MFC Silberfalke
Obmann Mario Kainz
09.09.2026 26 min
Zusammenfassung & Show Notes
Der MFC Silberfalke ist ein Modellfluclub aus Purkersdorf mit einem Flugplatz bei Unterwolfsbach.
Obmann und Gründer Mario Kainz betreibt seit vielen Jahren Modellflug und legt besonderen Wert auf gemeinsames, vorbildgetreues Fliegen statt Wettbewerb.
Der Verein hat 36 Mitglieder und heißt auch Anfänger und Jugendliche willkommen. Geflogen werden Flugzeuge, Jets, Hubschrauber und Drohnen auf einem großzügigen Modellflugplatz mit eigener Start- und Landebahn.
Für Mario Kainz ist Modellflug vor allem Hobby, Ausgleich und Gemeinschaft. Zum zehnjährigen Vereinsjubiläum ist am 12. September eine Veranstaltung am Flugplatz geplant.
HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
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MFC Silberfalke – Modellflug aus Leidenschaft
In dieser Episode von „Hallo Purkersdorf“ geht es auf den Modellflugplatz des MFC Silberfalke bei Unterwolfsbach. Zu Gast ist Mario Kainz, Obmann und Gründer des Vereins. Er erzählt, wie der MFC Silberfalke entstanden ist, was ihn seit vielen Jahren am Modellflug begeistert und wie vielfältig dieses Hobby heute ist.
Der Verein zählt aktuell 36 Mitglieder. Geflogen werden unterschiedlichste Modelle – vom Einsteigerflugzeug über originalgetreue Semi-Scale-Modelle bis hin zu großen Jets und Segelflugzeugen. Der rund 7.000 m² große Flugplatz verfügt über eine 140 Meter lange und 25 Meter breite Landebahn. Durch entsprechende Genehmigungen können dort Modelle mit bis zu 90 Kilogramm betrieben werden; außerdem wurde eine Flughöhe von bis zu 250 Metern beantragt.
Ein wichtiges Thema ist auch der Nachwuchs. Das jüngste Vereinsmitglied ist zwölf Jahre alt. Interessierte können Kontakt mit dem Verein aufnehmen, am Flugplatz vorbeikommen und das Modellfliegen beispielsweise im Lehrer-Schüler-Betrieb ausprobieren. Auch bei der Auswahl des ersten Modells und der passenden Fernsteuerung gibt es Unterstützung.
Außerdem sprechen wir über die technische Entwicklung des Modellflugs, moderne 2,4-GHz-Fernsteuerungen, Sicherheitsregeln, Seitenwind, Erstflüge und Funktionen wie „Coming Home“. Für Mario ist Modellflug aber vor allem eines: Ausgleich, Gemeinschaft und ein Stück Urlaub mit Freunden.
Themen dieser Episode
- Gründung und Geschichte des MFC Silberfalke
- Mario Kainz und seine Leidenschaft für den Modellflug
- Flugzeuge, Jets und Semi-Scale-Modelle
- Nachwuchs und Einstieg in den Modellflug
- Lehrer-Schüler-Fliegen und Einsteigerberatung
- Flugplatz, Genehmigungen und Sicherheitsregeln
- Technische Entwicklungen bei Fernsteuerungen
- Vereinsleben im Sommer und Hallenfliegen im Winter
- Das 10-jährige Vereinsjubiläum am 12. September
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Transkript
Liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, heute befinde ich mich einmal
komplett außerhalb von Purkersdorf, auch außerhalb von Umgebung von Purkersdorf.
Und zwar bin ich westlich von Neulengbach in Unterwolfsbach.
Warum bin ich da? Gute Frage. weil hier befindet sich der Flugplatz,
der Flughafen von MFC Silberfalke.
Das ist ein Modellbauverein oder Modellbau-Club, der in Purkersdorf beheimatet ist.
Und neben mir steht auch der Purkersdorfer, der Obmann des Vereins,
der Mario Keynes. Servus Mario.
Hallo Michael, grüß dich.
Ja Mario, wir stehen hier, du musst das natürlich erklären, Wir stehen hier
direkt bei wunderbaren Sonnenschein, direkt vor eurer Lande- und Startbahn und
werden jetzt gleich was sehen, also was sehen für alle Hörerinnen und Hörer.
Auf der Seite hallo-purkersdorf.blog werde ich euch das Video dann noch hineingeben,
damit ihr es seht. Aber was wird da jetzt passieren am Flughafen?
Ja, der Richard ist ein Mitglied von uns, wird jetzt mit seiner Extremfly Extra
NG einen Kunstflug vorführen.
Das ist ein 3D-Kunstflugmodell, was sehr präzise geflogen werden muss.
Sehr gut. Okay, also ich werde diesen Kunstflug jetzt per Video aufzeichnen.
Wie gesagt, unter hallo-purkersdorf.blog könnt ihr euch den anschauen und dann
geht es für uns natürlich gleich audiomäßig weiter.
Ja, Mario, wir haben jetzt gerade einen Kunstflug gesehen, also wir beide,
für die Podcast-Hörer, wie gesagt, im Video aufgezeichnet.
Ein Wahnsinn, was ihr mit den Modellen hier so macht. Aber gehen wir mal auf dich ein.
Der Modellbau-Club, Modellbau-Verein hier, der MFC Silberfalke,
ist ja ein Purkersdorfer Modellbau-Verein eigentlich, ne?
Ja, genau. Genau.
Und den hast du ins Leben gerufen?
Ja, den habe ich vor zehn Jahren gegründet, weil wir eigentlich westlich von
Wien relativ weit fahren haben müssen, um einen guten Modellflugplatz zu finden.
Und dann bin ich vor zehn Jahren auf die Suche gegangen.
und bin wirklich von einem Landwirten bis zum nächsten gefahren und habe übergefragt,
ich würde ein Gelände suchen für einen Modellflugplatz,
bis ich dann zu unserem Verpächter gekommen bin und der hatte dann für uns das
perfekte Platzerl, was noch dazu genau Ost-West ausgerichtet ist,
was unsere Hauptwindrichtungen sind.
Wie kommt man eigentlich dazu, dass man ein Modell baut?
Es gibt natürlich einige, aber wie kommt man dazu, dass man eigentlich dann
so große Modelle baut, beziehungsweise dass man überhaupt auf die Idee kommt
und sagt, ich brauche eigentlich einen ganzen Flug offen.
Angefangen hat es bei mir mit der Fliegerei durch meinen Onkel,
weil mein Onkel in einem Stetten manntragend geflogen ist und ich sehr viel
mit ihm mitgeflogen bin,
bis zu dem Zeitpunkt, wo er dann aus beruflichen Gründen und familiären Gründen
aufhören musste, weil Job und Und zwei Kinder und Towerdienst,
Wartungsarbeiten, Flugstunden, das ging dann nicht mehr. Dann hat er begonnen mit dem Modellflug.
Und ja, da hat er mich mit dem Hobby eigentlich infiziert. Mittlerweile mache
ich es seit 26 Jahren und habe klein begonnen.
Und man wächst halt im Laufe der Zeit.
Dürfen wir ein bisschen auf dich als Person eingehen? Du wohnst in Purkersdorf?
Ja.
Seit?
Seit 14 Jahren.
Also du bist fast ein Alt-Purkersdorfer.
Oder? Nein, für uns.
Was machst du so beruflich?
Ich bin beruflich selbstständig, ich bin Unternehmer im Projektentwicklungsbereich.
und nebenbei noch Familienvater und verbringe auch sehr viel Zeit mit meinem Sohn.
Dein Sohn wird natürlich über dein Hobby, sage ich mal, sehr begeistert sein.
Ja, das Hobby ist total begeistert, nur sein Bereich ist noch weitläufiger als
ich meine, weil er hat die Modellboote für sich entdeckt, die Modellautos und
natürlich die Fliegerei.
Na bravo, also ich würde einmal sagen, bei euch zu Hause dreht sich alles um den Modellflug.
So ist es, sehr viel Modellflug und es fährt von meiner Frau.
Wie viele, ihr habt hier Mitglieder, natürlich aus Wien und überall,
aber natürlich auch Purkersdorfer Mitglieder.
Wir haben von Wien bis St.
Pölten Mitglieder, wir haben auch Purkersdorfer Mitglieder, unser jüngstes Mitglied.
Er ist auch aus Purkersdorf, der ist total infiziert, hat voriges Jahr begonnen
zu fliegen und fliegt heuer schon wie ein Großer.
Wie alt ist er?
Er ist zwölf Jahre alt.
Na bitte. Da können wir grundsätzlich gleich einflechten, wenn jemand Interesse
hat, wie tritt er mit dir, wie tritt er mit euch in Kontakt?
Wenn jemand wirklich Interesse hat, kann er auf unsere Homepage schauen,
www.mfc-silberfalke.at.
Da stehen die Kontaktdaten von mir. Man kann mich jederzeit gerne anrufen oder
mir ein Mail schreiben, damit man sich das ausmacht, wo man sich am Flugplatz treffen.
In die Materie reinschnuppern. Man kann auch Lehrer, Schüler fliegen.
Man sagt, man probiert es einmal aus.
Und natürlich steht man auch, wenn es jemand weiterführen möchte.
Gerne beraten zur Seite, welches Modell, welchen Sender man zu Beginn sich anschafft.
Apropos, also ich habe noch Videos mit dir auch gemacht.
Du hast mir gezeigt ein Jet-Flugzeug und eine Propellermaschine, die Red Bull.
Die Maschinen sind ja alle komplett original getreut.
Sie sind im Original nachgebaut. Es sind Semiscale-Modelle.
Es gibt ja noch die Scale-Klasse, wo dann wirklich jede Leitung,
jeder Hydraulikschlauch, alles nachgebaut wird.
aber das würde mal im Zeitrahmen springen, solche Modelle zu bauen.
Es sind Semi-Scale-Modelle. Die Red Bull, die du angesprochen hast, ist eine Reven CSR.
Da wurden ungefähr 35 Stück davon flugfähig produziert.
Ursprünglich stand das Modell vom Hangar 7 beim Red Bull Air Race immer ausgestellt,
bis es derjenige, der die für Red Bull produziert hat, gesagt hat,
ich mache es einmal ein paar, die flugfähig sind.
Und dadurch ist dieser Flieger entstanden und diese Kirby-Chemblis-Lackierung,
was ich drauf habe, ist in Österreich jetzt eigentlich meines Wissensstands
noch die einzige, die es davon gibt.
Ja, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, ich muss euch natürlich auch ein bisschen
so meinen Eindruck schildern.
Wir sitzen hier in dem Wohnwagen, kann man nicht sagen, Bauwagen,
der direkt am Flugfeld ist.
Aber man sieht natürlich hier, was für ein Herz die Mitglieder hier reinstecken.
Es ist natürlich alles für die Modellflieger ausgelegt.
Es gibt hier PV-Paneele, die die Akkus laden, damit nachher die Mitglieder ihrerseits
wieder ihre Akkus von den Fliegern laden können, Akku leisten.
Es ist ziemlich gewaltig sozusagen als Außenstehender, das zu sehen und zu sehen,
wie viel Herz und wie viel Liebe da drin ist.
Aber nebst Herz und Liebe, hast du mir gesagt, ist, glaube ich,
eines sehr wichtig und zwar bei diesem Modell. natürlich auch das nötige Kleinkrieg.
Stimmt, ja.
Also in dieser Klasse, wo ich mich mit meinem großen Denk bewege,
sind wir schon eher in der Königsklasse unterwegs.
Es gibt aber auch durchaus preiswerte Modelle für Einsteiger.
Ich habe ja auch gesehen und ich habe auch diese Fotos gemacht.
Ihr könnt ja natürlich alle auf der Homepage sehen.
Du bist ja gleich mit einem riesen Anhänger auch unterwegs. Da ist ja alles
drin. Eine erfahrende Werkstatt.
Stimmt, also ich habe einige Ersatzteile mit an Bord. Der Anhänger kommt daher,
weil ich, bevor mein Sohn geboren wurde, sehr viel unterwegs war auf Flugshows
in Österreich, in Deutschland, in der Tschechei und in Ungarn.
Ich habe das jetzt reduziert, aber aufgrund der Größe der Modelle werden sich
anders nicht zu bewegen.
Du hast eh gesagt, euer jüngstes Mitglied ist zwölf Jahre.
Wie sieht es allgemein aus im Modellsport mit Nachwuchs?
Weil diese Hobbys und Sportarten leiden ja manchmal teilweise darunter,
dass sozusagen viele Jugendliche ein bisschen eher in die virtuelle Welt abtriften.
Ja, leider Gottes. Also es ist mit Nachwuchs auch im Modellsportbereich,
wo es mit Autos, Booten oder mit Flugzeugen ist, dass es mit dem Nachwuchs sehr schwer ist.
Wie du richtig sagst, eben weil dieses Virtuelle sehr dominant ist.
Und wir freuen uns natürlich über jedes junge Mitglied, was wir bekommen.
Und da freuen uns nicht nur wir drüber, sondern der gesamte Aero-Club Österreich
freut sich über jedes jüngere Mitglied.
Und es gibt auch eigene Förderungen für junge Mitglieder.
Und es gibt auch zum Beispiel Firmen, die sagen, es ist uns wirklich was wert,
dass Junge nachkommen und diese auch unterstützen. Vielen Dank.
Die jungen Mitglieder von euch, die werden natürlich, würde ich mal sagen,
auch bestens supportet. Also da ist dann ein Austausch nicht,
wie mache ich das, was kann ich am besten lernen.
Hauptsache macht es ja auch Flugschule sozusagen.
Also eine Flugschule generell machen wir so nicht, aber wir geben uns wirklich
für jeden Einzelnen die Zeit und beraten ihn.
Wir machen die ersten Flugversuche mit ihm, dass er wirklich in diese Thematik reinfindet.
Ja, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, mir war das natürlich
auch überhaupt nicht bekannt, dass es in Purkersdorf einen Modellflug gibt.
Und bei uns selbst in den Tälern ist ja ein bisschen zu wenig Platz.
Stimmt, wir haben eine wunderschöne Region, wo wir wohnen, aber für unser Hobby haben wir zu viel Wald.
Also da braucht man schon ein bisschen eine größere Fläche, wo immer kein Wald
ist, so wie hier draußen.
Unser Flugplatz hat eine Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern.
Die Stadtlandebahn hat eine Länge von 140 Metern und eine Breite von 25 Metern.
Und wir dürfen, Gott sei Dank auf unserem Platz haben wir den Artikel 16 Bescheid
ja, dadurch dürfen wir mit Modellen bis 90 Kilogramm fliegen und haben dadurch
auch eine Flughöhenüberschreitung auf 250 Meter beantragt.
Also wir haben wirklich schon teilweise Segelflugzeuge bei uns gehabt mit 12 Metern Spannweite.
Ja, das sind schon Riesengeräte und mich hat das sehr fasziniert,
Und klarerweise den Jet, den du jetzt vorhin geflogen hast,
das ist ein unglaubliches Teil, aber auch unglaublich schwer zu fliegen.
Das glaubt man. Das ist sogar einer von meinen leichtesten zu fliegenden Flugzeugen, die ich habe.
Du als Obmann des Vereins,
was macht es dir so? Also neben dem Fliegen, klar, Modellfliegen,
das ist klar. Aber ihr werdet ja auch ein Vereinsleben haben.
Ja, also wir kommen regelmäßig an einem Flugplatz zusammen, von Jahr bis Herbst.
Wenn dann die Winterzeit beginnt, treffen wir uns regelmäßig in Neulengbach, im Borg.
Da haben wir einen Turnsaal, in dem wir ein Hallenfliegen veranstalten.
Mhm.
Und zudem treffen wir uns natürlich auch so gelegentlich einmal,
um zu plaudern, was gibt es Neues, wer hat sich was gekauft oder wie kann ich
etwas bauen, hat man irgendwelche Ideen, wie ich etwas machen kann.
Den Verein, wie gesagt, hast du gegründet, ne? Ja. Wie viele Vereinsmitglieder habt ihr jetzt?
Wir sind derzeit 36 Mitglieder.
Und ihr feiert aber, und das ist besonders, am 12. September?
Unser 10-jähriges Jubiläum.
Genau. Was gibt es da? Gibt es da eine kleine Feier? Gibt es da eine Flugshow?
Kann man sich was ansehen?
Wir haben sehr viele Freunde, die kommen, um mit uns zu feiern.
Aus Bayern, aus Oberösterreich, südliches Niederösterreich, nördliches Niederösterreich
und natürlich von uns die Mitglieder. Es wird sicher ein spannender Tag,
wo man sehr viele Modelle sieht.
Kulinarisch gibt es natürlich auch etwas. Wir haben Grillhänderl hier oben.
Das heißt, es kann jetzt auch jeder vorbeikommen am 12. September hier am Flugplatz.
Ja, wo der Flugplatz ist, liebe Hörerinnen und Hörer, könnt ihr euch auf der
Homepage von MFC Silberfalke ansehen.
Die ganzen Adressen, Homepage und so weiter könnt ihr natürlich auf hallo-Purkersdorf.blog
alles nachlesen und euch ansehen, wenn euch das interessiert.
Was ist denn am Flughafen so eigentlich gefährlicher Seitenwind oder die Zurufe
von der Seite von den Kollegen?
Am gefährlichsten ist natürlich der Seitenwind. Ich muss gestehen,
wenn ich mit meinen großen Modellen draußen bin, sind die Kollegen eigentlich
alle relativ ruhig und schauen mir zu.
Okay. Also es gibt keine guten Tipps von außen.
Nein, also es ist eher so, dass die Leute zu mir kommen wegen Tipps und ich
mache auch sehr viele Erstflüge für neu gebaute Modelle.
Wenn sich Mitglieder nicht drüber trauen, dann kommen sie immer zu mir und sagen,
du Mario, würdest du mir bitte den Erstflug machen für mein Modell?
Okay.
Dann schaue ich mir das Modell kurz einmal an, ob die Anleckungen passen, ob alles funktioniert.
oder ob der Schwerpunkt auch passt, dann mache ich natürlich für dieses Mitglied den Erstflug.
Wie ich begonnen habe, habe ich angefangen mit Segelflieger in der 2-Meter-Klasse,
die noch relativ preiswert waren. Und ich kann mich erinnern,
damals gab es schon solche großen Modelle, wie ich sie heute habe.
Und ich habe damals gesagt, die spinnen ja, was die für ein Geld ausgeben.
Und wenn ich jetzt schaue, also ich sage, gute 20 Jahre später hat es begonnen,
bin ich dann selbst in dieser Klasse unterwegs gewesen.
Natürlich gibt es viele Modellbauer oder auch Modellflieger,
wenn wir gerade beim Fliegen sind, die machen dieses Hobby, bleiben in einer gewissen Größe.
Aber bei dir scheint es, warst du von Anfang an hin auch zur Perfektion und
bis hin zum Wettkampf oder was interessiert an dem Ganzen, oder?
Also mein Bereich ist das Schaufliegen. Ich fliege meine Modelle,
sind ja hauptsächlich Scale-Modelle oder Semi-Scale-Modelle und ich fliege sie
gerne original, wie das Vorbild halt eben ist.
In der Wettbewerbsklasse bin ich wenig unterwegs. Wir haben allerdings einen
Wettbewerbspiloten in der Klasse F3F, wenn ich mich jetzt nicht täusche.
Was immer das auch ist, passt schon.
Eine Segelflugklasse ist das am Hang. Und der war jetzt zum Beispiel in Spanien,
wo ist extra nach Spanien angereist mit seinen Modellen, um dort mitzufliegen.
Und leider Gottes hat der Wind nicht gepasst. Jetzt fliegen sie wieder nach
Hause, ohne dass der Wettbewerb stattgefunden hat.
Jetzt bist du mittlerweile natürlich so routiniert, da sind natürlich tolle
Modelle von dir, tolle Flugeinlagen, aber ich nehme an, am Weg dorthin ist da
auch einiges passiert, oder?
Ja, also es sind definitiv ein paar Flugzeuge von mir abgestürzt.
Wie ich begonnen habe, war das noch nicht so wie heute mit Lehrer-Schüler-Fliegen
oder dass ein Modell ein Kreisel drinnen hat, der Kreisel unterstützt beim Fliegen.
Das heißt, dieser Kreisel, muss man sich vorstellen, das ist genauso wie die Segways, oder?
weil Segway, wenn der Kreisler rennt, kann ich aufstehen und die haben auch
für Schulflugzeuge so einen Kreisel drinnen, dass sie sich stabilisieren,
wenn jetzt sozusagen ich gebe die Hände, weil ich nicht mehr weiß,
was ich tue, dann stabilisieren sie das.
Richtig, das gibt es für Flugzeuge, das gibt es für Hubschrauber,
wir haben auch Hubschrauberpiloten bei uns am Platz, also wenn jemand das interessiert
oder auch Drohnenpiloten bei uns.
Wie gesagt, es gibt eben diese Kreisel in den Modellen drinnen,
die Einsteigermodelle, aber auch in einem Jet, den du heute von mir gesehen
hast, der warst du später, Rot-Weiß-Schwarze, hat einen Kreisel drinnen,
weil der zum Beispiel eine Schubvektorsteuerung hat und die könnte man ohne
Kreisel gar nicht fliegen.
Ja, lieber Zuhörer, für euch natürlich auch, was ich hier gelernt habe,
ich kann natürlich nicht in Österreich überall,
und in jeder Höhe fliegen, aber dieser Flugplatz, und du korrigierst mich,
wenn ich das jetzt falsch sage, dieser Flugplatz hat eben eine Genehmigung,
normalerweise darf man bis 150 Meter Höhe fliegen.
120? 120, das sagen wir schon, ist schon mal falsch.
Und ihr habt eine Genehmigung auf 250 Kilometer.
Also das muss man sich so vorstellen, dass man eigentlich wie einen Tunnel im Flugfeld hat.
Den dürft ihr benutzen, dieses Flugfeld. Und das ist eben auch in allen Flugkarten
und so von der Flügerei und so eingetragen. Das heißt, da bewegt sich kein anderes Fluggerät hinein.
Richtig.
Wenn es offiziell und richtig fliegt.
Richtig.
Sollte nicht vorkommen. Wenn es vorkommt, müssen wir mit unseren Modellen natürlich sofort runter.
Weil ein Menschenleben ist natürlich wesentlich wichtiger als wie jetzt ein Modellflugzeug.
Ist aber bei uns Gott sei Dank noch nicht vorgekommen. Also bis jetzt haben
sich alle manntragenden Flugzeuge an unseren Flugkorridor quasi gehalten,
dass sie nicht eingedrungen sind.
Also für uns gilt in erster Linie mit der Regel, kommt ein manntragendes Flugzeug
zu nahe, Modellflugzeug, Drohne, Hubschrauber von uns runter.
Du hast ja sehr viele Modelle mittlerweile in deiner Laufbahn als Modellflugpilot.
Ich nehme an, du hast auch ein Lieblingsmodell.
Ja, das ist die MB339 im Design von Fritzscher Tricolori, die du heute gesehen hast.
Aha, das ist ja dieser Chat.
Ich habe zu diesem Modell eine besondere Beziehung, weil meine Nachbarin in
Purkersdorf, vis-à-vis, ist halb Italienerin.
Ihr Vater war in den 60er Jahren beim Militär in Italien Berufspilot und sein
Kommandant damals war ein Gründungsmitglied der Frecce Tricolore.
Und über diesen alten Kontakt, den er da hatte, hat er es mir ermöglicht,
dass meine Frau und ich in Revolta am Stützpunkt waren und ich bin genau in
diesem Flugzeug drinnen gesessen. Ja, das ist toll.
Darum habe ich gesagt, ich brauche auch die Nummer 10 das ist der Solist von
innen und dadurch habe ich zu diesem Flugzeug eine besondere Beziehung
Und möge es nie abstürzen.
So ist es.
Das wäre ein Horror.
Also bei den Jäger sagt man eine bessere Heilung. Bei uns ist das Holm und Rippenbruch.
Ach so? Das ist der Spruch? Okay. Wie viele Modellflugzeuge ungefähr hast du? Weißt du das überhaupt?
Also in meinem Anhänger sind einmal sechs Großmodelle drinnen.
Über alle Sparten der Modellflugzeuge verteilt. Ich habe Segelflieger drinnen.
Ich habe eine Schleppmaschine zum Segelflieger raufziehen.
Ich habe zwei Jet-Brennern, ich habe die T28 Trojan-Brennern.
Und zu Hause stehen dann noch zu ein, zwei, drei oder mehr Flieger herum.
Aber man darf auch Mitglied werden, wenn man jetzt einmal nur,
ich sage jetzt nur einen Flieger hat.
Absolut.
Man muss nicht eine ganze Batterie an Flieger verweisen.
Es ist auch so, wenn dann jemand kommt und reinschnuppert in diese Materie und
ich komme dann mit meinem Anhänger und das sind die Modelle zum Beispiel.
Naja, ich habe ja nur einen Anfängerflieger. Dann sage ich, das ist wurscht. Es muss Spaß machen.
Ob das jetzt ein Styropor-Segelflieger ist, ob das jetzt ein Voll-GFK-Jet ist
mit drei Metern Spannweite, das ist egal.
Das Modellfliegen muss Spaß machen. Das ist das Wichtigste.
Spannend finde ich bei dir auch, du hast ein Unternehmen, du bist selbstständig.
Ja.
Wir wissen alle, selbstständig heißt selbst und ständig. Ja.
Du hast Familie, also Frau, Kind, du hast Hund.
Ja, ein Hund, richtig.
All das benötigt ja Zeiträume, ich sage mal das Modellfliegen,
jetzt nicht nur das Fliegen, sondern das Bauen wird auch einen glitzekleinen
Zeitaufwand benötigen. Wie kriegst du das alles unter den Hut?
Die Bausaison ist eigentlich im Winter. Also wenn sie draußen Schickswetter hat und
man nicht freiwillig rausgeht, dann ziehe ich mich zurück in meine Werkstatt,
wenn der wenn der Sohnemann im Bett ist
und habe dann so meine 1-2-3 Stunden am Abend, wo ich sage, das ist meine Auszeit,
da vergiss ich den Job, da denke ich an nichts,
da schalte ich ab und dann geht auch alles weiter.
Das ist klar.
Und mit dem Fliegen ist es natürlich, wenn es Schlechtwetter ist,
kommt man eh nicht zum Fliegen und im Sommer, Gott sei Dank,
durch die langen Abende kommt man dann doch auch zwischendurch dazu.
Der Modellflug wird sich natürlich auch technologisch wahnsinnig entwickelt
haben. Du bist jetzt schon Jahrzehnte dabei.
Aber was da mittlerweile an Elektronik und bis hin, gibt es KI-Steuerungen auch schon?
Ja, gibt es wirklich.
Zum Beispiel unsere Sender. Früher haben wir ja einen 35 oder 40 MHz Sender
und Empfänger mit den langen Antennen.
Mittlerweile fliegen wir aber auch im 2,4 GHz Bereich.
Das heißt, Sender und Empfänger kommunizieren miteinander und wechseln im Bruchteil
von Sekunden die Frequenz.
Somit hat man keine Störungen mehr, so wie es früher gewesen ist.
Früher warst du auf einer Frequenz und hattest du auf diese eine Störung,
hat natürlich die Verbindung vom Steuergerät zum Flieger aber unterbrochen.
Genau. Das kann jetzt nicht mehr passieren. Richtig.
Das größte Problem war ja früher so, wenn du bei Flugschuss unterwegs warst,
so wie es ja bei mir eben ist,
du hast jetzt einen 40 MHz-Sender mit Kanal 53 und du fliegst gerade und irgendein
anderer denkt sich, ich muss jetzt noch schnell schauen, bei meinem Flieger eh alles passt.
und der hat dieselbe Frequenz und der hat schon mit den Sender rein.
War ein Problem, ja.
Dann bist du runtergefallen. Und du hast aber nicht gewusst,
warum. Und dieses Problem gibt es eben jetzt mit 2,4 GHz nicht mehr.
Dann gibt es mittlerweile auch schon in manchen Modellen drin eine Coming-Home-Funktion.
Jetzt sind wir genau bei der KI.
Der Flieger weiß, wo ich gestartet bin.
Und wenn jetzt der Pilot sagt, ich komme jetzt nicht mehr mehr aus,
was ich tun muss, drückt er auf den Knopf drauf
und dieses Ding hat eine Coming-Home-Funktion. um Drohnen zu fliegen.
So wie die Drohnen, ja.
Richtig. Das heißt, sie fliegt wieder selbst auf die GPS-Daten zurück, wo sie gestartet ist.
Und erkennt sie ein Hindernis, wenn sie selbstständig fliegt.
Dann bleibt die Drohne, die modernen Drohnen jetzt, bleiben vor dem Hindernis
stehen und fliegen nicht dagegen.
Bleiben nicht dagegen, ja.
Mario, zum Abschluss würde ich noch gerne wissen von dir persönlich,
nicht nur das Interesse zum Modellflug, aber du musst dir wahrscheinlich auch
sagen können, was gibt dir das Modellfliegen?
Vom Gefühl her, vom Ausgleich, vom Gedanken, weil du schöpfst ja eigentlich Energie daraus.
Es braucht viel Zeit, aber wie alles, was wir wissen, wie alles,
was wir gern tun und was wir mit Herz und Liebe tun, in Wirklichkeit ziehen wir daraus ja Energie.
Ja, also für mich ist Modellflug, egal ob ich es baue oder wirklich fliege oder
ob ich bei einer Flugveranstaltung bin, das ist überhaupt so,
wenn ich das ganze Wochenende weg bin, das ist wie Urlaub.
Du triffst, wenn du so viel auf Flugschluss unterwegs bist wie ich,
du triffst immer wieder Freunde.
Du hast die Fliegerei. Das ist wie Urlaub mit Freunden eigentlich und dadurch
starte ich, wenn ich eine Woche unterwegs bin oder am Flugplatz da oben bin,
am Montag wieder mit voller Frische und bin wieder top motiviert.
Super. Ja, dann kann ich nur sagen, alle Hörerinnen und Hörer,
wenn es Interesse gibt, bitte meldet euch beim MFC Silberfalke, beim Mario.
Ich nehme an, du wirst mit jedem begeistert über das Thema sprechen.
Absolut. Also, wie man hört, ich könnte stundenlang darüber sprechen, die Modellfliegerei.
Ja, und ich persönlich wünsche aber dir und dem Verein natürlich das Allerbeste.
Wie hast du gesagt, wie sagt man in der Fliegerei?
Holm und Rippenbruch.
Wünsche ich euch natürlich. Damit ja nichts passiert.
Und dass ihr auch weiter dieses wirklich tolle Hobby machen könnt und viel Energie daraus zieht.
Danke.
Danke dir für das Gespräch. Danke.
Schön, dass du da warst.
Euch, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf, sage ich wie immer Danke
fürs Zuhören und Ciao, bis zur nächsten Episode.
Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Michael
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Michael
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Michael
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Michael
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Michael
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Michael
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Mario
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Michael
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Michael
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Michael
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Michael
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