Hallo Purkersdorf

Der Talk ├╝ber Menschen und Themen

Imker BIENO_Benno Karner

Der Imker aus dem Wienerwald

06.09.2023 36 min

Zusammenfassung & Show Notes

­čÉŁ­čÄÖ´ŞĆ In diesem faszinierenden Podcast dreht sich alles um die wundervolle Welt der Bienen! Erfahrt mehr ├╝ber den Imker Benno Kanner, auch bekannt als Bienen-Benno, und seine 80 Bienenv├Âlker. ­čĆí­čîŞ Er bietet nicht nur Bienenf├╝hrungen an, sondern verkauft auch Bienen und K├Âniginnen an interessierte Imker. Erfahrt, warum eine Ausbildung und Betreuung so wichtig f├╝r das Wohlergehen der Bienen sind. ­čÄô­čĺŤ Benno teilt auch seine Erfahrungen als ehemaliger Werbefachmann, der zur Imkerei gewechselt ist. ­čÉŁ­čĹö Seine Leidenschaft f├╝r Bienen ist deutlich zu sp├╝ren! Lernt au├čerdem interessante Fakten ├╝ber Bienen, wie ihr Gewicht, ihre Flugweite und ihre Lebenszeit. ­čĄö­čî╝­čŹ» Die Honigbiene spielt eine entscheidende Rolle bei der Best├Ąubung von Pflanzen und dem Ertrag von Landwirten. Benno betont zudem, dass Honigbienen und Wildbienen in einer Umgebung mit ausreichend Nahrung gut koexistieren k├Ânnen. ­čŹâ­čÉŁ Also, taucht ein in die faszinierende Welt der Bienen mit Bienen-Benno!┬á

HALLO PURKERSDORF
Der Talk ├╝ber Menschen und Themen in und um Purkersdorf



Benno Karner ist ein Imker aus Gablitz und der Gründer von BIENO. Seine Leidenschaft ist die Natur und er ist überzeugt, dass sein Engagement für die Bienen und den Honig ein wesentlicher Bestandteil seiner Lebensfreude und seinen Erfolg ausmacht. 
Sein Ziel ist es, die Natur zu schützen und durch den Anbau und die Verarbeitung von Honig aus einheimischen Bienen ein positives Beispiel zu setzen. Seine Begeisterung für das, was er tut, und seine Liebe zur Natur sind nicht nur inspirierend, sondern auch bewundernswert. 

Mit BIENO m├Âchte er den Menschen helfen, die Natur zu sch├╝tzen und gleichzeitig den Genuss von einheimischen Honig zu erleben. Wir alle kennen ihn als BIENO, den Imker aus dem Wienerwald, welcher in allen Umlandgemeinden Bienenst├Âcke hat. Seine Leidenschaft f├╝r die Bienenzucht wurde eigentlich erst 2009 geweckt. Danach machte sich der gelernte Grafiker daran, ein eigenes Unternehmen als Imker aufzubauen, was auch sein gesamten Leben ver├Ąnderte.┬á

Doch nicht nur sein Wissen ├╝ber die Bienen beeindruckt uns alle. Auch seine Art mit den Tieren umzugehen ist bewundernswert. Er behandelt sie mit Respekt und Sorgfalt, denn er wei├č genau: Ohne diese kleinen Insekten g├Ąbe es keine Best├Ąubung und somit auch keine Fr├╝chte oder Gem├╝se. BIENO setzt sich zudem aktiv f├╝r den Schutz der Bienen ein. Denn leider sind diese wichtigen Tiere bedroht durch Pestizideinsatz, Klimawandel und Lebensraumverluste.┬á

Deshalb engagiert sich BIENO daf├╝r, dass mehr Menschen verstehen wie wichtig eine gesunde Umwelt f├╝r das ├ťberleben der Biene ist. Wir k├Ânnen stolz darauf sein einen solchen Imker in unserer Region zu haben! Der Podcast HALLO PURKERSDORF hat mit Benno Karner auf der Feihlerh├Âhe in Purkersdorf ein Interview gef├╝hrt, wo er auf sein Leben und all die genannten Aspekte eingeht.



Blog Beitr├Ąge zu allen Episoden kannst du unter┬á hallo-purkersdorf.blog nachlesen.

Info
Dieser Podcast wird privat betrieben und steht allen politischen Richtungen sowie Organisationen neutral gegen├╝ber. Kontakt unter
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Transkript

Music. Herzlich willkommen, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer von Hallo Purkersdorf, der Talk ├╝ber Menschen und Themen in und um Purkersdorf. Und heute sitze ich auf einer ganz besonderen Location. Ich sitze mitten auf der Feihlerh├Âhe bei wunderbarem Wetter, schaue runter auf Purkersdorf und mir gegen├╝ber sitzt der Benno Karner, besser bekannt als Bienen-Benno. Servus, Benno. Gr├╝├č dich, Michi. Ja, warum sitzen wir heute hier? Gute Frage. Benno, du wirst es gleich beantworten k├Ânnen. Ja, naja, ich denke, es geht vielleicht ein bisschen um die Welt, ein bisschen um die Bienen, ein bisschen ums Leben, vielleicht auch ein bisschen, dass ich was von mir erf├Ąhrt. Genau so ist es, weil du hast ja hier hier oben einen Teil deiner Bienenst├Âcke. Genau. Das hei├čt, wir werden heute auch ein bisschen mehr ├╝ber Bienen erfahren und vor allem f├╝r die, die es vielleicht nicht wissen, wie wichtig in Wirklichkeit Bienen f├╝r uns alle sind. Das ist ganz, ganz korrekt. Ich darf mich jetzt mal ganz kurz vorstellen. Mein Name ist eben Benno Karner. Ja, in Purkersdorf oder in unserer Umgebung eher besser bekannt als Bieno. Ich habe hier meine Bienen stehen, also nicht nur hier in Purkersdorf, sondern auch in Gablitz habe ich meine Bienen stehen, in Wolfsgramm habe ich meine Bienen stehen, in Pressbaum habe ich meine Bienen stehen und auch Ried an Riederberg habe ich meine Bienen stehen. Insgesamt habe ich 80 Bienenv├Âlker und vier Schaustandorte. Einen habe ich in. Gablitz im Hausergraben. Dort ist dein Gesch├Ąft auch, oder? Genau. Also meine Imkerei selber stimmt eigentlich, ja, das muss man eigentlich auch so weiter erinnern. Meine Imkerei selber ist in Gablitz. Dort wohne ich auch und dort hat auch alles angefangen und dann habe ich halt dann ausgebreitet im ganzen Wienerwald. Ich bin ja auch Bieno, der Imker aus dem Wienerwald, so nenne ich mich ja auch und so bin ich auch bekannt. Und in Gablitz habe ich eben im Hauser Graben einen Standort f├╝r Bienenf├╝hrungen. Hier auf der Feihlerh├Âhe in Purkersdorf habe ich einen Standort, das ist eigentlich mein gr├Â├čter und wichtigster Standort f├╝r Bienenf├╝hrungen. Dann habe ich auch dann dr├╝ben im Naturparkzentrum einen Standort f├╝r Bienenf├╝hrungen. Und dann Mann im Wolfskram, Ben Witzers, Oliver. Bevor wir n├Ąher auf die Bienen eingehen, jetzt noch einmal ganz kurz f├╝r alle H├Ârerinnen und H├Ârer auch gesagt, solltet ihr ein wenig Stra├čenl├Ąrm h├Âren, dann ist das jener nat├╝rlich, der eben von unten von der Stra├če hier zu uns rauf dringt. Und wenn es manchmal ein bisschen wummert, dann ist das nat├╝rlich der Wind, der hier geht, der recht angenehm ist, weil wir haben, glaube ich, jetzt immer noch um die 30 Grad am Abend. Heute ist es warm. Ja, was mich aber sehr interessiert, Benno, ist das Lebenslauf. Wie wird man Imker oder was treibt einen an, dass man irgendwann einmal sagt, man wird Imker? Du hast ja einen anderen Beruf vorher gehabt. Du hast, soweit ich deine Homepage auch gelesen habe, sehr lange nebenberuflich eigentlich das Hobby gemacht. Und ich glaube 2009, wenn ich mich erinnere, hast du es da umgestellt und bist hauptberuflicher Imker geworden. Ja, also Grunds├Ątzlich 2009 habe ich ├╝berhaupt angefangen mit den Bienen. Also warum habe ich angefangen mit den Bienen? Also ich komme ja eigentlich aus der Stadt. Also ich bin Wiener, bin aufgewachsen im 23. Bezirk. Da war es aber damals noch schon sch├Ân gr├╝n. Das ist auch ein bisschen so. Ja. Wahrscheinlich meine Naturader habe ich schon dort bekommen. Sommerfrische habe ich eigentlich immer hier im Purkersdorf gemacht, weil meine Mutter da aufgewachsen ist. Meine Mutter ist ja Purkersdorferin und meine Oma und meine Tante wohnen oder haben hier in Purkersdorf noch gewohnt und da habe ich dann in den Ferien immer hier einen Monat Sommerfrische gemacht. Deswegen bin ich schon ein halber Purkersdorfer, ein fast echter, nein, kann man nicht so sagen, zu krasser Purkersdorfer bin ich. Aber dann bin ich. Irgendwann einmal nach Grablitz gekommen, weil ich dort meine Lebensgef├Ąhrtin kennengelernt habe und dort haben wir ein Haus. Und so sind wir ├╝berhaupt jetzt in in den Wienerwald dann gekommen. Zu den Bienen, grunds├Ątzlich bin ich Grafiker gewesen damals, den Bienen habe ich gar nichts am Hort gehabt in Wirklichkeit. Aber bei uns in der N├Ąhe hat ein Imker gewohnt und den habe ich durch Zufall irgendwann einmal getroffen und dann ist mir eingefallen, als Kind sind wir immer nach K├Ąrnten gefahren Skifahren und beim Zur├╝ckfahren ist meine Mutter immer stehen geblieben und da haben wir immer so einen Honigeimer gekauft. Damals war Es war so, dass der Honig nicht in Kilogl├Ąser oder in halb Kilogl├Ąser verkauft wurde, sondern gleich in 10 Kilo Eimer. Das waren solche Metalleimer, goldene Eimer. Und das ist mir halt irgendwie aufgefallen oder eingefallen wieder, wie ich den Imker dort gesehen habe, im Gabelzimmer. Altimker, wirklich einer der das schon kannte. Und der hat dich inspiriert, etwas mit den Bienen dann zu machen? Nein, eigentlich wollte ich nur wissen, wie kommt der Honig ins Glas. Und dann hat er gesagt, naja, dann f├Ąhrst du einmal mit zu mir bitte mit den Bienen und dann schaust du dir das einmal an. So war es dann auch, bin ich einmal mit ihm mitgefahren, dann sind wir auf einen Stand von ihm gefahren, da waren fast 40 V├Âlker Bienen um meinen Kopf herum. Er hat irgendwas erz├Ąhlt, ich habe kein Wort verstanden, weil ich nur nerv├Âs war und Angst gehabt habe, dass ich gestochen werde. Ohne Hut nat├╝rlich haben wir das alles gemacht. Er hat halt irgendwas gearbeitet, irgendwas war halt, was er erz├Ąhlt hat, was er da so macht. Ich habe nichts verstanden, wie gesagt. Dann sind wir wieder ins Auto gestiegen, zur├╝ckgefahren und er hat gesagt, wenn du magst, f├Ąhrst n├Ąchste Woche wieder mit. Da habe ich gedacht, eigentlich wollte ich jetzt ja nur wissen, wie der Honig ins Glas kommt. Er hat mich dann eigentlich dazu gebracht. F├╝r mich auch interessant, wie wird man Imker? Kann man einfach sagen, okay, muss man etwa Ausbildung machen oder kann man sagen, ich erwerbe mir das Wissen so. Wie ist das dann im Gewerbe? Ist das ein freies Gewerbe oder ein gesch├╝tztes Gewerbe? Genauso wie du gesagt hast, du hast ├╝berall Bienenv├Âlker stehen. Darf man einfach ├╝berall Bienenv├Âlker hinstellen? Theoretisch ja. Also grunds├Ątzlich ist es ein freies Gewerbe. Das hei├čt, jeder kann Imker werden. Leider eigentlich, weil mir w├Ąre es lieber, wenn die Leute, wenn sie Bienen haben, auch ein bisschen eine Ausbildung haben. Bienen brauchen Betreuung, das ist das gro├če Thema. Grunds├Ątzlich kann jeder sich Bienen nehmen, grunds├Ątzlich kann jeder Bienen hinstellen, wo er will. Wir haben zwar gesetzliche Richtlinien, aber ansonsten, wenn ein Grundst├╝ckseigent├╝mer einverstanden ist, kannst du ├╝berall die Bienen dann hinstellen. Also recht interessant auch nat├╝rlich f├╝r alle hier im Purkersdorf, gibt es ja genug Eigenheimbesitzer. Ich kann mir auf meinen Grund, wenn ich mich damit besch├Ąftige und wenn es mich interessiert, k├Ânnte man Bienen dorthin tun. Genau, genau. Empfehlenswert ist nat├╝rlich immer, dass man einmal eine Ausbildung macht. Ich mache auch Ausbildungen, also ich bin ja auch Imkermeister. Das hei├čt, ich habe ja, um das wieder von Anfang an wieder zur├╝ckzuspulen. 2009, also 2008 bin ich mit diesen Imkern ja da mitgefahren. Da bin ich dann auf die Bienen eigentlich gesto├čen. 2009 hatte ich mir dann tats├Ąchlich dann auch Bienen gekauft. Wo kriegt man die her? Von Imkern. Auch ich verkaufe Bienen. Also das hei├čt, wenn du Bienen haben m├Âchtest, kannst du zu mir kommen und sagen... Da wird die K├Ânigin verkauft oder wie? Entweder nur K├Ânigin, meistens immer das ganze Volk. Also ich mache auch K├Âniginnenzucht, aber das ist dann schon etwas Spezielleres. Aber grunds├Ątzlich kann jeder Bienen kaufen von Imker, die verkaufen auch Bienen. Das ist auch unser Job. Und so habe ich auch von ihm zwei V├Âlker gekauft. Und somit habe ich dann 2009 angefangen mit den Bienen. Das hat dann recht gut angefangen, habe nat├╝rlich keinen Kurs gemacht, habe keine Schule gemacht. Nach zwei Jahren ist es halt dann so gewesen, wie es dann immer so war, dass es dann nicht so toll funktioniert und ab dem Zeitpunkt. Habe ich dann angefangen, mich dann mehr zu besch├Ąftigen und habe dann auch Kurse besucht. Es gibt auch in ├ľsterreich sehr tolle Kurse, die Landwirtschaftskammer bietet das sehr viel an. 2016 habe ich dann gesehen, jetzt l├Ąuft es. Das ist wirklich ein cooler Job, den ich da habe. Davor war ich ja in der Werbung, also ich habe sehr viel f├╝r die Pharmaindustrie gearbeitet und habe quasi euch versucht zu sagen, eine Tablette ist besser als ein Apfel. Ich wollte gerade sagen, du warst, jetzt sage ich etwas ganz Gemeines, du warst auf der dunklen Seite der Nacht. Nein, das war tats├Ąchlich so, dass ich wirklich dann Kampagnen gemacht habe. Warum so toll diese Tabletten wirken, wo ich mir dann immer gedacht habe, esst ein Honig, dann ist das ganze Problem eigentlich gel├Âst. Ja und irgendwann habe ich mir dann halt dann gedacht, was machst du jetzt? M├Âchtest du weiter in der Werbung bleiben und den Leuten erz├Ąhlen, wie toll diese Tabletten sind oder m├Âchtest du den Leuten lieber erz├Ąhlen, wie toll eigentlich Honig ist? Wie toll du eigentlich mit den Naturprodukten dich... Aber es ist eigentlich ein ziemlich gro├čes Risiko. Du kommst ├╝berhaupt nicht aus dem Bereich, aus keiner Landwirtschaft oder sonst was, sondern eben genau das Gegenteil und machst dann eigentlich den Sprung hin zu den Bienen, hauptberuflich, wo du ja wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht wissen konntest, wie es dir wirtschaftlich ausgehen wird. Genau. Wie ich es mir selbstst├Ąndig gemacht habe, da war ich dann 49, also eigentlich schon zu alt. Unvermittelbar. Normalerweise ab 50 ist es eh schon ausgerufen. Ich habe aber dann gedacht, ich will es wissen. Ich m├Âchte nicht in meiner Pension sagen, na h├Ątte ich doch. Ich habe ein bisschen Geld gespart gehabt und habe mir dann gesagt, bevor ich mir jetzt ein neues Auto kaufe. Investiere ich dieses Geld in meine Imkerei und habe gesagt, okay, ich k├╝ndige, ich m├Âchte es wissen. Ich habe davor aber schon sehr viel gemacht mit den Bienentouren, also ich war ja schon vorher sehr aktiv und da habe ich schon gesehen, das Interesse an Bienen ist... Also du hast sozusagen den Markt schon ein wenig abgeklopft, damit du gesehen hast, okay, da ist Potenzial, da kann man was tun. War ja dann auch so, dass ich dann tats├Ąchlich dann, wie ich normal gearbeitet habe, teilweise mir freigenommen habe eben f├╝r Bienentouren, weil halt das dann doch. Tats├Ąchlich immer mehr popul├Ąrer geworden ist. Ich bin ja auch einer der, oder eigentlich der einzige hier in der Gegend, der sowas ja auch macht. Das hei├čt, dass du wirklich als Gruppe zu mir, zu den Bienen kommen kannst und dann reinschauen kannst bei den Bienen. Du hast jetzt nachher den Sprung in die Selbstst├Ąndigkeit gemacht und wie wir alle wissen und auch zu unserer Freude hat es recht gut funktioniert. Wir sitzen ja, wie zuerst schon gesagt, hier auf der Feihlerh├Âhe, wo du dein Binnenvolk hier hast. Die Feihlerh├Âhe selbst, da k├Ânnen wir ja auch froh sein dr├╝ber, die gibt es in dem Zustand, den sie jetzt hat, noch nicht so lange. Ja, das stimmt. Auch eine interessante Geschichte. Die Feiherh├Âhe hat eigentlich auch etwas mit meinem Werdegang zu tun. 2011 war ja hier der gro├če Umbau. Das hei├čt, 2010 ist das irgendwann einmal in der Zeitung gestanden, in der Nennen oder Bezirksblatt, wo ich das gelesen habe. Gro├če Revitalisierung der Feihlerh├Âhe in Purkersdorf. Das ist eine Streuobstwiese und da haben wir halt dann gedacht, als junger aufstrebender Imker, naja, Obstb├Ąume brauchen Bienen und meine Schw├Ągerin wohnt hier in Purkersdorf und die kennt doch den Harald Wolkerstorfer recht gut. Und der Harald Wokerstorfer ist einer der Initiatoren hier von dieser Feihlerh├Âhe. Und da habe ich gesagt, frage ich mich nochmal, ob ihr Bienen haben m├Âchtet auf der Feihlerh├Âhe. Ich kannte diese Gegend hier gar nicht. Und sie hat gefragt, Harald Wokerstorfer hat gesagt, ja bitte, super, Bienen sind immer willkommen. Und dann habe ich mir die Feihlerh├Âhe einmal dann angesehen und bin da in die Neugasse hineingegangen. Da habe ich mir gedacht, wo ist denn diese Feihlerh├Âhe? Das ist ja eine Streuobstwiese. Und dann hab ich gesehen, das ist ein Gestettn. Das war total verwildert. Und dann hab ich gedacht, Jesses, was hab ich denn jetzt schon wieder angestellt. Immer den Mund offen und immer gro├č reden. Dann sind schwere Maschinen gekommen und dann wurde das wirklich alles gerodet. Mit den Bundesforsten wurde das da gemacht. Und ein Jahr sp├Ąter, eben 2011, war das dann wirklich eine super tolle Streuobswiese. Da wurden dann neue B├Ąume gesetzt, Obstb├Ąume. Also da haben sie wirklich richtig, richtig viel gemacht. Und 2012 habe ich mir zumindest soweit ausgemacht, dass ich dann die Bienen hier herstelle. Dann kommt aber der Winter zwischen 2011 und 2012. Ich war nat├╝rlich der Superheld mit meinen Bienen, weil ich bin ja so toll. So viele Kurse hatte ich da zu dieser Zeit auch noch nicht besucht, nur ein paar Grundkurse. Und was ist passiert? Ich hatte 20 V├Âlker und ausgewintert habe ich dann nur noch zwei. Das war dann f├╝r mich so der Moment, wo ich sage, okay, doch nicht Imker. Ist eine nette Idee gewesen, aber bin ich zu unf├Ąhig daf├╝r. Bienen brauchen halt wirklich sehr viel mehr Betreuung, als ich mir gedacht habe, ja lassen wir es, ist jetzt nicht so wichtig. Und dann ruft mich der Harald Wolkerstorfer an und sagt, Benno, wo sind die Bienen? Und dann habe ich mir gedacht, naja, eigentlich wollte ich jetzt aufh├Âren mit den Bienen. Und dann habe ich gesagt, gut, zwei V├Âlker habe ich ja noch. Die habe ich dann hierher auf die PFeihler h├Âher gestellt und das ist dann eigentlich mein Startschuss gewesen. Ab dem Zeitpunkt habe ich dann wirklich angefangen, mich intensivst damit zu besch├Ąftigen, mit den Bienen. Ich habe sehr viele Schulungen gemacht, war wirklich sehr sehr viel unterwegs zum Lernen und dann hat es auch dann funktioniert. Das hei├čt, dann wusste ich, was man genau machen soll. Ich wusste dann auch, welchen Fehler ich gemacht habe, warum so viele Bienen gestorben sind. Das hat nichts mit Bienensterben zu tun, sondern einfach nur nur Imkerfehler. Das hei├čt, das gro├če Thema, wenn man das auch immer so h├Ârt, jetzt gro├če Bienensterben. Wir haben kein Bienensterben. Wir haben einfach nur nicht gut ausgebildete Bienenhalter. Das ist eigentlich das gr├Â├čte Problem. Und dann hat es halt wirklich so angefangen, dass ich mich wirklich dann langsam erweitert habe. Dann habe ich diese Bienentouren dann gemacht. Die wurden dann immer professioneller. Und dann war wirklich dann so 2016 habe ich mich dann hauptberuflich als Inka getroffen. Dann selbstst├Ąndig gemacht. War auch davor so, dass ich 2012 die Bienen hergestellt habe. 2014 hatte ich dann schon so um die 300 Besucher hier. Das hei├čt, sehr viele Schulen sind dann gekommen. Das war dann auch schon der Grund, da habe ich gesehen, oh, das Interesse an Bienen ist wirklich richtig gro├č. Habe ich am Anfang eigentlich total untersch├Ątzt, aber die Leute wollen das wissen. Und 2014 hatte ich 300 Besucher hier. Heute, also jetzt 2023, Die heutige Saison haben wir schon weit ├╝ber 1000 Besucher hier bei den Bienen gehabt. Also das ist wirklich richtig gewaltig. Es ist auch jetzt die Schulen, also sehr viele Schulen kommen hierher. Purkersdorf sowieso alle Schulen, Gablitz kommt zu mir, Pressbaum auch alle Schulen und gerade hier in Purkersdorf ist es halt ideal mit der Schnellbahn. Sehr viele Wiener Schulen kommen hierher. Du hast auch eine richtig gute Zeit erwischt, weil die Menschen besch├Ąftigen sich ja Gott sei Dank jetzt auch immer mehr mit der Natur. Gesunde Ern├Ąhrung und so weiter, all das wird wichtiger. Und was passt da besser hinein als die Bienen? Ich habe auch gelesen, steht auch bei dir auf der Homepage, wenn die Bienen aussterben sollten, hat der Mensch nur noch vier Tage zu leben. Vier Jahre. Entschuldige, vier Jahre zu leben. Ja, kommt nat├╝rlich deswegen, weil dann keine Best├Ąubung da ist. Wir reden immer bei den Bienen um den Honig, also da geht es immer so um den Honig. Der Honig ist eigentlich nur ein Nebenprodukt der Biene, eigentlich die Best├Ąubung, das ist das Wesentliche an der Biene. Bis zu 80 Prozent mehr Ertrag hat ein Landwirt, wenn Bienenv├Âlker bei ihm in der N├Ąhe stehen. Heuer war ├╝berhaupt ein sehr schwieriges Jahr, weil der Fr├╝hling, der hat gut angefangen. Also jetzt auch von der Bl├╝te, auch hier auf der Feihlerh├Âhe war das wirklich richtig sch├Ân. Ich dachte, heuer ist ein Rekordjahr, dass wir wirklich viel Honig bekommen, aber dann ist es wieder so extremst kalt geworden. Und das ist jetzt halt der Klimawandel, also das ist jetzt wirklich so... Bei der Biene ist es wirklich so sch├Ân, die Biene tut jetzt nicht so herum, dass sie sagt, naja, ich wei├č jetzt nicht, haben wir jetzt einen Klimawandel oder haben wir keinen Klimawandel. Die Biene sagt mir das sofort. Die Biene schaut in den Bienenstock hinein und ich sehe sofort, wie ist die Umwelt hier in unserer Gegend. Das ist heuer recht schwierig gewesen. Fliegt ja auch nur zum Best├Ąuben aus, wenn so ein ideales Wetter ist. Sobald es kalt wird, Regen oder sonst was, fliegen sie nicht aus, nicht best├Ąuben. Dadurch sieht man nat├╝rlich sofort wie es der Umwelt geht. Was ich gerne auch wissen w├╝rde von dir, es gibt einige Dinge, die man so ├╝ber Bienen hat, zum Beispiel Bienenstiche. Muss man sich vor Bienenstichen Angst haben? Also nicht der zum Essen, sondern wirkliche Bienenstiche. Ich werde oft gefragt von den Kindern bei meinen Bienentouren, wie oft werde ich gestochen, Also in der Saison gestochen. Und da sch├Ątzen sie so zehnmal, dreimal, f├╝nfmal, zwanzigmal. In Wirklichkeit, also ich habe es nat├╝rlich nicht gez├Ąhlt, aber so ich habe mir ├╝berlegt, wie oft werde ich so in etwa gestochen. So bis zu 500 Mal werde ich gestochen pro Saison. Schaust aber noch ganz gesund aus. Weil mich stechen, ja die Bienen ja nicht, sondern mich k├╝ssen sie. Also das ist eine Einstellungssache. Wenn man allergisch ist, ist das nat├╝rlich immer ein Thema. Aber die meisten Menschen sind nicht allergisch. Wir schwellen nat├╝rlich alle an. Auch ich schwelle an. Aber das Bienengift ist ja auch gesund. Das hat man ja damals sogar auch verwendet, eben gegen Rheuma. Das erweitert dann die Arterien und somit schie├čt dann das Blut dann wieder besser durch die Venen. Ein Bienenstich ist eigentlich gesund. Eigentlich ist alles von der Biene gesund. Und solange man keine Allergie dagegen hat, ist das eigentlich problemlos. Ich habe mir da so ein paar Milestones rausgeholt, die ich finde recht interessant. Das Gewicht liegt von einer Biene zwischen 80 und 300 Milligramm. Aber das Tolle ist, die erreichen eine Flugweite zwischen 1000 und 3000 Metern und eine Fluggeschwindigkeit zwischen 20 und 30 kmh. Das hei├čt, davonlaufen ist nicht? Nein, das geht sich einfach nicht aus. Ja, Lebenszeit. Ich sehe da, es gibt Winterbienen und Sommerbienen. Was ist da der Unterschied? Die Sommerbienen sind die Bienen, die t├Ąglich ausfliegen. Und das sind die sogenannten Sammelbienen. Das hei├čt, die holen den Pollen, Nektar und das Wasser rein. Und die verausgaben sich nat├╝rlich da. Das hei├čt, die leben eigentlich nur 40 Tage. Die Winterbienen, die kommen so jetzt, August, September, schl├╝pfen die. Die fliegen nie aus. Aus. Das hei├čt, die bleiben immer im Bienenstock und die fressen sich jetzt an eine Fettschicht an, damit sie eben den Winter ├╝berleben k├Ânnen. Die Biene ist einer der wichtigen Insekten f├╝r uns Menschen. Weil die Biene ist ja einer der wenigen Insekten, die ja im Volk ├╝berwintern. Alle anderen Insekten, die Hummel, Schmetterlinge, Wespen, Hornissen, die ├╝berwintern nur als K├Ânigin. Das hei├čt, nur eine K├Ânigin vergr├Ąbt sich oder versteckt sich halt irgendwo und ├╝berwintert und im Fr├╝hling muss die erst sich ein Nest suchen, Eier legen und dann schl├╝pfen, dann erst im Nachkommen, erst ab diesem Zeitpunkt geht dann die Best├Ąubung los. Die Honigbiene hat den Vorteil, die ├╝berwintert genau schon im Volk. Das hei├čt, wenn die Bl├╝te da ist, also zum Beispiel die Kirsche oder die Marille, das sind einer der ersten Bl├╝ten, haben wir schon unsere Best├Ąuber dann da und deswegen ist eben die Biene f├╝r uns so wichtig. Du hast ja schon gesagt, die Honigbienen leben als Volk. Es gibt ja auch die Wildbienen, die leben einzeln. Sind jetzt Honigbienen gef├Ąhrlich f├╝r Wildbienen? Nein, also die Wildbienen sind Solit├Ąrbienen. Eben wie vorher erw├Ąhnt, dass sie als K├Ânigin quasi einzeln ├╝berwintern. Gerade hier, wir in Purkersdorf, haben so viel Angebot f├╝r unsere Insekten, solange nicht ein englischer Rasen dann da ist, dass Wildbienen und Honigbienen sehr gut hier in Harmonie zusammenleben k├Ânnen. Okay, vom Honig. Jetzt produzieren die Bienen den Honig nicht f├╝r uns, weil wir so gerne einen Honig haben, sondern produzieren ihn ja normal f├╝r sich selbst. Wie viel bleibt den Bienen an Honig? Bleibt ihnen ├╝berhaupt etwas bzw. wenn ihnen nichts bleibt, was kriegen sie als Ersatz? Also grunds├Ątzlich, die Bienen sammeln den Honig f├╝r sich selbst und nicht f├╝r uns Menschen. Nur die Biene, und deswegen ist sie auch wieder f├╝r uns so wichtig und deswegen hei├čt es auch Honigbiene, die Biene ist so flei├čig, dass sie eigentlich einen ├ťberschuss sammelt. Das hei├čt, so viel wie sie sammelt, braucht sie eigentlich gar nicht, um zu ├╝berwintern. Deswegen k├Ânnen wir tats├Ąchlich auch aus dem Bienenstock Honig rausnehmen, ohne dass es dann der Biene wirklich schadet. Nat├╝rlich, wenn wir denen den Honig dann rausnehmen, d├╝rfen wir ihnen nicht alles rausnehmen, sondern es bleibt immer etwas drinnen. Im Winter, also wenn wir abernten, das ist Ende Juli. Bleiben auf jeden Fall mindestens f├╝nf Kilo Eigenhonig drinnen. Und ab dem Zeitpunkt, wo ich abgeerntet habe, werden sie sofort gef├╝ttert mit Zuckerwasser. Das ist dann der Ersatz von der Biene f├╝r den Honig. Den verarbeitet sie aber dann wieder sch├Ân zu einem Honig, weil sie fliegt dann auch aus, holt wieder den Nektar. Das hei├čt, das Zuckerwasser verarbeitet sie dann wieder zu einem guten Winterfutter f├╝r sie. Und insgesamt f├╝ttern wir Imker 15 Kilo Zuckerwasser und somit ├╝berwinden sie mit 20 Kilo Honig im Bienenstock. Und das ist ausreichend bis im Februar, M├Ąrz, wenn sie dann ausfliegen, dass sie da dann genug Energie haben. Du magst ja nicht nur Produkte, Honigprodukte, sondern du hast ja auch schon angesprochen sehr viele Aktivit├Ąten. Bienentour, wie ich gelesen habe. Du hast den offenen Bienenstock. Was machst du da beim offenen Bienenstock? Offenen Bienenstock, das ist dann auch f├╝r Interessierte, dass ich den Leuten zeige, was ist da so die Biene. Das mache ich auch hier auf der PFeihlerh├Âhe. Da k├Ânnen die Leute dann einfach herkommen und dann plaudern. Also alles einmal ansehen. Das ist ein sogenannter Bienentratsch dann auch, weil sehr viele Leute ├╝berlegen sich, ich h├Ątte auch gerne Bienen. Also die Medien tun ja immer so, das ist alles so einfach. Du kaufst die Bienen, stehst das in deinen Garten hinein und sagst, Biene flieg und die Sache ist erledigt. Hier k├Ânnen sie sich einmal dann anschauen bei mir, sind sie bienen geeignet. Wir haben vorhin den Bienenstich uns schon angesprochen. Nat├╝rlich jeder der Bienen betreut, wird auch gestochen. Das ist ganz klar, weil die Bienen verteidigen sich ja. Und wenn du dann ein bisschen ungeschickt dann rein greifst, das wollen sie nat├╝rlich nicht und dann verteidigen sie sich und dann wirst du gestochen. Die Leute k├Ânnen sich einmal hier ansehen bei mir, ist das ├╝berhaupt was f├╝r mich, wenn man so einen Bienenstock aufmacht, da ist schon ein ordentliches Gewurdel. Da sind zwischen 40.000 bis 60.000 Bienen in seinem Bienenstock in der Hochsaison, also da ist schon einiges dann los und da k├Ânnen sie sich einfach dann einmal selbst checken, ist das ├╝berhaupt was f├╝r mich. Wie k├Ânnen wir Menschen den Bienen helfen? Nicht alles niederm├Ąhen. Einfach immer zumindest einen Quadratmeter stehen lassen im Garten. Ein Rasenroboter ist zwar sch├Ân, vor allem danach hat er Rasen, aber es ist dann nat├╝rlich Nullangebot. Das hei├čt, wer einen Rasenroboter hat, sollte halt dann wirklich so seitlich schauen, dass er dann wirklich viel Angebot hat f├╝r Insekten, Blumen, B├Ąume, alles was bl├╝ht. Bl├╝ht. So kann man schon den Bienen, eigentlich den Insekten helfen, weil die Bienen haben ja eh uns Imker, denen geht es eh gut. Also du sagst, keine Sorge, es gibt nicht das Bienensterben, sondern wenn, dann gibt tsch├╝ss sozusagen nur schlecht betreute Bienen. Genau, genau. Die Biene wird nicht sterben, weil die Biene ist f├╝r uns ein Wirtschaftsfaktor. Ich habe es vorher schon gerade erw├Ąhnt, 80 Prozent mehr Ertrag hat die Landwirtschaft, das hei├čt, wir brauchen die Bienen, deswegen gibt es uns Imker auch, das hei├čt, wir betreuen die Bienen, wir f├╝hren auch teilweise die Bienen in die Tracht dann hinein, damit eben der Bauer wirklich dann seinen Erfolg dann auch dann hat. Wo wir uns wirklich ein bisschen Gedanken dr├╝ber machen m├╝ssen, w├Ąren die Wildbienen. Die sterben still und heimlich, die haben keine Lobby, das interessiert halt niemanden, weil die k├Ânnen uns ja keinen Honig geben, das hei├čt, das ist einfach f├╝r uns jetzt nicht so interessant. Schl├╝pfen auch sehr viel sp├Ąter, das hei├čt, wenn die Obstbl├╝te vorbei ist, dann sind eigentlich die Wildbienen erst da. Und deswegen sind sie f├╝r uns Menschen eben nicht so wirtschaftlich interessant. Auf die sollten wir dann eigentlich achten. Und das ist wieder, so wie ich es vorher gesagt habe, im Garten einfach ein Angebot hergeben. Wie gesagt, du hast da sehr viele Aktivit├Ąten auch. Du hast auch M├Ąrkte und Ab Hof Verkauf. Man kann jederzeit zu dir kommen. Kann man auch bei dir besichtigen, so die Imkerei? Ja, ja, ja. Ich habe einen kleinen Abhofladen. Und da kann man nat├╝rlich auch in die Imkerei reinschauen. Das ist mir auch recht wichtig. Ich bin da. Kein Bio-Imker, sondern ich bin ja ein regionaler Imker. Ich arbeite zwar wie ein Bio-Imker, aber da sagen mir die Leute ja schon, was kann denn an der Biene eigentlich nicht bio sein, weil die fliegt ja. Und man kann ja der Biene ja nicht sagen, so dort ist ein Bio-Feld, du fliegst jetzt genau nur dorthin und nicht woanders. Das geht ja gar nicht. Deswegen hinterfragen sogar schon die Leute, was kann bei der Biene oder bei den Bienenprodukten nicht bio sein. Ich arbeite wie ein Bio-Imker, habe mich aber nicht zertifizieren lassen und sage den Leuten immer, ich bin ein regionaler Imker. Das ist mir auch recht wichtig, weil da geht es dann schon auch ein bisschen darum, der Konsument sollte schon ein bisschen nachschauen ├╝ber die Lebensmittel, wie werden die produziert. Und deswegen d├╝rfen die bei mir auch dann hineinschauen in die Imkerei, weil es mir wichtig ist, dass die Leute auch sehen k├Ânnen, wie wird eigentlich ein Honig produziert, wie anstrengend ist das eigentlich. Das ist ja ein reines, echt reines Naturprodukt. Es kommen ja keine Zus├Ątze. Genau. Das ist echt ein reines Naturprodukt. Du hast ja auch sehr viele Auszeichnungen schon bekommen. Ja. Du bist stolz darauf, was ich verstehe. Du hast eine Kooperation mit dem Naturpark Purkersdorf. Du wurdest 2017 ausgezeichnet. Du bist ein Meisterbetriebe. Du hast die Auszeichnung ├Âsterreichischer Qualit├Ątshonig und goldene Honigwabe. Ja, danke Purkersdorf und danke Gablitz, weil hier produzieren wir wirklich einen ausgezeichneten Honig. Also diese Medaillen, wir haben schon einige Medaillen gewonnen, Gold, Silber und Bronze, schon einige Male hintereinander auch. Und das hat wirklich etwas mit dem Standort zu tun. Das hei├čt, ich schaue nat├╝rlich auch immer, wohin stelle ich meine Bienen. Ist das sicher nicht irgendwie neben einer M├╝llverbrennungsanlage oder irgendwo, wo Bauern spritzen, sondern wirklich in Gegenden, wo es wirklich sicher ist. Das sehe ich dann eben anhand meiner Medaillen, dass das auch wirklich so gut ist. Ja, das ist genauso. Also alle Naturprodukte sind so. Das ist genauso wie bei Wein. Ein guter Wein kann nicht auf einen schlechten Boden gedeihen. Und ein guter Honig kann nicht aus einer Gegend kommen, wo Bienen schlechten Nektar bekommen. Ganz genau. Wir haben schon dar├╝ber gesprochen, Naturprodukte. Es w├╝rde mich auch eines interessieren, du sprichst immer davon, wie gesund Honig ist. Klar ist er, aber wie gesund ist er wirklich in puncto Fruchtzucker? Also Fruchtzucker, Traubenzucker ist da drinnen in dem Honig. Also Honig ist ja normalerweise fl├╝ssig und kristallisiert er schneller, dann ist mehr Traubenzucker drinnen. Kristallisiert er langsamer, ist mehr Fruchtzucker dann drinnen. Gesund ist beides, Traubenzucker und Fruchtzucker. Der gro├če, gro├če Vorteil ist ja, Honig geht ja gleich ins Blut, das hei├čt in den K├Ârper hinein und nicht in die H├╝ften. Ein raffinierter Zucker, also der Kristallzucker, der geht in die H├╝ften, weil der ersetzt sich nicht so schnell dann ab. Und ein Honig, sehr wohl. Nimmst du einen L├Âffel Honig, wenn du m├╝de bist und du nimmst einen L├Âffel Honig einfach so in den Mund und l├Ąsst ihn im Mund zergehen, das ist eine Energiequelle. Da kriegst du dann sofort wieder Kr├Ąfte. Ja, und Honig hat alles. Vitamine, Enzyme, der Pollen, auch f├╝r Pollenallergiker zum Beispiel. Wenn du Pollenallergisch bist und den Honig aus deiner Region hier isst, kannst du deine Pollenallergie dann auch noch lindern und so. Ja, das merkst du schon. Ich bin ziemlich begeistert. Du musst ja dein Produkt lieben, sonst k├Ânntest du auch nicht so ein gutes Produkt erzeugen. Beziehungsweise, jetzt bin ich auch wiederum gemein, du erzeugst es ja nicht, du nimmst es ja wem weg dann. Naja, ich habe ja mit meinen Bindern gesprochen, sie sind damit einverstanden. Wie ist denn dein pers├Ânliches Verh├Ąltnis zur gesamten Region, zur GabelsPurk, aus der Aufenauerbach-Umgebung? Du hast ja schon gesagt, du kommst aus Wien, lebst aber jetzt schon klarerweise auch l├Ąnger hier in dieser Region. Wie ist deine pers├Ânliche Beziehung zu dieser Region? Ja, eine ganz gro├če, sch├Âne Beziehung. Wie gesagt, in Sommerfrische hatte ich hier in meinen Schulferien immer hier einen Monat, war ich immer hier in Purkersdorf, wenn meine Oma da gelebt hat und meine Tante. Und da habe ich eigentlich sehr viel Zeit hier in Purkersdorf, schon in meiner Kindheit verbracht. Bin eben sehr viel da auch in den Naturpark herum gestapft. Deswegen kenne ich auch den Naturpark recht gut. Eigentlich ohne diese Gegend hier k├Ânnte ich gar nicht das machen, was ich jetzt hier mache. W├Ąre ich jetzt noch immer in Wien, dann w├╝rde das einfach nicht funktionieren. Ein Wiener Stadtimker ist auch sch├Ân, aber das funktioniert so nicht. Und ich bin sehr, sehr gl├╝cklich und dankbar auch an die ganze Region eigentlich, weil ├╝berall, wo ich hinkomme mit meinen Bienen, ich bin immer willkommen. Also ich habe noch nie jemanden getroffen, der gesagt hat, nein, ich mag keine Bienen. Bitte fahr weg mit deinen Bienen. Und an jeden, den ich gefragt habe, darf ich Bienen hier zu dir reinstellen? Die waren voll begeistert und immer mit dabei. Ist ja jetzt auch so, ich vermiete ja jetzt auch Bienenst├Âcke, also Bienen. Das ist bei mir der summende Garten, weil eben die Leute Bienen besichert drinnen haben wollen, in ihrem eigenen Garten. Und bei diesen vermieteten Bienenst├Âcke, das hei├čt, den ganzen Support magst du? Ganz genau. Nur der Bienenstock steht eben in irgendeinem Garten von jemandem, der sich daf├╝r interessiert. Ganz genau. Und das ist nat├╝rlich f├╝r die Leute, das war auch ├╝brigens meine Meisterarbeit, ich bin ja auch Imkermeister, da habe ich mir das dann auch wirtschaftlich dann ausgerechnet, weil es ist nat├╝rlich dann schon so, ich muss nat├╝rlich daran auch leben. Das hei├čt, das muss schon so kalkuliert alles sein, dass ich auch davon leben kann. Als Imker wird man nicht reich, aber es reicht f├╝rs Leben. Und das ist f├╝r mich in Ordnung. Die Leute sch├Ątzen das, dass ich einfach einen Bienenstock zu ihnen in den Garten hinein stelle. Ich alles mache, damit es den Bienen dann gut geht. Sie bekommen dann auch den Honig direkt aus diesem Bienenstock. Das hei├čt, wir ernten auch gemeinsam. Wir schleudern auch, da habe ich dann eine kleine Handschleuder. Wir schleudern alles direkt vor Ort. Da geht es mir auch wieder um die Lebensmittel. Bezug zum Lebensmittel. Und wie schwierig ist es eigentlich, so etwas herzustellen, generell Lebensmittel. Das hei├čt, gegen die Wegwerfgesellschaft ein bisschen arbeiten. Dass man mal sieht, wie lang muss die Biene fliegen, damit sie ├╝berhaupt ein Glas Honig zusammenbringt. Was muss der Imker dann machen, damit eben das in das Glas dann hineinkommt? Das ist halt jetzt wirklich so ein bisschen auch der Umweltschutz, den ich da mitmachen kann mit den Bienen und das sch├Ątzen die Leute. Das glaube ich. Wenn du irgendetwas ver├Ąndern k├Ânntest in Purkersdorf, Gablitz, der Region, gibt es irgendwas, wo du sagst, dorthin sollte sich diese Region in Zukunft entwickeln oder st├Ąrker ausrichten dorthin? Naja, ich muss schon sagen, generell bin ich sehr zufrieden mit der Gegend hier. Die Leute sind schon alle miteinander sehr gut drauf, also jetzt umwelttechnisch und alles in meinem Bereich hier. Sie tun was gegen den Klimawandel, n├Ąmlich dann auch, also auch vor allem die Gartenbesitzer merke ich schon, dass die, umso mehr sie jetzt wissen ├╝ber die Umwelt, umso mehr sie jetzt wissen ├╝ber die Wichtigkeit der Biene, tun sie schon wirklich richtig viel, kommen auch. Zu mir und erz├Ąhlen mir dann oder zeigen mir Fotos, wie die Bienen dann zu ihnen kommen und was sie alles so tun, damit sie dann auch hierher kommen. Eigentlich bin ich mit der Region hier sehr zufrieden. Es wird nicht gespritzt, also ich bin ja dr├╝ben am Riederberg. Da muss ich schon ein bisschen aufpassen, weil dort halt sehr viel Landwirtschaft betrieben wird. Das haben wir hier alles nicht. Da muss ich teilweise sogar wirklich wegfahren mit den Bienen, wenn die zu viel spritzen. Das ist so ein Thema. Aber ansonsten muss ich wirklich sagen, wir sitzen hier auf der Feihlerh├Âhe, da geht mir immer das Herz auf, weil hier wirklich eine Perle in Purkersdorf da ist. Ja, da m├Âchte ich ├╝brigens auch dankend erw├Ąhnen den Harald Wolkerstorfer, der ja wirklich sehr viel hier sich da engagiert hat, der Karl Schl├Âgl und der Gerhard Stoschka. Also das sind ja die drei, die ja wirklich sehr viel hier gemacht haben und dass es jetzt wirklich auch so aussieht, wie es hier aussieht und dass ich auch hier stehen darf mit meinen Bienen. Also das ist ja auch nicht selbstverst├Ąndlich, das ist ein Gemeindegrund. Und die Gemeinde Purkersdorf stellt mir diesen Platz hier zur Verf├╝gung. Vielen Dank daf├╝r. Ja, ich kann als Kunde nur sagen, wir sind dankbar, dass es dich gibt, dass du den wunderbaren Honig erzeugst und die Produkte. Welche Produkte es alles gibt, das sieht man auf deiner Homepage. Die ganzen Adressen und Kontaktnummern k├Ânnt ihr, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer, auf hallo-Purkersdorf.blog in den Shownotes nachlesen, da kriegt ihr die genauen Links. Ja, Pino, ich sag dir herzlichen Dank f├╝r das Interview. Gerne. Ich hoffe, du machst noch recht lange so tolle Honigprodukte. Das hoffe ich auch. Und verz├╝ckst uns damit. Ja. Und euch, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer von Hallo Purkersdorf, kann ich nur sagen, wenn es euch gef├Ąllt, sagt es weiter. Wenn ihr wollt, k├Ânnt ihr mir auch folgen auf Facebook und Instagram. Auch das seht ihr alles in den Show-Notes-Seiten. W├╝rde mich freuen, von euch auch Feedback zu bekommen. Und ansonsten sage ich, wie immer, danke f├╝rs Zuh├Âren. Tschau, bis zur n├Ąchsten Episode.

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