Hallo Purkersdorf

Der Talk über Menschen und Themen

Epic Games

Erwin Kiennast und die Essenz der Filmmusik

03.04.2024 32 min

Zusammenfassung & Show Notes

Der Künstler, Musiker und Musikproduzent Erwin Kiennast startet mit einem einem neuen und fulminanten Projekt namens EPIC GAMES. Dieses feiert am 11. April 2024 im Stadtsaal Purkesdorf seine Premiere. Mit absoluten Top-Künstlerinnen und Künstlern nimmt er uns mit auf eine Reise durch die Welt der Filmmusik, Gefühlen und Eindrücken. Dabei tauchen wir in verschiedene Filmgenres ein und werden auch zur Mitgestaltung aufgefordert. Eine komplett neues Musik- und Filmerlebnis, welches auch für die Künstlerinnen und Künstler Neuland bedeutet. Erwin Kiennast experimentiert und komponiert musikalisch schon sein ganzes Leben sehr erfolgreich. Immer wieder stellt er sich neuen Herausforderungen. Wie kam es nun zu dem Projekt EPIC GAMES, was dürfen wir uns alles davon erwarten und was sind vor allem die Gedanken von Erwin Kiennast dabei. All das hört ihr in dieser Episode, bei welcher ich euch eine gute Unterhaltung wünsche.

HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf



EPIC GAMES
Erwin Kiennast, Komponist von Filmmusik aus Gablitz, gewährt uns exklusive Einblicke in seine Welt voller epischer Klangwelten. Sein neuestes Werk "Epic Games" steht kurz vor der Präsentation im Stadtsaal von Purkesdorf und verspricht, die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise zu nehmen, die ihre Herzen berührt und die Seele kitzelt. Erwin, dessen Herz seit mehr als zwanzig Jahren für die Filmmusik schlägt, teilt Geschichten von den Höhen und Tiefen seiner Karriere, von der Arbeit am Kiddy Contest bis zu seinen aktuellsten kreativen Unterfangen. Die einzigartige Verbindung, die er zu jedem seiner Projekte fühlt, und die magische Synergie, die durch die Zusammenarbeit mit Orchestern entsteht, sind dabei nur einige der Schätze, die wir in dieser Episode heben.

Erleben Sie auch, wie eine Reise in die afrikanische Wildnis zu einem unerwarteten Quell der Inspiration werden kann. Die Weite des Himmels, die Nähe zu wilden Tieren und eine herzliche musikalische Begegnung mit einem Massai-Stamm – all dies füllt die künstlerische Seele mit neuer Energie und sorgt für eine kreative Fülle, die später in den Kompositionsprozess einfließt. Ich berichte von dieser kraftvollen Erfahrung und wie selbst die einfachsten Instrumente, wie eine Melodika, Brücken zwischen Kulturen bauen können. Freuen Sie sich auf eine Episode, die den Puls der Zeit trifft und die eine Vorfreude auf Erwins neues Projekt teilt, das trotz aller Herausforderungen und Risiken hoffentlich ein triumphaler Erfolg wird.

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Erwin Kiennast Blog-Beitrag: https://hallo-purkersdorf.blog/2022/08/31/erwin-kiennast/

HALLO PURKERSDORF BLOG: https://hallo-purkersdorf.blog/2024/04/03/epic-games/




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Transkript

Music. Künstler, Musiker und Musikproduzent Erwin Kienast startet mit einem neuen und fulminanten Projekt namens APIC GAMES. Dieses feiert am 11. April 2024 im Stadtsaal Purkersdorf seine Premiere. Mit absoluten Top-Künstlerinnen und Künstlern nimmt er uns mit auf eine Reise durch die Welt der Filmmusik, Gefühlen und Eindrücken. Dabei tauchen wir in verschiedene Filmshows ein und werden auch zum Mitgestalten aufgefordert. Ein komplett neues Musik- und Filmerlebnis, welches auch für die Künstlerinnen und Künstler Neuland bedeutet. Erwin Kienast experimentiert und komponiert musikalisch schon ein ganzes Leben lang sehr erfolgreich. Immer wieder stellt er sich neuen Herausforderungen. Wie kam es nun Nun zu dem neuen Projekt Epic Games. Was dürfen wir uns alles davon erwarten? Und was sind vor allem die Gedanken von Erwin Kiennast dabei? All das hört ihr in dieser Episode, bei welcher ich euch eine gute Unterhaltung wünsche. Music. Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf. Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf. Heute wiederum in der Nachbargemeinde Gablitz. Und ich freue mich sehr, bei dem multifunktionalen Künstler Erwin Kienast wieder zu Gast sein zu dürfen. Servus Erwin. Hallihallo. Ja, warum sind wir heute beim Erwin? Wir haben ja den Erwin bei Hallo Purkersdorf schon kennengelernt als Mensch. Aber es gibt ein neues Projekt von dir. Und zwar das Projekt heißt Epic Games und wird am 11. April im Stadtsaal von Purkersdorf im Rahmen einer Book-Veranstaltung vorgestellt. Genau, und auf dieses Projekt wollen wir heute natürlich näher eingehen. Wie ist es dazu gekommen? Was dürfen wir uns alles erwarten? Ja, wir haben in der ersten Episode über dich schon sehr viel erfahren, über dein wirklich sehr bewegtes Leben, über deine Liebhabereien zur Musik hin, vor allem über deine Tests, die du eigentlich im ganzen Musikbusiness machst. Du bist eigentlich ein stetig Unruhender. So ist es. Ich bin immer neugierig. Ich würde sagen, nicht unruhig, sondern ich bin immer neugierig. Und Neugier schafft halt meine Unruhe. Und dein neues Projekt, wie gesagt, was wir am 11.04. Im Stadtsaal sehen dürfen, handelt eben im Großen. Um Filmmusik. Du magst ja, du produzierst ja sehr viel Filmmusik. Ja, ich habe natürlich den Cindy Contest und diese alles Sachen gemacht und da wurde ich auch in diese Richtung promotet. Und in Wirklichkeit mache ich seit neben dieser Arbeit auch seit 20 Jahren Filme, große Naturdokus, Spielfilme. Das habe ich langsam aufgebaut und das ist jetzt sozusagen meine Haupttätigkeit geworden. Das und ich habe ja diese Klangmaschine, das Klavitar, innerhalb von 15 Jahren entwickelt. Ich habe auch alles, was man hier an Video-Equipment und Computer und Programmen hat, um quasi Neues hier zu entwickeln, neben der Tätigkeit, dass ich diese Filme betone. Und das Interessante ist, dass jeder einzelne Film, jedes einzelne, sagen wir so, cineastische Machwerk immer eine Herausforderung ist und immer, ob der 30 Sekunden ist oder ob das zwei Stunden ist, es ist ganz egal, du musst bei jedem dieser Filme oder Musicals oder was immer es ist, musst du diese Essenz finden Und das ist immer, kann, ist nicht immer, aber kann oft ein sehr schmerzvoller Weg sein. Man merkt ja bei dir auch, auch ich jetzt, wo wir über dieses Projekt sprechen oder über die Projekte, muss man eigentlich sagen, sprechen. Dass du eine wahnsinnig persönlich nahe Verbindung zu deinen Projekten hast. Du siehst das nicht sozusagen als Arbeit, da steckt wirklich der Erbe in das Mensch drin. Ja, das ist ein Vorteil und andererseits ein Nachteil. Du musst dir vorstellen, wenn Menschen kommen und schon eine genaue Vorstellung haben, geht das bei mir nicht ganz so. Also ich muss es immer ein bisschen durch meine Person durchjagen. Ich muss auch für eine Sache noch etwas Zusätzliches einbringen. Ich arbeite ja auch immer hier mit Musikern, mit Orchestern. Ich könnte das ja alles mit den Computern, das ist ja alles machbar. Aber ich investiere in Wirklichkeit auch, weil diese Kohle geht ja von meiner Gansche weg sozusagen. Ich investiere, weil ich glaube, dass mehrere Seelen dann einen Film im wahrsten Sinne des Wortes dann beseelen und ihm eine andere Dimension bringen. bringen. Bei einer Filmmusik ist es so, da gibt es auf der einen Seite jene Dinge, die du machen musst. Nehmen wir ein Beispiel her. Angenommen, du hast eine Szene in einer Diskothek und es soll ein bisschen Ravkumora-mäßig klingen, hier und jetzt. Na, dann magst du diese Musik hier, brauchst du diese Musik nicht durch deinen eigenen Körper hundertmal jagen, sondern das wird hier gebraucht oder es kommt kommt was aus dem Radio. Aber wenn du hier das Hauptmotiv hast oder wenn du hier eine Beziehung hast zwischen zwei Menschen und Beziehungen zwischen zwei Menschen sind ja nicht immer weiß und schwarz. Das ist vielleicht im Blockbuster, da gibt es den Guten und da gibt es den Bösen, aber in Wirklichkeit ist es unglaublich vielschichtig. Und diese Vielschichtigkeit kann man schwer oft mit Worten ausdrücken. Und hier hilft die Musik extrem. Sie bringt dich in die richtige Stimmung. Sie lenkt dich ab. Ja, und das ist unheimlich spannend für mich. Ich kann die Figuren mit der Musik beeinflussen. Und ich sage das oft gar nicht so genau, was ich mache, weil es ist ja jeder am Gotteswillen. Du bringst das ja dort oder da hinein. Es passt dann schon zum Schluss. Aber ich brauche für mich einen Antrieb. Und ohne diesen Antrieb ist es ja nur Geschäft, ist es ja nur ein Job. Und sagen wir mal so, in meinem ganzen Leben ist es nicht nur gegangen, gegangen um das Geldverdiener, sondern ich habe es immer umgekehrt gemacht. Ich habe mir gedacht, es muss Spaß machen, es muss irgendwas drinnen sein, dass ich etwas lerne. Ich möchte nicht heute dasselbe machen wie in ein paar Jahren, sondern es soll immer wieder ein bisschen anders sein. Es ist auch spannend, dass du das sagst. Ich habe erst vor kurzem gehört, dass man sozusagen durch das Tun, das Tun ist das Lernen. Also nicht das drüber nachdenken, sondern das Tun In der immer wieder werdenden Wiederholung kommt man auch zur Perfektion hin oder der Nähe. Natürlich. Es ist genauso wie bei dem Programm Epic Games. Ich habe vorher das Listen gemacht und ja, das werde ich machen. Und dann habe ich gesehen, naja, ich brauche nicht die Vergangenheit nachbilden. Ich werde es teilweise neu vertonen und habe damit angefangen. Und dann bin ich draufgekommen, im Arbeiten selber, das passt aber jetzt da irgendwie nicht ganz. Oder sollte ich mir das da nicht, dann mache ich es mir da hier zu einfach. Weil ich realisiere das mit Musikern und hier mit diesem Clavidar. Das heißt, das kann ich nicht so umsetzen, wie wenn ich da jetzt 40 Mann Orchester habe und enorme Möglichkeiten im Studio. Aber die Essenz muss genauso drinnen sein. Und da kannst du eben nicht so, das kannst du nicht so umsetzen, eins zu eins, weil da müssen wir ein Orchester nehmen, es sind dort 40 Leute, das kann kein Mensch bezahlen, das muss man sagen, das bringt man in den Staatsanwalt, da wurde erst einmal der Akkord nicht richtig auf die Bühne, dann habe ich es natürlich leicht, ich teile die Noten aus und dirigiere das und, drehe mich um und grinse jetzt, wo sie jedes Stück ja spielen, die sind ja teilweise pianistisch recht anspruchsvoll. Genauso beim Reden, du erklärst jetzt was, jetzt musst du aufpassen, dass du nicht zu lang wirst. Oder dass völlig unwesentliche Sachen hier erzählt werden. Naja, und das übe ich jeden Tag und jetzt habe ich den ersten Teil dieses Konzertes, der ist jetzt fertig, ich bin schon im zweiten Teil drinnen, aber da geht es auch noch ein bisschen drum und drunter und drüber an. Und dann kommen noch die Künstler und die interpretieren was und da sage ich, ich weiß nicht, ich glaube, bist du nicht ganz passend? Ich bringe die mal anders hin. Für mich ist wichtig, dass immer die Basis-Emotion, die man sich vorstellt, dass diese Emotion erreicht wird, aber mit den jeweiligen Menschen. Es hat keinen Sinn, wenn ich sage, du musst das jetzt so und du musst das jetzt so und so machen. Wenn das nicht in sich in jemand ist, ist, dann ist das nicht super. Dann ist das bestenfalls in Ordnung. Und ich glaube, wenn was in Ordnung ist, ich habe gern, dass wer sagt, das ist scheiße, oder es ist super. Aber wenn wer sagt, ja, es war eh ganz gut, das ist das Schlimmste. Wie du eben ja auch schon gesagt hast, Gefühle, Seele, auf den Punkt würde ich gern, bevor wir zum Konzert nochmal kommen und tiefer dort eintauchen, aber ich würde gern auf Gefühle, Menschen Menschen und Seele eingehen. Du warst ja erst kürzlich in Afrika, in Tansania. Ja, es war eine geplante Reise. Teilweise natürlich aus beruflicher Seite, weil in der Richtung ein Film kommt. Und zweitens habe ich natürlich auch ein bisschen das Land kennenlernen wollen. Und dann sind wir halt dort hingeflogen. Und es war einfach unheimlich beeindruckend. Das hat mich natürlich beflügelt und die Landschaft ist halt was anderes. Das ist genau der Punkt, den du jetzt ansprichst, der mich auch fasziniert hat, dass ich habe deine Facebook-Posts hier verfolgt. Und da habe ich gemerkt, wie du am 14. Februar, wie du losgeflogen bist, hast du noch einen Post abgesetzt. Hurra, ich fliege los, freue mich wahnsinnig, ich habe mein Keyboard und mein Mikro dabei, los geht's. Und das nächste Post war dann sofort dahingehend, dass du beeindruckt bist von der Landschaft. Und kurz darauf oder Tage darauf kam auch für mich ein sehr berührendes Post von dir, weil du bist plötzlich auf den sehr frühen Tod deiner Schwiegertochter eingegangen. Ja, das war, sagen wir so, es war in irgendeiner Form ein bisschen absehbar. Das hat die Sache vielleicht, ich will nicht sagen leichter gemacht, aber es war, man hat halt gehofft, es wird eh alles gut und dann kommt halt dieses Ereignis. Ich hatte mir allerdings die Landschaft dort und die Menschen, das hat mir hier sehr geholfen. Weil wenn du da in dieser Serengeti bist, das ist wie ein unendliches grünes Meer. Der Himmel berührt sozusagen den Boden und es ist eine Ewigkeit, die du vor dir siehst. Und es ist wirklich so, es ist wirklich so fast kitschig. Du hast tausend Zebras, du hast 500 Gnus, vor dir liegen 30 Löwinnen. Die Löwen, die sind oft woanders. Du hast das dort vor dir liegen. Du hast auch dazwischen diese Felseninseln, wie man es als König der Löwen kennt. Und genau dort oben auf diesen Felsen liegt natürlich auch ein Löwe. Und genau auf der Spitze dieses Felsens sitzt auch ein Geier. Es bedient alle diese Klischees und du siehst den Kreislauf. Es ist ja für mich auch bei der Filmmusik oft so, wenn ich so ein Naturdoku mache und da läuft jetzt so ein liebes Reh und dann hinten ist halt der Tiger und der schlägt halt zu. Nun muss man wissen, wenn der Tiger zehn oder elf Tage nichts isst und nichts frisst, dann stirbt er genauso. Also es ist so immer ein ewiger Kreislauf. Es kommt immer darauf an, wie hoch du in der Nahrungskette bist, wie viele Feinde du hast. Und irgendwann habe ich mir gedacht, bei der Musik, wem beleuchte ich jetzt, das sage ich jetzt, das Reh ist arm oder der Tiger ist arm, weil er es nicht erwischt. Und wenn du dann direkt mit dem Tod konfrontiert bist. Und du siehst diese Landschaft, dann fällt es dir vielleicht einen Millimeter leichter, weil du dann siehst, dass das in Wirklichkeit das Leben ist. Man ist sehr nahe am Leben. Man ist sehr nahe am Leben und das geht los mit, wenn du siehst die Hyänen, die dann irgendwie ein Zebra, die letzten Reste, die die Löwen überlassen haben, wenn die die fressen. Also du bist irgendwie mittendrin und sagst, that's it. Wie ist das eben für dich als Künstler eigentlich? Du saugst dann dort auch für deine Projekte natürlich unheimlich viel Energie auf. Ja, also ich fahre dort nicht hin und sage, so, jetzt kriege ich die große Inspiration. Da würde ich mich schon beschränken. Ich lasse das einfach, das Ganze auf mich wirken. Und der Rest kommt dann später. Der kommt ganz von alleine. Aber es wäre natürlich nicht Erwin Kienast, wenn er nicht auch in Afrika sofort mit den Leuten dort Musik gemacht hätte. Das heißt, du hast ja mit einem Maasai-Stamm dann Musik gemacht. Ja, und ich würde sagen, wir hören da jetzt einmal kurz rein, was da so ein bisschen los war. Music. Music. Ja, du hast was? Was hast du für ein Instrument mitgekriegt? Ich habe zwei Dinge mitgekriegt. Ich habe immer meine Melodiker. Ich habe so eine große Melodiker. Der hat einen großen Umfang, die könnte man auch verstärken. Ganz einfach, wenn du irgendwie im tiefsten Dschungel bist oder wo, da kannst du dir ein Keyboard irgendwo anstecken. Und jetzt habe ich aber ein ganz gutes Keyboard, das ist sehr leicht und man kann spielen, weil mit diesen normalen Keyboards, die leicht sind, sondern das ist nur eine reine Spielerei und das macht natürlich keinen Spaß. Aber jetzt habe ich was, das einige, das war ein Kompromiss. Aber hier haben wir dich eben gehört mit der Melodica. Mit der Melodica und dann habe ich noch ein Keyboard. Das war ein relativ gutes Klavier drinnen. Ja, und dann habe ich mich hingesetzt und die Leute dort hatten das überhaupt noch nie gesehen. Also es kam dann der Stammesälteste, der war 100 Jahre, der musste das unbedingt sehen. Und er, und am Anfang ich war, ich habe zu dem Fahrer gesagt, jetzt fahren wir zu einem Marseillestamm und ich möchte mit denen spielen. Und der hat gesagt, naja, und ich weiß nicht, und ich habe gesagt, oh ja, du fährst jetzt dort hin. Und ich meine, wenn man ihnen vielleicht auch noch 50 Dollar gibt, dann wird es vielleicht auch noch leichter sein. Und so war es auch. Auch ich bin da hingegangen, habe dem Fahrer gesagt, ja, für die. Kaffeekasse kann man ja nicht sagen. Und dann sind sie gekommen und haben angefangen, so viel wie die Touristen machen. Also da gingen sie raus und singen ein bisschen und tun. Und ich habe gesagt, das brauchen wir aber nicht. Das schminkt uns. Nicht den Touristenschmus. Genau, habe die Melodika genommen und wie die dann das gesungen haben, habe ich das Wort mitgespielt. Und das hat einem natürlich gleich die Schneidung gekauft, weil das waren sie ja nicht gewohnt. Und da war wirklich ein bisschen ein Unsicherheitsfaktor. Aber ich war mir extrem sicher. Ich habe mir gedacht, das mache ich jetzt mit diesen Leuten. Ja, und dann auf einmal kamen immer mehr aus den Häusern raus und auf einmal waren sie alle extrem motiviert. Ja, und dann war die Hölle los. Also wie war das dann? Dann sind wir unter einem Baum und da war dann mit dem Keyboard, das Keyboard ist immer so leise gewesen, die waren eh viel zu laut, aber es war dieses gemeinsame Gefühl, das war immens. Ja, und dann waren halt alle ein bisschen mitteilungsbedürftig. Ja, und es waren wunderschöne zwei Stunden. Es ist ja nur ein ganz kleiner Ausschnitt gewesen, den wir dort verbraucht haben. Und ich glaube, mir wird es in Erinnerung bleiben und ich glaube, Ihnen wird es in Erinnerung bleiben, weil laut Darstellung von den Leuten dort ist es offensichtlich noch nicht vorgekommen. Ja, für euch, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, muss ich auch sagen, wenn ihr das Video dazu sehen wollt, wie der Erwin Kienast hier mit den Marseille musiziert hat, dann schaut bitte auf die Seite hallo-Purkersdorf.blog da könnt ihr das noch die Fotos sehen, nachlesen und natürlich auch das Video, was da los ist aber kommen wir jetzt zurück zu deinem Konzert am 11.04. Was dürfen wir uns da so erwarten? na schau, ich habe mir gedacht, ja jetzt mache ich einen Film nach dem anderen weil jetzt habe ich so viel gemacht und jetzt was haben wir an der Zeit von dem bin ich aber abgekommen Ich habe mir gedacht, ich mache es essentiell. Das Konzert hat folgendes Motto, ein leeres, weißes Blatt Papier. Zu Beginn jeder Produktion, jedes Filmes, jedes cineastischen Ereignisses, sagen wir es einmal so, ist einmal ein leeres Blatt Papier. Dann kommen die Regisseure, dann kommen viele Menschen auf die zu Produzenten, bringen hundert Beispiele und so und so wollen wir es. Und es gibt natürlich viele Kollegen, die dann das genauso machen, damit sie quasi ihr Geld kriegen und dass das alles so ist. Das ist bei mir nicht ganz so. Ich höre mir das an. Und denkt man, ich muss irgendwas schaffen, was es vielleicht nicht ganz so gibt, was man nicht ganz so kennt. Ich muss ein bisschen andere Techniken benutzen. Ich muss mich selber motivieren, damit ich zu den, sagen wir es einmal so, sich liebenden Lurche, die ich schon hunderttausend Mal vertont habe, wieder etwas Neues bringen muss. Ich muss mich selber motivieren für diese Sache. Und die Regisseure, mit denen ich arbeite, die wissen das. Und die sind schon sehr neugierig, was diesmal wiederkommt. Und zurück zum Konzert ist es so, da ist das weiße Blatt Papier. Und dass du eine Idee kriegst, das ist ein Pulsverhalten. Das ist so wie mit der Marseille. Und es gibt auch tausend andere sogenannte Zufälle, mein Motto ist ja, der Zufall kann nicht irren, die dir dann helfen. Es gibt eine tolle Geschichte, die das am besten zeigt und zwar, die ich auch bringen werde. Und zwar, ich habe das schon einige Jährchen her, einen Doppelteiler, ein Felix Mitterer Buch, Alle für den Mafia, der Mario Adorf vorhin der Titelrolle, ein Riesen-Fernsehfilm. Also das ist der Gernot Friedl, der den Jedermann in Salzburg inszeniert hat. Ja, und genau dieser Gernot Friedl hat eigentlich schon einen Komponisten, der es zahlt und quasi engagiert. Aber die Filmfirma, die musste etwas anderes machen. Die musste eine Ausschreibung machen, weil das sind ja öffentliche Gelder, das kann man ja nicht machen. Und jetzt wurde ich konfrontiert, an einem Mafia-Thema zu schreiben. Und jetzt bin ich nach Wien gefahren und bin so beim Lugag gegangen und da war so eine Miniathek und ich schaue da rein und sehe eine wunderschöne junge Frau. Und das ist für mich. Es ist normalerweise unmöglich, dass ich da einige an mir dazusetze und die angewassele. Es ist nicht ganz in meinem Plan. Aber ich habe es gemacht. Ich weiß nicht warum. Und spreche mit der und da hat sich herausgestellt, dass sie Albanerin war und Musikerin. Und ich sage, naja, ich brauche einen so einen Mafia-Marsch. Und die sagt, die Albaner waren nicht die Ersten in Sizilien. Die hatten einen Marsch. Und der ging da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da. Mehr hat es nicht gemacht. Mir ist warm und kalt geworden. Ich habe sozusagen die Gans laut gekriegt, habe mich schnell verabschiedet, bin nach Hause gegangen und habe aus diesen, Hierarchien ein ganzes Einladung gemacht. Müß ich zu sagen, dass ich die Ausschau in Kona habe. Das meine ich, da war die Kraft drin und über solche Impulse werde ich was erzählen und werde teilweise Und wir werden auch in die verschiedensten Genres eintauchen. Ja, ich werde erzählen, welche Möglichkeiten man mit Filmmusik hat. Wir werden ein bisschen was über die Heldenreise erfahren. Also wenn du jetzt so einen Blockbuster siehst, dann folgt dir der in einem gewissen Reglement. Und warum ist die Heldenreise denn so berühmt? Na, weil es in Wirklichkeit unser eigenes Leben ist. Wir sind ja bis zu einem gewissen Grad in einem Horrorfilm. Das heißt, wir haben nicht nur den Musikgenuss. Nein. Wir erfahren auch so ein paar Promos aus deiner Schaffenszeit von dieser Musik und wir erfahren eigentlich auch sozusagen ein wenig vom Handwerk. Wie geht man es eigentlich an, Filmmusik zu machen? Wie geht man es an, was tut man und auf was kommt es an? Da lege ich sehr viel Wert darauf, dass man sagt, das sollte man nicht mehr so anbetragen. Die Leute schauen sich den Film an, natürlich nehmen sie die Filmmusik gar nicht wahr oder nur nicht sehr wahr. Das ist das große Hauptthema. Aber wehe dir, du gibst das weg. Vor allem fängt das Ganze an, hängt das Ganze in der Luft. Das wollte ich dich auch fragen. Schön, dass du das ansprichst. Die Filmmusik ist enorm wichtig. Sie vermittelt uns die Gefühle, die wir entwickeln beim Film. Und gleichzeitig nehmen wir sie aber unbewusst auf. So ist es. Und hier ist jetzt meine Frage, ist man da als Künstler nicht ein wenig enttäuscht, dass man eigentlich so viel Kraft, so viel Energie, so viel Engagement hineingibt, aber nicht so den Stellenwert zum Beispiel bekommt wie der Regisseur oder der Hauptdarsteller. Überhaupt nicht. Also, weil ich schreibe sowieso ja Symphonien. Dieses Konzert gibst du jetzt am 11. April in Purkersdorf im Stadtsaal. Und erstmalig in dieser Form, kann man sich das dann noch wo ansehen? Ja. Wo sind die nächsten Aufführungen? Es wäre dieser, ich war schon ein paar Mal in Purkersdorf, was gemacht, da hat man halt Lieder gemacht, die ich gemacht habe und das hat man zusammengestellt. Und hier ist es ja auch ein Mittelding als Konzert, Info, ist eigentlich wie ein Universum, wie eine Dokumentation, wo du auch emotionell eintauchen kannst. Und ich möchte das, und das wird sicherlich auch nicht von heute auf morgen gehen, das ist mir klar, ich weiß, wenn man etwas aufbaut, dauert es immer zwei bis drei Jahre, das weiß ich aus Erfahrung, bis du das hochbringst. Aber ich habe schon in Graz für das Mountain Festival eine Möglichkeit, dort aufzutreten, vielleicht ein bisschen in einem kleineren Raum, in den Stephaninsaal. Ja, und ich glaube, dass das die Leute sehr interessiert und dass man das, wenn man das ja richtig macht, und ich bin ja für Feuer und Flamme für das, und ich glaube auch, dass ich das ganz gut vermitteln kann. Sodass man, was ich mir nachher sehe, einen Blockbuster oder einen Film anschaut, vielleicht ein bisschen auf die Musik hinhört und sagt, na ja, die Musik war schon sehr gut oder das hat mir hier weniger gefallen oder es war eben Kaufhausmusik. Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, Dann kann ich nur sagen, freuen wir uns auf den 11. April im Stadtsaal all diejenigen, die dabei sind. Wir werden eine wunderbare musikalische Reise durch die verschiedensten Filmschanes machen. Wir haben ja auch ganz eine Menge Künstler dabei. Es ist dabei der Gregorje Makazaria, Russkaya-Sänger. Es ist der Roman Gregore dabei. Es ist die Sandra Pires dabei. Es ist der Thomas Lichtnecker, der singt an der Berliner Oper oder an der Meilen der Skala. Das ist ein Kontertenor, mit dem habe ich jetzt extra was geschrieben, der kommt morgen. Und dann sind noch ein paar hochkarätige Musiker, der Gitarrist von Josch, der Thomas Hechenberger, wunderbarer Mann. Und dann die Anna Staatsinger, eigentlich einer unserer angesagtesten Cellisten. Daniela Amalia, hervorragende Geigerin. Also es hat sich so entwickelt. Ich wollte ja das am Anfang fast allein bestreiten, aber dann, ich brauche ein bisschen Reflexion. Ein bisschen alles gut. Du hast hier total hochkarätige Künstler. Ja, weißt du, was das Problem ist? Die sind ja alle in ihren Premieren und ich komme ja kaum zum Proben. Ich muss Einzelproben machen mit den Leuten, damit wir überhaupt zusammenspielen. Und ich glaube, alle miteinander werden wir beim Konzert einmal agieren. Aber ich sehe das ganze Ding auch nicht so als abgezirkelte Sache, sondern es ist ja auch das erste Mal. Und mein Gott, ich sehe es auch nicht so ganz stur. Es ist ein bisschen ein Experiment. Wir werden auch gemeinsam mit dem Publikum einen kleinen Horrorfilm vertonen. Aha, na bitte. Naja, auch das Publikum soll ein bisschen was machen. Das soll nicht nur da unten sitzen. Außerdem, es macht ja auch Spaß, was zu tun. Und wir werden auch vieles über Remain, über diese elektronischen, alten elektronischen Musikinstrumente erfahren. Und das mehr will ich jetzt noch nicht verraten, weil sonst geht keiner hier. Ich bin schon total gespannt. Ich glaube, wir können auch hier in diesem Raum, Purkersdorf und Umgebung, wirklich sehr froh sein, hier so eine hohe Dichte an Künstlern zu haben. Und dass zum Beispiel auch so etwas wie jetzt euer Konzert hier stattfindet, es ist eine Premiere, es hat es noch nicht gegeben, es ist eine Premiere, gleichzeitig ein Experiment. Natürlich. Auch ein wenig, so wie ich es jetzt raushöre, eigentlich auch durch den Horrorfilm ein bisschen ein Workshop. Ja, also es ist ein neues Format, weil ich mir denke, ich gehe immer von mir, also ich schaue mir ja bei den Wiener Festwochen, Donaufest, weil ich schaue mir eher ein demokratisches Weil diese andere kenne ich ja schon. Und und, Es wird oft zerprobt, es wird abgezirkelt von vorn bis hinten. Und ich denke mir, so wie mit dem Marseille, also wenn du dort hinkommst, dann weißt du nicht, was dich erwartet. Natürlich kann das in Tosen gehen, aber das ist riesengroß gemeint. Super. Dann würde ich sagen, alle, die das Glück haben, dass sie schon Karten haben, können froh sein. Ja, ich hoffe. Ich bin ja noch am Tun und am Schaffen und es ist auch nicht alles so zu realisieren, wie man das vorstellt. Aber das macht mir ja so Spaß. Ich bin gefordert. Ich habe eine gute Filmmusik und denke mir, fahre ich das mit Orchester. Das ist ja super. Was ich will machen? Das kann ich ja niemals so machen. Die kleinen Sachen, die ich stundenlang da gemacht habe, das ist müßig. Das heißt, ich muss zwangsläufig anders denken. Erwin, ich danke dir ganz herzlich, dass du uns so einen kurzen Einblick in das wirklich geniale Projekt gegeben hast. Ich freue mich wahnsinnig drauf. Und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, kann ich nur sagen, schaut vorbei auf der Seite hallo-Purkersdorf.blog, da werdet ihr dann auch Bilder sehen und wie gesagt alle Infos, die ihr dazu braucht. Dir, Erwin, herzlichen Dank. Danke fürs Kommen und ich hoffe, das Das Publikum nimmt das auf und ich bin überzeugt davon, dass wir das gut über die Bühne bringen. Und ein kleines Rest, die Risiko bleibt immer, aber wir brauchen ja nachher auch eine Geschichte zu erzählen, was vielleicht nicht funktioniert hat. Weil erzählen tut man meistens Geschichten, wo man eine Schwierigkeit überwunden hat, eine Heldin. Ja, und euch, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, sage ich wie immer ganz herzlichen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, euch hat diese Episode auch wieder gefallen und sage Ciao, bis zum nächsten Mal.

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