Wiederhören. Danke dir.
Dankeschön.
Ja, und euch, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf,
sage ich wie immer, danke fürs Zuhören und ciao, bis zur nächsten Episode.
Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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Jasmin Klemmer-Schlögl
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Michael Köck
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