Hallo Purkersdorf

Der Talk über Menschen und Themen

Diplomierte Verhaltensberaterin für Hunde Lydia Köck

Hundehaltung

19.02.2025 33 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode erzählt Lydia Köck über all die Aufgaben und Herausforderungen, die auf Hundebesitzer zukommen. Welche Hilfe und Schulung man erhalten kann, damit das Zusammenleben mit unseren geliebten Vierbeinern problemlos verläuft.

HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf



Diplomierte Verhaltensberaterin für Hunde

Ein Spaziergang mit dem eigenen Hund kann manchmal mehr über uns selbst enthüllen als erwartet. Diese Woche habe ich mit meiner Frau Lydia, einer leidenschaftlichen Hundeverhaltensberaterin und waschechten Purkersdorferin, darüber gesprochen, welche Herausforderungen und Freuden die Hundehaltung mit sich bringt.

Als Expertin, die ihre Kenntnisse aus der Forstwirtschaft und ihrer Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr mitbringt, teilt Lydia spannende Einblicke und praktische Tipps, die jedem Hundeliebhaber helfen können.

Die Wahl des richtigen Hundes ist keine leichte Aufgabe, und es gibt viel zu bedenken. Wir erörtern die Bedeutung der Wahl der passenden Rasse, wobei Lydias fundiertes Wissen über die Charaktereigenschaften und genetischen Verhaltensweisen der Hunde besonders aufschlussreich ist. Ob es um die Größe des Hundes, die Wohnsituation oder die Zeit geht, die man einem Hund widmen kann – jeder Aspekt wird beleuchtet, um sicherzustellen, dass sowohl Hund als auch Besitzer ein glückliches und harmonisches Leben führen können.

Ein weiteres zentrales Thema ist der seit Juni 2023 verpflichtende Sachkundenachweis für Hundebesitzer. Lydia und ich diskutieren, wie dieser Kurs Hundebesitzern hilft, sich auf ihre Verantwortung vorzubereiten, und wie Hundeschulen eine Schlüsselrolle in der Erziehung und Ausbildung unserer Vierbeiner spielen.

Abschließend sprechen wir über die Wichtigkeit der ordnungsgemäßen Entsorgung von Hundekot – eine einfache, aber wesentliche Pflicht jedes Hundebesitzers, um eine saubere Gemeinschaft zu fördern. Begleiten Sie uns auf dieser lehrreichen Reise durch die Welt der Hunde und erfahren Sie, wie Sie ein verantwortungsvoller und respektvoller Hundebesitzer werden können.

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Transkript

Liebe Podcast Community, heute möchte ich mich einem Thema widmen, welches ich durch die Ausbildung meiner Frau zur diplomierten Hundev Verhaltensberaterin in den letzten Jahren kennengelernt und näher betrachtet habe. In unserer Gesellschaft und somit auch in Purkersdorf gibt es immer mehr Menschen, die einen Hund in ihrer Familie aufnehmen und diesen zu Recht lieben. Doch die Anschaffung und Haltung eines Hundes ist eine große und auch verantwortungsvolle Aufgabe, da man damit ein neues Familienmitglied über viele Jahre beheimatet, welches natürlich auch eigene Wünsche und Bedürfnisse hat. Gleichzeitig gilt es, sein Leben mit dem Hund neu zu gestalten und diesem wiederum ein richtiges Verhalten der Gesellschaft beizubringen, damit es zu keinen Problemen oder Auseinandersetzungen kommt. Für all diese Fragen und Aufgaben gibt es natürlich auch Antworten. Und daher möchte ich euch meine Frau Lydia, eine sogenannte Ur-Purkersdorferin und ihre Tätigkeit als Verhaltensberaterin für Hunde vorstellen. Ich wünsche euch eine gute Unterhaltung mit dieser Episode. Music. Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf. Ja, und heute für mich in einer sehr ungewohnten Rolle, knapp nach meinem Urlaub und der Episodenpause, möchte ich euch heute meine Frau, die Lydia Köck, vorstellen. Und das hat mehrere Gründe. Lydia ist auf der einen Seite Ur-Purkersdorferin, dass wir ein bisschen was über sie erfahren, Aber ich möchte heute auf das Thema Hunde, Hundehaltung, Verhalten von Hunden und so weiter in der Gesellschaft eingehen und Sie als Hunde Verhaltensberaterin diesbezüglich fragen. Ja, wir sitzen hier zu Hause bei uns, deswegen kann ich sagen, hallo Lydia. Hallo. Ja Lydia, gehen wir kurz auf dich ein als Person. Bist du eine sogenannte Ur-Purkersdorferin, wenn man so schön sagen kann, also seit der Geburt hier in Purkersdorf. Ja, machen wir einen kurzen Streifzug einmal durch deinen Lebenslauf. Durch mein Leben, ja. Nach dem Krankenhaus bin ich ziemlich rasch in Purkersdorf gelandet. Bin hier aufgewachsen, habe Kindergarten, Volksschule, Hauptschule in Purkersdorf besucht. Bin dann nachher in die Grafische gegangen, wo ich 1995 maturiert habe. Bin Druckvorstufeningenieur, habe dann nach der Grafischen einige Jahre in der Druckvorstufe gearbeitet, habe dann aber einen Sidestep auf die Bühne gemacht, weil mein Interesse schon immer auch Richtung Bühne gegangen ist und habe als Regieassistenz gearbeitet, habe bei interaktiven Kriminalstücken mitgemacht, auch in Kleinrollen und konnte mich da ein bisschen ausleben. Und dann bin ich wieder zurückgekommen und habe festgestellt, okay, jetzt brauche ich wieder einen 40-Stunden-Job. Bin dann zu den Bundesforsten gekommen und bin jetzt seit 2008 bei den Bundesforsten tätig, jetzt zuletzt im Lehrlingsmanagement. Okay, also das ist klar, aber es ist ja dein Hauptjob. Richtig. Wo du tätig bist. Ganz kurz noch eingehend auf deine Interessen und deine Hobbys. Wir beide haben uns im Theater kennengelernt. Ja. Das heißt, du hast auch viele Jahre Theater gespielt. Ja, richtig. Und du warst aber auch viele Jahre bei der Feuerwehr in Purkersdorf tätig. Ja, genau. Ich habe fast zwölf Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr in Purkersdorf mitgearbeitet, habe dort auch die Mitternachtseinlage langjährig auf die Bühne gebracht. Also das sind die Mitternachtseinlagen bei dem Feuerwehrball. Und konnte das so gut kombinieren. Nachdem mich aber dann ein gewisser Herr Köck für ein Theaterstück beim Theater Purkersdorf auf die Bühne gebracht hat, ist dann meine Freizeit etwas geringer geworden. Und dann musste ich mich entscheiden, entweder Feuerwehr oder Bühne und habe mich dann schlussendlich für die Bühne entschieden, wo ich dann auch einige Jahre mitgearbeitet habe und auf der Bühne stand beim Theater Purkersdorf. Ja, an das Casting kann ich mich hier noch sehr gut erinnern, liebe Hörerinnen und Hörer. Ich darf hier verraten dieses Casting. Ich habe meine Frau, die damals natürlich noch nicht meine Frau war, zum Casting eingeladen und ihr eine Rolle eben angeboten in einem Stück. Und sie hat noch so getan, als ob sie kein Interesse hätte. Erst Jahre später habe ich erfahren, dass du von Anfang an wusst, dass sie diese Rolle will. Gut, das ist aber nur so nebenbei. Gehen wir jetzt auf das Hauptthema auch ein, das ich heute besprechen will, und zwar Hunde-Hunde-Haltung. In unserer Gesellschaft gibt es schon immer mehr Hunde, die treue und liebenswerte Familienmitglieder sind. Aber dabei gibt es auch große Aufgaben. Und diesbezüglich hast du eine Ausbildung gemacht, ne? Richtig. Ich habe letztes Jahr meine Ausbildung zur Diplomierten Verhaltensberaterin abgeschlossen. Nach eineinhalb Jahren Ausbildung, praktisch und theoretisch. Und bin jetzt seit eineinhalb Jahren beim Hundesportverein Burkersdorf tätig, ehrenamtlich. Und mittlerweile auch selbstständig. Dadurch bin ich dem Thema Hund natürlich auch näher gekommen und habe mir das Ganze auch einmal natürlich wesentlich näher oder in den letzten Zeiten natürlich auch wesentlich näher angesehen und da fällt einem schon einiges auf, nämlich nicht nur die Anzahl der Hunde, sondern auch der Zugang von uns Menschen zu den Hunden, also die, die einen Hund haben und natürlich auch der Zugang von den Menschen, die keinen Hund haben, also wenn Sie der Hund in der Gesellschaft. Und deswegen habe ich gedacht, ich möchte heute mal eine Episode darüber machen und mit dir darüber plaudern, was denn so richtig und falsch eingerlich ist. Gehen wir gleich einmal hin zum Anfang, Anschaffung eines Hundes. Genau. Bei der Anschaffung eines Hundes wird oft aufgrund eines Bildes von einer Rasse, die man mal gesehen hat, entschieden, okay, so einen Hund möchte ich haben. Wenn man sich heutzutage ein Auto kauft, überlegt man sich sehr stark, wofür brauche ich es, was soll es haben, wo will ich es einsetzen, wie passt das Auto zu mir. Bei der Hundeanschaffung würde ich mir das sehr wünschen, dass die Menschen sich da auch viel mehr Gedanken machen, denn man muss sich wirklich überlegen, welcher Hund passt zu mir in mein Leben. Entschuldige, dass ich dich da unterbreche, aber für mich war das, bevor ich dem Thema auch einmal näher getreten bin, auch so ist, ich habe mir eigentlich über die verschiedenen Rassen von Hunden mir Gedanken gemacht. Ich habe auch gesagt, vom Optischen her, der gefällt mir. Von der Größe her ist ganz klar, dass man sich das anschaut, dass man sagt, großer Hund, kleiner Hund, mittlerer Hund. Aber ich habe jetzt erst gelernt durch dich, wie die Hunde in ihrem Charakter, natürlich durch die Rassen auch anders sind. Und die Bedürfnisse. Also Punkt A machen sich viele Menschen nicht einmal über die Größe Gedanken. Denn wenn wir uns jetzt einen Hund nehmen hier in der Wohnung und wir wohnen im zweiten Stock ohne Lift, kann ich mir keinen 30-Kilo-Hund anschaffen, auch wenn ich gerne große Hunde hätte. Aber ich muss daran denken, wenn der Hund krank ist, eine Operation hat, der nicht stiegensteigen kann etc., muss ich den tragen können. Und dann muss ich mir überlegen, einen 30-Kilo-Hund alleine zu tragen, Wenn der schlapp ist, das ist wirklich schwierig. Das heißt, man muss sich dann auch überlegen, was kann die maximale Größe sein, beziehungsweise wie viel Kilo sollte der Hund maximal haben, dass ich das schaffe. Also grundsätzlich ist es einmal so, ich sollte mal damit auseinandersetzen, eben mit der Rasse, klarerweise größer. Und was hat diese Rasse auch für Eigenschaften? Richtig, jede Rasse hat eine eigene Eigenschaft oder eigene Eigenschaften, Es sind ja immer mehrere. Aber es gibt halt Hütehunde, die wollen hüten. Es gibt Jagdhunde, die sind gezüchtet worden, um zu jagen. Und wenn ich im Wiener Wald wohne und mir vornehme, dass ich einen Hund ständig ohne Leine erlaufen lassen möchte, jetzt einmal davon abgesehen, dass es nicht erlaubt ist im Wald, dann muss ich mir eigentlich Gedanken darüber machen, dass ich das hier im Wald mit so viel Wild gar nicht machen kann. Aber die Hunde, die Verhaltensberatung, die du ja machst, die geht ja dann speziell eben auf dieses Verhalten der verschiedenen Rassen ein. Verhalten, also das, was wir Menschen als verhaltensauffällig bezeichnen, ist aus Hundesicht oft gar keine Auffälligkeit. Es ist oft ein ganz normales hundisches Bedürfnis, manche Sachen zu tun, so wie sie es tun. Nur in unserer Gesellschaft brauchen wir dann eben kein Bellen in einer Wohnhausanlage. Ein Spitz, der aber dafür gemacht wurde oder der generell sehr viel bellt, da wird das Ganze ein bisschen schwierig sein. Und dann wollen die Menschen, dass der nicht bellt. Und im Prinzip muss ich dem Hund dann etwas beibringen oder abtrainieren, wofür er genetisch eigentlich gemacht ist. Und das ist ein schwieriges Unterfangen. Das heißt, wenn ich jetzt einen Hund will, sollte man eben zuerst einmal sagen, okay, welche Größe klarerweise von meinem Lebensraum passt, welche Rasse, was ist denn seine Ausrichtung, dem Hüttehund oder Jagdhund oder sonst was. Das heißt, wenn ich kein Jäger bin, wird ein Jagdhund nicht rasend interessant sein oder gut sein, weil ich dem seine Bedürfnisse nicht stillen kann. Kann man schon, weil es gibt natürlich Ersatztrainings, die man anbieten kann, dass auch ein Jagdhund seine Bedürfnisse stillen kann. Aber man muss es halt dann umlenken auf etwas anderes. Aber vor der Anschaffung ist wahrscheinlich auch notwendig, dass ich mir meinen eigenen Lebensablauf ansehe. Und mir dann auch bewusst ist, wie sich mein Lebensablauf ändern wird, wenn ich den Hund habe. Richtig. Man muss sich einfach überlegen, ob die Zeit überhaupt für den Hund da ist. Wenn wir zwei uns jetzt einen Hund anschaffen würden und wir beide 40 Stunden arbeiten, dann würde sich das ganz schwer einrichten lassen bei uns, wenn wir den Hund nicht mit in die Arbeit nehmen können. Ich muss nun mal einen Hund auch dreimal am Tag ausführen. Ich muss mit ihm trainieren. Ich muss ihm was beibringen. Ich muss schauen, dass er in der Gesellschaft so agiert, dass andere Menschen nicht belästigt werden. Und das kostet einfach Zeit. Und ein Hund ist ein soziales Lebewesen, der möchte auch Sozialkontakt und für den ist das ganz untypisch, wenn er alleine in der Wohnung bleiben soll. Kurze Zeit ist das sicher kein Thema, aber ich kann einen Hund nicht acht Stunden am Stück in der Wohnung lassen. Aber beim Ablauf des eigenen Lebens, also ich würde mir überlegen, Urlaub zum Beispiel ist so ein Thema. Richtig, ja. Ich muss natürlich einen Plan B haben. Wenn ich auf Urlaub fahre, muss man überlegen, wo kann der Hund dann hin? Habe ich Familienmitglieder, wo der Hund hin kann? Wenn ja, kennt er die auch, weil das ist ja auch wichtig. Ich kann den Hund nicht irgendwo hingeben zu fremden Leuten oder in eine fremde Umgebung. Wenn ich jetzt einmal eine Woche auf Urlaub fahre, das muss ja auch alles aufgebaut werden, damit er das kennenlernen kann, damit er auch Vertrauen hat. Das muss ja auch passen. Oder gebe ich ihnen eine Pension, eine Hundepension? Da muss ich mir überlegen, okay, was kostet mir das? Das kostet nämlich auch ganz schön viel Geld, wenn ich so ein, zwei Wochen Hundepension nehme. Okay, aber wenn ich das jetzt sozusagen gedanklich durchhabe, ich gehe mal davon aus, ich schaffe mir jetzt einen Hund an. Ich überlege mir mal Größe und Rasse, okay, Haarkadl habe ich gemacht. Ich überlege mir meinen Lebensablauf oder wie ändere ich meinen Lebensablauf. Okay, sagen wir mal, habe ich auch gemacht, passt auch. Jetzt stellt sich dann für mich die nächste Frage, Welpe oder einen älteren Hund oder Hund aus dem Tierheim. Genau, das ist auch eine Entscheidung, die man sich vorab überlegen muss. Ein Welpe ist wirklich süß, bringt alle Herzen zum Schmelzen, aber ein Welpe ist wirklich viel Arbeit. Und das unterschätzen ganz, ganz viele Menschen. Die nehmen sich einen Welpen, das ist wie ein Baby zu Hause zu haben. Der muss alle zwei Stunden dann mal raus am Anfang. Der kann noch nicht allein bleiben. Der weiß noch nicht, dass er nicht in die Wohnung machen soll. Das muss man ihm alles beibringen. Wie lange dauert das? Das ist ganz unterschiedlich. Das kommt auf den Welpen an, auf das Tier an. Im Prinzip, wenn man das am Anfang gut managt, dass man wirklich gleich immer rausbringt, dann ist das in ein paar Wochen wahrscheinlich erledigt, das Thema. Aber ein paar Wochen ist es halt intensiver Arbeit. Aber es ist wirklich intensive Arbeit, ja. Da stellt sich für mich auch die Frage, Hund, der hat dann auch in der Familie eine Bezugsperson? Können das mehrere sein? Konzentriert sich der Hund dann nur auf einen hauptsächlich? Es gibt meistens eine Hauptbezugsperson. Das ist zumeist jene Person, die mehr mit ihm trainiert oder macht. Ist. Aber im Familienverbund ist das aber trotzdem kein Problem. Also da wir da mit beiden arbeiten. Wichtig ist, das ist auch zu bedenken, wenn man sich einen Hund nimmt, dass man bei der Hundeerziehung ähnlich wie bei der Kindererziehung an einem Strang ziehen muss. Das heißt, wenn der eine Verhalten durchgehen lässt, der andere nicht, dann wird sich früher oder später ein Problem entwickeln. Also Bad Cop, Good Cop ist keine gute Idee. Nein, ist keine gute Idee, außer man möchte es sehr spannend haben. Okay. Also Welpe, viel Arbeit, hat man aber den Vorteil, dass man sich den Welpen gleich von Anfang an selbst erziehen kann. Und zumeist, zumindest wenn er von einem guten Züchter ist, schon den Welpen kennt, den Züchter kennt und die Eltern kennt von dem Hund. Das heißt, man kennt die Umgebung des Hundes und weiß hoffentlich, dass der Welpe in einer ruhigen und guten sozialen Gruppe aufgewachsen ist. Da ergeben sich natürlich dann auch weniger Verhaltensauffälligkeiten für die Zukunft. Wenn ich jetzt einen Hund aus dem Tierschutz nehme, kann man da wirklich tolle Hunde bekommen. Kann aber sein, dass man vom Vorleben des Hundes gar nichts weiß. Und es gibt nicht nur alte Tiere im Tierschutz, es gibt auch viele Welpen, die aus dem Tierschutz kommen. Aber wahrscheinlich kann man natürlich zumindest mit den Pflegerinnen und Pflegern im Tierheim reden und fragen, wie sich der Hund verhalten hat in den letzten Wochen oder so, wie er heute dort gelebt hat. Ja, wobei Tierheim für die Tiere natürlich ein wahnsinniger Stress bedeutet. In einem Tierheim sind ganz viele Hunde, es wird nur gebellt, es ist laut. Das heißt, die haben Ausnahmezustand. Die haben dort oft Ausnahmezustand. Da ist natürlich das Verhalten des Hundes ein bisschen anders, wie wenn er dann in eine Familie kommt und zur Ruhe kommen kann. Da kann man dann ein Glück haben, man kann aber auch natürlich ein Pech haben, dass sich der Hund dann in eine ganz andere Richtung entwickelt, weil man das vorher gar nicht gesehen hat. Apropos zur Ruhe kommen, das ist ja eine Frage, die ich habe auch schon öfters natürlich gesehen oder die Unterschiede. Manche machen ja extrem viel, speziell mit den Welpen. Ein Hund hat aber, wie ich auch von dir gelernt habe, ein großes Schlafbedürfnis. Ja, ein sehr großes. Und die Welpen sogar ein riesengroßes Schlafbedürfnis. die sollten an die 20 Stunden schlafen pro Tag. Und das ist wirklich viel. Bei den Spaziergängen oder bei den Aktivitäten nach draußen ist es pro Lebensmonat fünf Minuten, die man rausgehen soll. Das heißt, wenn der Welpe drei Monate alt ist, sind das 15 Minuten über den Tag verteilt, das man mit ihm machen soll. Na gut, dann gilt diese Rechnung nicht für uns Menschen, weil mit meinen Alten müssen wir die dann wahrscheinlich schon eine Woche am Hermann schieren. Ja, angenommen, ich habe das jetzt alles durchgeistig, aber es gibt jetzt auch, ich nenne es jetzt einmal ganz plump, seit kurzem gibt es ja auch den Hundeführerschein. Es gibt den Sachkundenachweis für Hunde. Ja, also doch der Hundeführerschein. Nein, nicht wirklich. Meiner Meinung nach sollte es wirklich zu einem Hundeführerschein kommen, Denn es nehmen sich viele Menschen, Hunde bedenken vieles gar nicht. Ja, aber was ist dieser Sachkundenachweis? Der Sachkundenachweis ist folgendes, man muss seit Juni 2023 einen vierstündigen Nachweis der Sachkunde eines Hundes bei der Gemeinde vorlegen, wo man den Hund anmeldet. Und das ist ein vierstündiger Kurs, drei Stunden Theorie und eine Stunde mit einem Tierarzt. Und den sollte man eigentlich im besten Fall machen, bevor man einen Hund hat? Im besten Fall ist es davor zu absolvieren. Der Gesetzgeber sagt aber, man hat Zeit bis sechs Monate nach dem Erwerb des Hundes. Und wo kann man den machen? Den Sachkundenachweis bieten verschiedene Hundeschulen oder Hundetrainer an. Das heißt natürlich auch der Hundesportverein Burgers. Zum Beispiel, genau. Okay, also wenn man dieses ganze Paket hat, dann ist man sich wirklich bewusst. Natürlich, dann weiß man auch genau, was auf einen zukommt und dann ist man sozusagen gewappnet für die… Richtig, also wirklich die Basisinformationen bekommt man in dem Kurs. Deshalb wäre es auch sinnvoll, den wirklich vor der Anschaffung eines Hundes abzuhalten, den Kurs, weil man doch vielleicht ein paar Ansätze mitbekommt, wo man sich dann vielleicht überlegt, okay, das habe ich noch gar nicht bedacht. Zum Beispiel Futter, was füttere ich meinem Hund, wie hoch sind Tierarztkosten zum Beispiel. Ja, das ist auch ein Punkt. Zum Beispiel natürlich Gesundheit des Tieres, Tierarzt und Pflege, das ist natürlich auch alles ein finanzieller Aufwand. Ja, genau. Und das ist auch etwas, was man in seine Überlegungen einfließen lassen sollte. Vor Anschaffung eines Hundes möchte ich einen Hund haben, den ich regelmäßig zum Hundefusor führen muss, weil dieses Haarkleid einfach wächst und getrinkt werden muss. Oder möchte ich einen kurzhaarigen Hund haben, wo das nicht notwendig ist? Das sind auch Überlegungen, die man sich vorab vielleicht stellen sollte. Da komme ich auch zu einem Thema, ich sage es auch wieder ganz banal, früher habe ich geglaubt, eine Hundeschule, da geht man nur mit einem Hund hin, wenn man den sozusagen trainieren oder ausbilden lassen will. Da bin ich ja mittlerweile eines Besseren belehrt worden. Richtig. Eine Hundeschule ist wirklich für jeden Hund, unter Anführungszeichen auch für jeden Alltagshund wirklich sinnvoll. Absolut. Und meiner Meinung nach gehört auch eine Verpflichtung dazu, wenn man sich in einen Hund nimmt, dass man in eine Hundeschule gehen sollte. Ein Welpenkurs ist gleichzusetzen wie bei unseren Kindern mit einem Kindergarten. Und der Junghundekurs, der dann im Anschluss folgt, ist gleichzusetzen mit einer Grundschule. Und wenn diese zwei Kurse nicht absolviert werden, nimmt man eigentlich dem Hund ziemlich viel Basis. Die Hundeschulen haben aber auch viele Angebote, wo es eigentlich in weiterer Folge dann einfach um Beschäftigung auch für den Hund und für den Hundeführer oder die Führerin geht. Richtig, ja. Also da geht es um Hundesport, wie Agility, Hoopers, Rallye Obedience. Das ist eine Art Unterordnung auf spielerische Art und Weise. Es gibt aber auch die Begleithundekurse, wo man dem Hund also wirklich die Basiskommandos beibringt und dann auch eine Prüfung absolviert. Da gibt es verschiedene Stufen. Und prinzipiell braucht ein Hund, um ein glückliches Hundeleben zu führen, drei Säulen. Die erste Säule ist die körperliche Beschäftigung, die zweite Säule ist die geistige Auslastung und die dritte Säule ist der Schlaf. Ja, und wenn diese drei Säulen nicht im Gleichklang schwingen, dann wird der Hund sehr unausgeglichen. Und da helfen natürlich Hundeschulen oder Hundesportvereine sehr mit, dass man dem Hund seiner Rasse entsprechend oder seinen Bedürfnissen entsprechend oder seinem Hobby entsprechend auch auslasten kann. Bleiben wir gleich einmal bei der Problematik oder bei dem Punkt Überforderung. Es kann ja sein, dass ich mir jetzt einen Hund angeschafft habe und de facto überfordert bin mit der Aufgabe. Was mache ich dann? Also am besten wäre natürlich, man überlegt sich das vorher, dass man dann nachher die Überforderung nicht hat. Ich würde mir wünschen, vor Anschaffung eines Hundes, dass man einen Hundetrainer oder eine Hundeschule kontaktiert und sich einmal beraten lässt, was für eine Art Hund passt denn zu dem Leben. Weil von außen sieht man das natürlich ein bisschen anders wie jemand selbst. Also mir gefallen zum Beispiel Border Collies irrsinnig gut oder Australian Shepherds. Aber ich würde mir nie so einen Hund nehmen, weil ich den nicht richtig auslasten kann. Ich kann seine Bedürfnisse nicht stillen. Das heißt. Was sozusagen eine eigene Hunderasse braucht und wie sich der Hund verhalten wird, kann man zum Beispiel bei dir auch vorher erfahren oder bei Hundeschulen, dass man hingeht und sagt, ich hätte vor, mir eine XY-Rasse zu nehmen. Ja, genau. Passt das zu mir. Man spricht dann über sein eigenes Leben und da kriegt man sozusagen von außen das Feedback, dass man sagt, naja, wird vielleicht schwierig oder passt genau. Ja, oder man geht auch in ein Tierheim und holt sich einen Hund und nimmt auch einen Hundetrainer mit. Weil der dann auch ein bisschen den Hund austesten kann. Es gibt ein paar Sachen, die kann man natürlich dann schon testen, ob der mit Kindern kann, ob der geduldig ist, ob der hohe Frustrationstoleranz hat, Und das kann ich schon im Vorab auch ein bisschen, wenn ich in Richtung Verhalten schauen möchte, schon abklären auch. Hundertprozentig geht es natürlich nie. Wenn man trotzdem zur Überforderung kommt, nehme ich mal an, ist das Beste, man würde das Tier entweder, wenn man es von einem Züchter hat, dem Züchter, wenn es geht, zurückgeben oder zumindest ins Tierheim, aber bitte nicht aussetzen. Auf jeden Fall, weil das ist ein Lebewesen und es würde auch niemand auf die Idee kommen, sein Kind irgendwo anzubinden und auszusetzen. Es gibt die Tierheime, die nehmen die Tiere in Empfang, wenn es gar nicht geht. Eventuell auch vorher noch einen Trainer kontaktieren und schauen, ob man vielleicht mit ganz einfachen Sachen noch eine Änderung herbeibringen kann. Oft sehen die Trainer natürlich aufgrund ihrer Ausbildung, dass das Problem eigentlich ganz woanders liegt. Das sehen oft Besitzer gar nicht mehr oder wissen es auch nicht. Viele beschäftigen sich auch nicht mit der Körpersprache des Hundes. Und Hunde kommunizieren aber nun mal sehr stark mit Körpersprache. Es wird besser, aber es ist heute noch bei vielen Hundehaltern so, dass sie auf die Körpersprache des Hundes gar nicht achten. Gehen wir hier jetzt auch gleich auf das Thema ein, Verhaltensberatung. Du bist Verhaltensberaterin, was wird da genau angeboten? Das heißt, wann nehme ich dein Service in Anspruch? Immer dann, wenn es ein Problem mit dem Hund gibt. Wäre es gut, wenn man einen Verhaltensberater oder Beraterin zu Rate zieht. Das ist zum Beispiel, wenn der Hund nicht allein bleiben kann, wenn er an der Leine pöbelt, wenn er zu Hause alles zerstört, wenn der Hund Angst hat, der Hund dich ignoriert zum Beispiel. Oder man möchte einfach den Hund auch auslassen und richtig beschäftigen, dass man schaut, okay, was passt für den Hund. Dann kontaktiert man am besten einen Trainer oder einen Verhaltensberater und lässt sich, so wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, einfach beraten. Gehen wir noch auf den Punkt ein, was sind jetzt alles noch deine Angebote und Ideen für die Zukunft? Mein Wunsch ist, Für die Zukunft ist einfach dadurch, dass es viele, viele Hunde mittlerweile gibt, dass dieses Miteinander ein bisschen besser wird. Ich habe das Gefühl, dass jeder auf den anderen zeigt, wenn er irgendwie einen Hund hat, der mal in die Leine geht oder der bellt oder der irgendwie auffällig ist und sagt, naja, aber das muss man doch schon machen können und da muss man gescheit trainieren und hin und her. Das heißt, jeder weiß immer beim anderen alles besser, aber in Wirklichkeit weiß man gar nicht, was dahinter steckt. Und als Verhaltensberater schaut man immer, warum tut der Hund das? Das heißt, man behandelt nicht die Auswirkung, sondern die Ursache. Richtig, ja. Versucht die Ursache herauszufinden. Genau, genau. Und in Wirklichkeit trainiert man ja als Hundetrainer oder Hundetrainerin oder Verhaltensberaterin den Menschen. Weil ich kann ja nur den Menschen sagen, okay, warum tut der Hund das? Und ich weiß es auch, der beste Trainer oder die beste Trainerin wird es auch nicht hundertprozentig wissen. Weil der Hund kann nicht mit uns reden und wir können nur Mutmaßungen in Wirklichkeit anstellen. Wir können versuchen, ihn zu lesen, seine Körpersprache zu lesen, sein Verhalten einzuordnen. Und dann kann man Ansätze suchen, wie man versucht, mit dem Hund zu arbeiten. Und dazu muss ich aber den Menschen erklären, wie muss er überhaupt mit dem Hund arbeiten. Das heißt, die Verhaltensberatung ist natürlich eine Kombination, den Hund lesen sozusagen, sagen, aber sich aus der Metaebene auch die Lebensart vom Hundehalter und Hund ansehen, um hier eingreifen zu können und sagen zu können, welche Änderungen kann man vornehmen, damit ein harmonisches Miteinander gestaltet werden kann. Ja, das ist richtig. Und wenn einmal eine Verhaltensauffälligkeit da ist, ist das auch kein Prozess, der in zwei, drei Wochen erledigt ist. Es gibt so viele Videos auf den Social-Medien-Kanälen, wo versprochen wird, dass in zwei Wochen eine komplette Änderung von irgendeinem Verhalten da ist. Das kann nicht funktionieren. Und es gibt auch viele Trainer, gerade auf den Kanälen, da muss man wirklich aufpassen, die mit Methoden arbeiten, die aus der Steinzeit kommen, sage ich jetzt mal. Ich arbeite immer mit positiver Verstärkung. Da muss man wirklich aufpassen, wo man sich den Rat herauszieht und es gibt doch kein Schema F, was für jeden Hund passt. Jeder Hund ist ein eigenes Individuum. Und muss auch dementsprechend eigen angesehen werden und beurteilt werden. Ja, na gut. Wie immer, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, für alle, die in dieses Thema tiefer einsteigen wollen und sich da informieren wollen, alle Infos dazu, Homepage, Adressen und so, findet ihr wie immer in meinen Shownotes oder auf der Seite hallo-Purkersdorf.blog zu dieser Episode. Aber jetzt möchte ich gerne noch einmal zu dir als Person auch eingehen, Lydia. Wir haben ja schon gesagt, du bist eine sogenannte Ur-Purkersdorferin. Deine Beziehung zu Purkersdorf? Ja, Purkersdorf ist definitiv meine Heimat. Ich habe schon ein paar Mal probiert, woanders zu wohnen. Das hat immer gänzlich missglückt. Nein, ich wohne wirklich sehr gerne in Purkersdorf. Wir waren jetzt auch fast drei Wochen im Ausland auf Urlaub, haben das sehr genossen, aber das Zurückkommen und das Gehen im Wald hier in unserer Heimat ist einfach wirklich Heimat und Erdung. Unsere Wurzeln. Unsere Wurzeln, definitiv, ja. Was ich auch allen die Frage stelle, weil ich es interessant finde, wie die Überlegungen dazu sind, Wünsche für die Zukunft in Purkersdorf. Das heißt, was würdest du dir wünschen, dass du sagst, in den nächsten 15, 15 Jahren, wohin soll sich Purkersdorf entwickeln? Ich finde Burkersdorf ist eine wirklich tolle Stadt, hat sich schon sehr stark entwickelt. Nachdem mein Herz schlägt für Hunde und für die Gesellschaft mit Hunden, würde ich mir wünschen, dass man vielleicht sogar ein bisschen ein hundefreundliches Purkersdorf schafft, dass wir vielleicht noch eine zweite, etwas größere Hundebegegnungszone hätten. Die, die wir haben, ist relativ klein, dass man rücksichtsvoll in der Gesellschaft mit Hunden umgeht. Das heißt nicht nur die, die keine Hunde haben, sondern auch vor allem jene, die Hunde haben, dass die eben die Hauferl nicht liegen lassen, sondern wirklich wegräumen und die Sackerl dann nicht durch die Gegend schmeißen und irgendwo in den Wald schmeißen, sondern wirklich in einen Müllcontainer schmeißen. Weil es ist nicht wirklich ein Glück, wenn man da reintritt. Nein, das ist es definitiv nicht. Und ich ärgere mich dann wirklich über viele Hundebesitzer, weil das ist das Geringste, was wir machen sollten. Und es ist auch unsere Pflicht, dass wir das wegräumen. Na super. Ja, dann kann ich nur sagen, für alle, wie gesagt, die das Thema dann auch noch tiefer interessiert, bitte in den Shownotes oder auf der Homepage www.schallerminnesPurkersdorf.blog nachlesen. Ja, und dir, Lydia, sage ich danke für das Interview. Ja, ich danke auch. Und euch, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, sage ich wie immer, danke fürs Zuhören und ciao, bis zur nächsten Episode.

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