Purkersdorf GESTERN & HEUTE_Teil 4
1967 bis 2026
18.03.2026 42 min
Zusammenfassung & Show Notes
HALLO PURKERSDORF
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf
Das Interview behandelt die Entwicklung der Stadt Purkersdorf aus historischer und politischer Perspektive. Im Gespräch blickt Mag.Karl Schlögl auf zentrale Herausforderungen seit den 1960er-Jahren zurück, darunter Wohnraummangel, Infrastrukturprobleme und Bevölkerungsentwicklung.
Als Bürgermeister initiierte er ab 1989 umfangreiche Projekte, um die Versorgung der Stadt zu verbessern, etwa den Ausbau von Kanalisation, Wasserleitungen und anderen Infrastrukturen. Zudem wird die Bedeutung von Bildungs- und Kultureinrichtungen hervorgehoben, etwa durch die Gründung von Schulen, einer Musikschule, einer Bibliothek sowie kultureller Initiativen und Veranstaltungen.
Auch die Entwicklung von Gastronomie und Einzelhandel wird kritisch diskutiert. Abschließend richtet sich der Blick in die Zukunft: Trotz aktueller Herausforderungen sehen die Gesprächspartner Dr.Christian Matzka gute Chancen für die weitere positive Entwicklung der Stadt, wenn Innovation und Gemeinschaft weiterhin gefördert werden.
Als Bürgermeister initiierte er ab 1989 umfangreiche Projekte, um die Versorgung der Stadt zu verbessern, etwa den Ausbau von Kanalisation, Wasserleitungen und anderen Infrastrukturen. Zudem wird die Bedeutung von Bildungs- und Kultureinrichtungen hervorgehoben, etwa durch die Gründung von Schulen, einer Musikschule, einer Bibliothek sowie kultureller Initiativen und Veranstaltungen.
Auch die Entwicklung von Gastronomie und Einzelhandel wird kritisch diskutiert. Abschließend richtet sich der Blick in die Zukunft: Trotz aktueller Herausforderungen sehen die Gesprächspartner Dr.Christian Matzka gute Chancen für die weitere positive Entwicklung der Stadt, wenn Innovation und Gemeinschaft weiterhin gefördert werden.
Die HALLO PURKERSDORF Blog Beiträge zu allen Episoden kannst du unter hallo-purkersdorf.blog nachlesen.
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Transkript
Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Hallo Purkersdorf,
der Talk über Menschen und Themen in und um Purkersdorf.
Ja, und heute bin ich wieder um Purkersdorf herum und zwar im Pressbaum und
es freut mich wahnsinnig, euch eine wirklich besondere Person vorstellen zu
dürfen, wenn ich die Einleitung so machen darf.
Ihr werdet jetzt kennenlernen, den Daniel Düsentrieb vom Pressbaum.
Ich bin zu Hause bei Diplom-Ingenieur Josef Foras. Servus Josef.
Ja hallo, grüß Gott und freut mich, dass ich heute Gelegenheit habe,
ein bisschen was von meinem Wahlheimat-Pressbaum zu erzählen.
Ja, also das Schöne erstens einmal ist daran, dass ich auf deine Person gestoßen
bin durch einen Hörer im Podcast, der mir geschrieben hat und gesagt hat,
ich soll unbedingt mit dir eine Episode machen,
weil er hat es eben dann so genannt, du bist der Daniel Düsentrieb.
Wie ist er darauf gekommen, dass du der Daniel Düsentrieb bist?
Naja, er ist der Sohn eines guten Freundes, der schon zu Siemens-Zeiten mit
mir zusammengearbeitet hat und über den ich dann eigentlich auch letztlich nach
Pressbaum gekommen bin.
Und der hat mich mehr oder weniger über viele Jahre, Jahrzehnte mittlerweile
erlebt, dass ich halt damals für meinen Sohn ein Baumhaus mit Lift gebaut habe
oder immer irgendwelche technischen Dinge hatte. Ich war ja...
Von Ausbildung, Technik und auch beruflich bei Siemens in der Technik lange Zeit verwurzelt.
Und das hat ihm scheinbar damals schon gefallen.
Mittlerweile gibt es neue Hobbys, die er auch mitbekommen hat.
Und ich glaube, kürzlich, wie ich mein neues Buch veröffentlicht habe,
da hat er gesagt, was ich nicht noch alles mache. Und das hat ihn scheinbar fast.
Auf das werden wir natürlich alles noch eingehen.
Und ja, liebe Hörerinnen und Hörer, ich kann euch diesmal wirklich speziell ans Herz legen.
Schaut euch die Blogseite hallo-Purkersdorf.blog an,
weil all die Dinge, die ihr jetzt dann hören werdet über den Josef Forer,
habe ich auch den Genuss gehabt, dass ich sozusagen in seine Werkstatt hinein
durfte und sozusagen das alles sehen durfte, was hier alles passiert und euch
habe ich natürlich ein paar kleine Filme und Bilder mitgenommen.
Aber gehen wir mal natürlich auf dich ein als Person der Josef Forer, seine Kindheit.
Wie hat alles angefangen? Ja, ich habe in der Tat einen recht langen Weg hinter mir.
Ich bin am Bergbauernhof in Südtirol aufgewachsen, bin dann zum Studium nach
Wien gekommen und eben irgendwann jetzt im Pressbaum gelandet.
Und das sind, wenn ich so sagen darf, drei Welten, die alle für sich eine lange Geschichte wert wären.
Aber natürlich, wie soll ich sagen, war die Kindheit schon recht prägend für
mich, weil sie halt recht karg war.
Wir hatten keinen Strom, wir hatten keine Straße.
Wir waren fünf Kinder auf 1600 Meter, wo es auch im August einmal schneit.
Und wenn man so diese Entbehrungen einmal erlebt hat, dann ist das möglicherweise
eine gute Mitgift für später, weil er nicht so schnell was irgendwie erschüttern kann.
Oder umgekehrt man eigentlich, also ich zumindest, die.
Technischen Errungenschaften und die Veränderungen stets als Wohltat empfunden habe.
Und deswegen ist es mir auch immer gut gegangen, weil ich das Gefühl gehabt
habe, ja, es geht in die richtige Richtung.
Du hast ja ein Nachrichtentechnik Studium an der TU Wien absolviert.
Und da ist natürlich schon eine besonders interessante Brücke.
In deiner Kindheit, wie du schon gesagt hast, viele Jahre ohne Strom und eine
karge Kindheit. Wie kommt dann sozusagen der Bezug und bei dir,
kann man es auch ruhig so sagen, wirklich die Liebe zur Technik?
Ich war 13, wie wir den elektrischen Strom bekommen haben.
Und der hat mich natürlich von der Stunde Null fasziniert. Weil plötzlich Dinge
möglich waren, die ohne Strom halt nicht gehen.
Da war schon einmal irgendwie der Grundstein gelegt.
Wie ich da maturiert habe, habe ich klassische Matura gemacht.
Da war irgendwie eher das Ausschlussverfahren, Medizin, nein, No Use, nein.
Dann eher was Technisches. Und ich hatte natürlich keine Vorstellung,
was es genau werden soll, aber irgendwie habe ich halt dann befunden,
so Radio- und Fernsehtechnik, das wäre wahrscheinlich schon was,
weil da kann ich mich dann mit diesen Medien beschäftigen.
Und so bin ich halt bei der Nachrichtentechnik in Wien gelandet.
Nicht wissend, dass es im Wesentlichen ein Mathematikstudium ist.
Ja, und ich kann mich noch gut erinnern, wenn ich in den Ferien nach Hause gekommen bin,
haben die Nachbarn irgendwelche Radios gebraucht und gesagt,
ob ich den schnell errichten könnte oder so, und ich hatte keine Ahnung,
ich habe mich dafür geniert, dass ich wirklich keine Ahnung hatte,
weil ich habe gesagt, wir lernen Radios zu bauen, aber nicht zu reparieren,
also ich musste mir da immer ein bisschen helfen.
Zu erklären, warum ich das nicht kann. Und es war zugegebenermaßen am Anfang
des Studiums auch ein bisschen ein Frust, dass recht wenig Praxis da war, nur sehr viel Theorie.
Mechanik und Geometrie und eben Mathematik, Mathematik. Aber ich habe immer gern gerechnet.
Ich wollte sagen, die Liebe zur Mathematik ist da dann gekommen und geblieben.
Ich war in der Schule schon in Mathematik immer ganz gut, habe es gern gemacht.
Es hat mir sehr geholfen, dass ich das Studium dann, ich sage jetzt im Großen
und Ganzen, nach einigermaßen geschafft habe.
Letztendlich habe ich in sieben Jahren, vorgeschrieben sind fünf,
den Abschluss hingekriegt.
Und wie war dann dein Berufseinstieg?
Interessanterweise war damals der Arbeitsmarkt für Diplom-Ingenieure ein wahnsinnig guter.
Also ich denke, dass allein Siemens uns wahrscheinlich alle angestellt hätte.
Wir wurden zum Abendessen eingeladen von Siemens kurz vor dem Abschluss in ein
schönes Restaurant und haben gesagt, wir haben für alle irgendwas,
wir waren glaube ich 50 in meinem Jahrgang, 350 haben begonnen,
50 haben fertig gemacht.
Wir hatten alle 50 genommen und ich habe aber schon Diplomarbeit bei Siemens gemacht.
Und so gesehen war das dann fast ein bisschen neiligend, dass ich tatsächlich
in die Forschung entwickelt zu Siemens gegangen bin und dort die ersten Jahre,
sieben Jahre um genau zu sein, zugebracht habe.
Aber du hast dich ja dann auch später auch noch selbstständig gemacht.
Ja, bei Siemens hat er noch vielen Jahren das Geschäftsfeld verkauft,
uns Manager mitverkauft, da war er noch ein Jahr mit der Ivernesen.
BenQ hat das damals übernommen, die Handysparte, die haben allerdings das nicht
fortgesetzt. Das heißt, das wurde letztendlich aufgelöst und für mich eigentlich ein.
Guter Input von außen, mich selbstständig zu machen.
Ich wollte das zwar immer schon, aber der Komfort in der Firma mit Firmenauter
und doch auch die Möglichkeit, im Konzern zu wachsen und zu wechseln.
Ich war dann schon im internationalen Vertriebsgeschäft.
Hätte mich wahrscheinlich das nicht machen lassen.
Aber durch das, dass die Firma verkauft wurde, musste ich praktisch was Neues tun.
Ich habe zwar dann noch ein Management-Buyout gemacht, weil ich dachte,
schade um das alles, wir haben da in Osteuropa
Tolle Geschäfte gemacht mit Handys und Schülostelefonen. Aber mit meinem Investor
ist das dann nicht so gelaufen, wie ich es erwartet habe.
Und dann habe ich tatsächlich meine erste eigene Firma gegründet und bin dann
bis zur Pensionierung selbstständig geblieben.
Du bist ja, was du mir auch gesagt hast, 1992 bist du hier am Bad Berg,
sesshaft geworden? Hast du dir ein Haus gekauft?
Sesshaft noch nicht. Ich habe damals das Haus gekauft. Und bis 2005,
also immerhin 13 Jahre, war es eigentlich nur Sommerhäuschen,
weil es eben nicht für ganzjährige Bewohnern geeignet war.
Es war nicht isoliert, es war klein, es war keine Heizung.
Aber seit 2005 bin ich sozusagen hier ganz angekommen. Also ich war siedelt
aus der Wohnung in Wien und wohnt jetzt hier.
Ja, aber das, was dich natürlich speziell für mich und für uns so interessant
macht, ist natürlich einerseits klarerweise dein beruflicher Werdegang,
aber du hast mannigfaltige Interessen.
Und du beschäftigst dich in mannigfaltiger Version natürlich mit Technik.
Und ich habe es ja schon vorher gesagt, ich durfte schon in deine Werkstatt
und so hineinschnuppern.
Und du hast mir da schon einiges gezeigt. Aber du magst ja 3D-Druck,
du magst Laser, Laserprints, du durftst Schnaps brennen, du hast ein Buch geschrieben.
Gehen wir noch kurz auf das Buch ein. Das habe ich auch gesehen auf Amazon.
Ja, also ich habe, wenn ich im Freundeskreis ein bisschen erzählt habe,
manchmal wie das früher so war, gab es schon die ein oder andere Empfehlung.
Das solltest du eigentlich niederschreiben, das glaubt ja keiner,
dass das irgendwie möglich ist.
Das Zweite war in den letzten Jahren immer wieder so das Wort Blackout,
wo ich mir gedacht habe, naja, ich durfte 13 Jahre in Blackout aufwachsen.
Deswegen ursprünglich wollte ich auch das Buch Leben in Blackout,
also 13 Jahre in Blackout nennen.
Habe es aber dann von Bergbauern zur Postmoderne getauft weil ich jetzt
nicht nur auf das Thema Strom, da ein bisschen eingegangen bin,
sondern eben auch auf das Thema keine Straße, kein Verkehrsmittel,
ausschließlich Handarbeit am steilen Feld, also bei der Viehwirtschaft und eben
die volle Breite von der Erziehung über die gesellschaftlichen Situationen am Bauernhof.
Ja, das habe ich dann mich doch aufgerafft im letzten Jahr einmal ein bisschen
zusammenzutragen und ein paar Kapitel zu schreiben.
Und es war für mich halt eben wieder ein komplett neues Metier.
Wie funktioniert das? Wo kippe ich das ein? Wie viele Exemplare muss ich dann bestellen?
Und es gibt Gott sei Dank heutzutage die Möglichkeit mit Books on Demand,
dass man quasi keine tausend Stück da bestellen muss, sondern die werden nach Bestellung gedruckt.
Also Amazon hat zum Beispiel immer eins liegen.
Wenn man zwei bestellt, dauert das zwei, dann dauert das ein paar Tage länger.
Aber es war für mich eine gute Möglichkeit, meine Kindheit ein bisschen zu reflektieren
und was ich da drinnen halt versucht habe.
Eben auch ein bisschen diese Technikbegeisterung zu begründen,
weil ich ja wirklich von keiner Technik auf heute würde ich schon sagen,
sehr, sehr viel Technik mich entwickelt habe.
Also im Haushalt ist sehr viel automatisiert. Es würden sich wahrscheinlich
nicht alle wohlfühlen. Die Schwiegermutter sagt manchmal, bei uns geistert,
wenn man einen falschen Schalter drückt, dann passiert plötzlich sehr viel von
Musik über Licht und sonstiges.
Diese positive Veränderung, aus meiner Sicht, eben von kargem Bergbauern-Turm
zu Großstadt, die ich sehr geliebt habe,
bis jetzt wieder ein Stück zurück aufs Land, in den Speckgürtel,
aber trotzdem eben die Möglichkeit, diese ganzen technischen Errungenschaften
zu nutzen, nicht nur warmes Wasser zu haben oder ein Klo innen,
was wir damals nicht hatten.
Das ist so in kurzen Worten ein bisschen der Thema von dem Buch.
Und wie ist eigentlich der Weg damals weggegangen vom elterlichen Hof?
Weil das ist ja wahrscheinlich gar nicht so einfach gewesen,
oder? Ich hatte Glück mit meinen Eltern, dass die irgendwo früh realisiert haben,
sie können uns Kindern, wir waren fünf, keine Mitgift geben.
Also ich hätte eigentlich Bauer werden sollen, ich war der älteste Sohn.
Aber für die Mittelschule, Volksschule war im Ort möglich, eine Stunde Fußweg.
Aber Mittelschule gab es nicht in der Umgebung. Und das heißt,
dazu musste ich schon ins Internat.
Und das heißt, sie mussten da schon einmal auf meine Arbeitskraft verzichten.
Sie mussten sogar ein bisschen was dafür zahlen.
Und ich war dann in Brixen im Internat. Das war die erste Abnabelung.
Die war schon ein Stück schmerzhaft für mich, mit zehn Jahren da ins Internat
und für die ersten drei Monate überhaupt nicht rauszudürfen.
Aber ich bin dann letztendlich dort schon irgendwie klargekommen.
Nach sechs Jahren Internat bin ich dann in öffentliche Schule nach Bruneck gewechselt.
Das war eine gute, wichtige Vorbereitung für die Großstadt dann später in Wien,
weil im Internat war das schon alles sehr strikt geregelt, wenig Freiheiten
und eigentlich wäre es die Vorbereitung für das Priesterseminar gewesen.
Ein latenter Wunsch meiner Eltern war mit Sicherheit, dass ich Priester werde,
wenn ich schon nicht am Hof bleiben sollte, weil die Lehrer haben gesagt,
lass uns was lernen und da oben kann man ja nicht auf die Dauer überleben.
Geht es davon aus, dass die nicht bleiben und so bin ich dann praktisch übers
Internat zum Gymnasium zum Studium gekommen, dann eben auch weit weg von.
Am elterlichen Hof. Interessant ist ja auch, weil du gesagt hast,
hier in deiner oder in eurem Haus gibt es doch schon etwas Technik.
Ja, also ich würde sagen, es ist in jeder Fuge irgendwo Technik eingebaut.
Aber das verrasend Interessante ist, liebe Hörerinnen und Hörer,
wir sitzen hier gemeinsam in der Küche und ihr habt es total geschafft,
sozusagen eine wohnliche, wohnliche Umgebung, auch im Garten,
die Verbindung zur Natur zu haben und trotzdem sozusagen im Hintergrund auch die Technik.
Also man fühlt es hier, das hat so eine natürliche Verbindung.
Ich denke, da ist meine Frau auch ein gutes Stück schuld.
Die ist, wie soll ich sagen, was Inneneinrichtungen anlangt und solche Dinge
sehr begabt und macht das auch gern.
Also unsere Weihnachtsdekoration ist in der Tat ein bisschen legendär.
Ja, also da gibt es kaum einen Platz, nicht nur in der Küche,
sondern im ganzen Wohnbereich, wo kein Weihnachtsmann steht oder wo kein Weihnachtsmotiv hängt.
Ich habe dann eben das Sannehauptchen draufgesetzt mit der Außenbeleuchtung,
die mittlerweile halt auch schon ein bisschen Bekanntheit erlangt hat.
Aber es war uns schon beiden wichtig, ich bin eben in einfachen Räumlichkeiten
aufgewachsen, dass wir das erhalten, da gibt es noch die 30 cm dicken Ziegelmauern,
die fühlen sich auch gut an und das, was wir dazu gebaut haben, hat ein anderes Flair.
Und deswegen haben wir eben wie soll ich sagen, beides ein Stück.
Die etwas beengten Räumlichkeiten, wie ja ursprünglich das Häuschen war, sind geblieben.
Wenn man neu gebaut hätte, hätte man wahrscheinlich das nicht so gelassen.
Meine Frau hat immer gesagt, das
halte er außer deine Seele und eigentlich nehmen wir den die Seele weg.
Da haben wir seinen Architekten gesucht. Wir haben gesagt, Lutz, bist du bereit,
für uns das zu zeichnen, was wir wollen und einen Architektur-Ehrgeiz ein bisschen
hinanzustellen, weil wir wohnen jetzt schon eine Zeit lang im Sommer da,
wir wissen ziemlich genau, wie wir es gern hätten.
Und er sagt, ja, mit euch mache ich das.
Und das ist dann wirklich gut gelungen. Also er hat gesagt, da wollen wir einen
Wintergarten und dort wollen wir den Hühnerbereich.
Und was sich damals nicht ausgegangen ist, ist ein Poolbereich.
Das ist erst dann später irgendwie gelungen. Aber in der Tat ist es für uns beide wichtig.
Ein wichtiges Element, das ist gemütlich und nicht technisch.
Also die Technik an sich ist ja eher was Kaltes, deswegen gibt es warmweißes
Licht überall und wenn ich heute ein Bus-Systems-Licht einschalte und es wird
Licht oder wenn ich ausschalte, es geht aus,
das meine ich mit diesem Stück Gemütlichkeit.
Da ist nichts Kaltes, es gibt auch kein kaltweißes Licht und ja,
die Alexa muss man mögen.
Dürfen wir das jetzt hier laut sagen oder reagiert es gleich?
Sie wird gleich fragen, was ich möchte.
Aber für mich ist es eine geniale Sprachsteuerung. Ich steuere halt über das Ding, das Licht.
Der Hörer, der mich auf dich gebracht hat, war ja praktisch ein Jugendfreund deines Sohnes.
Und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie natürlich wie die Jungs begeistert
waren von dir und von den Dingen, die du magst.
Und du hast mir jetzt auch gezeigt, und da war ich auch rasend fasziniert und
begeistert, was du auch für deine Enkel gemacht hast.
Du hast im Garten gezeigt, du hast ein komplettes Holzhaus mit kompletter Einrichtung.
Flying Fox, bitte, das muss ich mir mal wieder vorstellen. Flying Fox,
man stelle sich vor, man hat ein privates Flying Fox Zugbrücke zum Hochziehen
und lauter so Dinge. Ja, also das Holzarbeit hat mir immer schon Spaß gemacht.
Ich habe für meinen Sohn seinerzeit, also vor 30 Jahren auch schon, ein Baumhaus gebaut.
Das heißt, sogar eine Aufzugkarte und oben eine Klapptüre. Natürlich einen elektrischen
Aufzug. Elektrischen Aufzug, ja.
Und wie gesagt, das Holzarbeiten hat mir Spaß gemacht. Und wenn das dann eine
Funktion erfüllt, da haben wir es für meinen Sohn und seine Freunde.
Da war zum Beispiel unten ein Schlüsselschalter. Und dann ist er irgendwann
auf die Idee gekommen, er könnte eigentlich 10 Schilling verlangen,
wenn er rauffahren möchte.
Weil es gab manchmal bei Sanderer gesagt, dürfen wir mal aufs Baumhaus rauffahren.
Sagt er 10 Schilling. Was hat dein Sohn weitergemacht? War er in der Wirtschaft oder so?
Nein, lustigerweise war er in der Gastronomie und jetzt hat er dann irgendwann,
ist er ein bisschen meine Fußstapfen, weil er hat die Handy-Reparatur-Firma weiter.
Aber zurück zum Basteltätigkeit an sich.
Für mich war als, naja, wie soll ich sagen, irgendwann dann Siemens-Manager
immer ganz wichtig, dass ich auch was mit den Händen mache, dass ich mich dreckig mache.
Und ich kann mich noch gut erinnern, ich habe das damals als wirkliches Kompliment
empfunden, Da hat das Kind von einem übernächsten Nachbarn vorbeigekommen,
mich angeschaut und gesagt, Herr Forer, Sie sind doch Bauarbeiter.
Könnten Sie mir von Ihrer Baustelle ein Brett mitbringen und mir eine Schaukel bauen?
Dann sage ich, natürlich mache ich das. Ich habe dem natürlich seine Schaukel
gemacht, weil der hat mich nur erlebt mit dem Baumann und mit der Säge im Garten.
Das heißt, ich habe Thomas das schon recht gern gemacht.
Hatte allerdings eben fast nur im Sommer zwei, drei Wochen im Urlaub Zeit, den Berg zu machen.
Jetzt, nachdem ich nicht mehr berufstätig bin, kann ich ganzjährig diesen Hobbis
frönen und dementsprechend ist es jetzt fast ein bisschen ausgeufert in alle möglichen Richtungen.
Ja, ich durfte ja deine Holzwerkstatt sehen.
Hier, liebe Hörerinnen und Hörer, noch einmal die Info.
Schaut sich unbedingt an hallo-burgrsdorf.blog. Da seht ihr die Fotos,
natürlich auch von der Holzwerkstatt, die ja mittlerweile, kann man sagen,
bestens ausgerüstet ist.
Ja, immer wenn ich ein Projekt mache und es fehlt mir irgendein Werkzeug,
dann kaufe ich mir das Werkzeug.
Und so füllen sich dann schon langsam die Lücken. Und ich bin heute zur Holzbearbeitung
tatsächlich relativ durchgängig bestückt.
Da gibt es eigentlich kaum etwas, was du nicht bauen könntest.
Das stimmt, wobei ich mache ja nur so Kleinmöbel, also wirklich große Projekte mache ich ja nicht.
Aber ob das irgendwelche Fliegengitere, irgendwelche Setzkästen für Weihnachtsmänner,
oder Regal für Kinder oder eben solche Dinge.
Für das funktioniert es wunderbar. Es ist auch nicht groß, deswegen darf ich
jetzt... Ja, beim Holz kommt man ja dann auch schnell darauf,
dass man jetzt das Holz natürlich schön gestalten kann, dass man etwas Haptisches baut.
Aber dann ist es natürlich auch schön, wenn man es verzieren kann.
Und irgendwie, glaube ich, da fällt dann ein Laser.
Ja, das Laser hat mich ja zu Studienzeiten schon ein bisschen begleitet.
Damals war das noch ein Riesenlaboraufbau und gar nicht zu denken,
dass das an meinen Heimbereich einzieht.
Mittlerweile ist es wahrscheinlich schon fünf Jahre her, wo ich meinen ersten
Laser als Bausatz aus Fernost mir bestellt habe.
Und das war alles noch offen, nicht geschirmt und sehr viel noch zu selber kalibrieren.
Aber man konnte letztendlich dann schon irgendein Sperrholz gravieren oder sogar
ein bisschen schneiden.
Möglichkeit, im Heimbereich mit Leser zu arbeiten, hat mich dann tatsächlich
gefesselt und ich habe dann die Entwicklung ein bisschen verfolgt und wenn wieder
neue Möglichkeiten aufgekommen sind, dann muss das wieder ein neuer Leser werden.
Ja, eben, weil du das gerade sagst, dann muss das ein neuer Leser werden.
Ich konnte auch sehen, wir sprechen hier nicht von nur einem Leser oder einem
kleinen Leser, sondern wir sprechen hier von, ja.
Einige Lasern bis wie die großen Lasern. Ja, jeder hat so seine Vorteile.
Und wie gesagt, der letzte, der wahrscheinlich von den Abmessern der größte
ist, ist ein sogenannter Galtgläser, UV-Laser, mit dem man halt auch ein bisschen
größere Objekte drunter legen kann und gravieren oder eben schneiden.
Und der kann ja auch Glas gravieren oder lasern. Das ist das Besondere.
Ich wollte mal einen CO2-Laser kaufen, aber die sind recht groß,
die sind mit Wasserkühlung. und das war der erste Kaltgläser in Tischformat ohne Wasserkühlung.
Und das ist wirklich toll, weil man eben ein Glas beschriften kann ohne Vorbehandlung.
Es schaut wirklich gut aus, das Geschirrspiel fest. Das wollte ich immer können,
weil das ist für mich ein nettes Mitbringsel.
Da hast du ja schon etliche Teile natürlich gemacht.
Aber was ich so gesehen habe, so wirklich angefixt, wenn ich das sagen darf,
hatte der 3D-Druck, oder?
Ja, in der Tat bin ich da ein bisschen reingekippt die letzten Jahre.
Auch da hatte ich schon mehrere einfache Modelle, wo ich das Gehen ein bisschen damit gelernt habe.
In der Zwischenzeit sind die Dinger besser geworden, nicht unbedingt teurer.
Ja, das Thema ist praktisch grenzenlos in jede Richtung.
Es war immer schon ein bisschen der Wunsch, wenn jemand sagt,
er braucht irgendein Bauteil und ich brauche in der Werkstatt einen Adapter
für einen Staubsauger, weil das Gott nicht passt.
Dass ich mir das selber überlege, wie könnte das aussehen, zeichne und dann druck.
Und das hat dabei gedauert, bis ich dort gelandet bin.
Auf dem Weg habe ich gelernt, die ganze Welt ist kreativ und von Japan bis USA
laden so do-it-yourself Menschen ihre geistigen Ergüsse darauf.
Man kann es sich runterladen, einfach nachdrucken oder anpassen und dann drucken.
Und diese Verbindung, das ist so, ich kann mir selbst was machen,
ich kann die geistigen Werke von anderen mir anschauen, mich daran erfreuen,
sie ausdrucken, das hat dann natürlich diese eigene Name gegeben.
Das Interessante ist ja, wenn du das so sagst, das klingt so wie,
naja, ich habe bei mir hinten im Eck einen kleinen Leser stehen oder einen kleinen
3D-Drucker stehen und mache da halt irgendwelche kleinen Teile.
Nein, in deiner Werkstatt stehen ein paar Leser, ein paar 3D-Drucker,
die nicht zu klein und einer von denen arbeitet auch eigentlich immer.
Irgendwie still steht da nie einer, weil ich konnte auch Teile deiner Projekte
sehen und da sind ganz irre Sachen dabei.
Ja, was mich als immer noch Techniker, wenn ich so sagen darf.
Besonders reizt, sind so kleine Projekte, wo man sehr viele Einzelteile druckt
und das dann zusammenbaut und möglicherweise dann irgendwas Elektrisches noch
einbaut, dass sich das Ding dann auch noch bewegt.
Und da gibt es in der Tat immer wieder spannende Ideen von Leuten aus aller
Welt, wo ich sage, das baue ich nach.
Und das ist dann ein bisschen saisonal. Und Weihnachten ist es halt irgendwie
ein Weihnachtsbaum mit Skifahrern und ein Zug, der ins Tunnel fährt.
Du tust hier auch das Lichtsamt und Schärfestehen. Das ist eine komplette Weihnachtslandschaft
mit Bäumen, Häusern, da fährt ein Zug umherz und alles aus diesem 3D-Druck.
Ja, und wie gesagt, was ich toll finde, dass tatsächlich dazu kein großes Wissen
notwendig ist. Es braucht ein bisschen Freude, ein bisschen Geduld.
Manchmal geht halt mal was schief. Man muss natürlich ab und zu auch den Dingen
einmal zerlegen und den Kopf tauschen, wenn irgendwas verschmort oder verschmilzt.
Aber im Wesentlichen, mein älterer Enkel ist acht und wie gesagt,
ist der in der Lage, den zu bedienen.
So einfach sind die Dinge mittlerweile geworden. Du hast natürlich in all deiner
Kreativität und in all deinem Schaffen mittlerweile, würde ich mal sagen,
natürlich auch schon einen gewissen Platzmangel in deiner Werkstatt.
Und du hast mir so gezeigt, du hast jetzt sogar schon Teile auf die Toilette ausgelagert.
Ja, da habe ich letztens ein Regal aufgehängt, nachdem die im Wesentlichen nur ich benutze.
Da freue ich mich sogar, wenn ich das sehe, was ich alles schon gemacht habe.
Aber der Platz ist ein Thema und es gab schon gut gemeinte Empfehlungen, ich soll was verkaufen.
Das mache ich bewusst nicht, weil ich habe die Idee, da wäre ich wieder zurück
in die Schleife, wo die Wirtschaftlichkeit eine rumspielt.
Und für mich ist wirklich schon seit langem klar geworden, das Hobby beginnt
erst dort, wo die Wirtschaftlichkeit aufhört.
Ich werde dann irgendwann einmal auf dem Flohmarkt ein paar Sachen wieder verschenken
oder ein bisschen was nehmen die Enkelkinder eh nach Wien in die Wohnung mit.
Aber es kommt immer wieder was dazu und speziell zum Beispiel die Wände,
wo ich was aufhängen will, wie zum Beispiel Uhren, da habe ich echt keinen Platz mehr.
Das wollte ich sagen, was man natürlich hier bei dir sofort sieht,
das Thema analoge Uhren begleitet dich auf allen Ebenen.
Du hast ja auch sehr viele Uhren schon selbst entworfen. Also einen Schritt zurück.
Meine Frau hat schon schöne Uhrendesigns geliebt. Das heißt,
auf Flohmärkten oder manchmal auch online haben wir uns irgendwelche besonderen
Designs gefallen und haben uns die gekauft und irgendwo hingehängt.
Das heißt, es gab schon vor meiner Hobby-Tätigkeit diesbezüglich einige Uhren im Haus.
Und dann habe ich halt gesehen, okay, das könnte ich jetzt einmal probieren.
Zum Beispiel mit Laser irgendwas, an Sperrholz was ausschneiden.
Und nachdem das gut funktioniert hat, ich könnte auch eine eigene Widmung draufschreiben.
Dann ist es wirklich meine Uhr.
Dann bin ich draufgekommen, naja, mit dem 3D-Druck ist es noch eine Spur bequemer.
Da kann ich sogar vom Ende aus das Ding starten.
Und wie ich dann gesehen habe, dass wirklich täglich neue Designs hochgeladen werden.
Das heißt, ich brauche nur ein bisschen Blättern, was ist in den letzten Wochen
dann alles dazugekommen.
Da ist mit Sicherheit eine Uhr dabei, wo ich sage, die finde ich besonders cool.
Eigentlich sollte ich mir die drucken, dann drucke ich sie.
Uhrwerke habe ich immer zu Hause, das heißt, das druckt dann ein paar Stunden.
Uhrwerke einsetzen, die Zeiger kann man mittlerweile auch selber drucken.
Und schon ist wieder ein neues Subjekt irgendwann an der Wand.
Naja, du hast ja auch viele Uhren, wie gesagt, selbst entworfen.
Ich durfte sie sehen und fotografieren.
Unter anderem recht interessante Uhren, die statt den Ziffern zum Beispiel die
Gebärdensprache haben.
Ja, also es gibt da wirklich so quasi unbegrenzte Möglichkeiten.
Und manchmal ist der Anlass, also wir haben einen Cousin, der spielt gerne Golf.
Und dem wollte ich einmal ein Geschenk mitbringen.
Dann habe ich mir gedacht, machst du eine Golfuhr? Nachdem ich da nichts bei
der Hand hatte, habe ich mir irgendwo ein Bild gesucht, das dann irgendwie halt umgewandelt.
Und die habe ich dann zum Beispiel aus einer Schallplatte gelasert.
Hat wieder ganz einen anderen Charakter.
Und wie gesagt, die müssen auch nicht gefallen. Also mir bereitet das Machen Freude.
Und ich mache nur Designs, die mich selbst ansprechen.
Und mittlerweile zum Beispiel so Fotouhren, wo ich dann eigene Fotokollagen
dahinter lege, Das ist jetzt gerade im Moment mein aktuellstes Thema.
Um die Collage möglichst einfach zu erstellen, ist mir bewusst geworden,
ich muss das irgendwie denen was anbieten.
Und deswegen bin ich gerade dabei, HTML programmieren zu lernen,
damit ich eine kleine App dafür zur Verfügung stelle, wo man dann in eine fertige...
Ein fertiges Passepartout die Bilder
reinzieht und das halt als ein Blatt druckt und hinter die Uhr gibt.
Dann sind die Passepartout-Öffnungen genau an der richtigen Position mit Bildern bestückt.
Und sowas ist so eine Kombination ein bisschen kreativ, ein bisschen was Neues.
Letztendlich ist es dann, das Grundkörper ist 3D gedruckt.
Ja, das verbindet viele meine Interessen. All diese Interessen teilst du natürlich
auch, was ich gesehen habe oder was wir auch besprochen haben,
weltweit mit anderen Erfindern, die sich so einmal im Jahr treffen.
Ja, also wir haben so einen Club der Erfinder des Jahres.
Ich durfte diese Hauszeichen 1998 in Empfang nehmen und seit damals treffen
wir uns einmal im Jahr irgendwo in der Welt zu einem Wochenende gemeinsam.
Und natürlich, solange man berufstätig war,
war der Austausch über einen Job und über die Inhalte geschäftsmöglichkeiten
im vordergrund mittlerweile sind die meisten herren interessanterweise
kein einzige name dabei bei diesen siemens erfinden zumindest mir nicht bekannt
sind ältere herren die halt dann über aktuelle themen wie eben elektroauto oder
fotovoltaik oder oder unter umständen auch 3d druck oder mit dronen ein bisschen
experimentiert dass es gibt auch immer,
Wenn man technisch interessiert, ist neue Themen, wo man sagen,
vor ein paar Jahren haben wir von dem noch keine Ahnung gehabt und jetzt plötzlich
lässt man die Drohne von der Hand wegfliegen.
Neben Holzarbeiten, 3D-Druck, Lesern, Buchschreiben, Community mit den Erfindern,
tust du aber auch noch Schnaps brennen, ne?
Ja, das ist spannende Geschichte, weil wir hatten, wie wir das Grundstück gekauft
haben, sehr viele Obstbäume. Da ist die Idee geboren, man könnte doch eigentlich
Schnaps brennen. Und das war, glaube ich, zu meinem 40.
Geburtstag hat mir meine liebe Gattin damals ein Schnapsbrenn-Seminar in der Steiermark spendiert.
Dann habe ich mich halt ein bisschen schlau gemacht, wie das halt aussieht in
Österreich und habe festgestellt, wenn man auch nur einen einzigen Obstbaum
selber hat, kann man meine Brenn-Lizenz ansuchen und man kriegt eine Lizenz.
Ich habe dann eben, wie wir das Nebengebäude fertiggestellt haben,
Da habe ich gleich einen Raum für Schnapsbrennerei eingeplant und seit damals
betreibe ich dieses Hobby.
Das ist eine Abfindungsbrennerei, das heißt ich muss beim Zoll das anmelden,
wann wie viel ich halt zu brennen habe und brennen kann man eigentlich alles. Früher waren es halt,
eigenes Obst, Zwetschgen, Kräuchal, Birnen, wir haben so einen Ostbirnenbaum,
der liefert bis zu 400 Kilo saure Birnen, die nicht zu messen sind,
aber es gibt Schnaps dafür.
Dann habe ich irgendwann mit Bier weitergemacht und in den letzten Jahren habe
ich mich ein bisschen auf Krabber spezialisiert.
Also ich brenne jetzt fast nur einmal Krabber.
Und zwar aus Muskelspätlese, das ist so etwas, was ich am liebsten mag.
Allerdings ist es aufgrund der Enkelkinder oder vielen anderen Hobbys,
das Es ist jetzt nicht mehr so, dass ich jedes Jahr brenne.
Einen wichtigen Punkt hast du mir noch erzählt, den ich zum Abschluss gerne
noch ansprechen möchte.
Und zwar natürlich ein Mensch wie du hat immer Interessen, immer neue Ideen
und natürlich auch Ziele vor sich.
Du würdest eigentlich gern sowas wie eine Gemeinschaftswerkstatt so in Richtung
Reparaturcafé hier im Pressbaum und Umgebung machen, oder?
Ja, das stimmt. Also die Idee ist jetzt nicht ganz neu. Das geistert schon ein
paar Jahre in meinem Kopf, weil ich mir oft denke, ich habe doch eine Menge
Maschinen, die ich gar nicht ausnutzen kann.
Wenn ich jetzt 3D-Drucke, könnte ich irgendwer anderer lasern oder CNC-Maschinen nutzen.
Zum einen. Zum Zweiten ist der Austausch mit Gleichgesinnten schon wertvoll,
weil man einfach sieht, da geht das ein bisschen anders an, also der hat vielleicht
irgendeine andere Maschine irgendwo entdeckt, die mir entgangen ist.
Das ist das eine. Das Zweite, ja, also reparieren selber durfte ich ja erleben,
weil ich eine Handy-Reparaturfirma gekauft habe und die auch einige Zeit betrieben
habe und habe irgendwie die Branche nicht so toll gefunden,
weil halt jetzt, wie soll ich sagen, reparieren hat man eher mit verärgerten Kunden zu tun, etc.
Aber wenn es in die Richtung geht, dass man eben so jetzt nicht gegen Geld oder
eben für ein Elektrokonzern das Service macht, sondern nur privat.
Und vor allem, wenn es in die Richtung geht, dass jemand sagt,
mir hast du was abgebrochen, du hast vielleicht eine Idee, wenn man das nachmacht.
Das würde mir tatsächlich Spaß machen.
Ich habe auch schon ein paar Kontakte, aber die sind auch noch nicht ganz entschlossen,
weil unsere Idee wäre halt, dass man es schaffen sollte, von der Gemeinde einen
Raum zu kriegen, dass man keine hohen Fixkosten hat.
Wenn man sich irgendwo einmietet, ein bisschen Platz braucht man und man hat
Fixkosten, das ist dann möglicherweise eine Spur zu viel. Also ich stelle gerne
meine Maschinen dorthin.
Nehmen wir ein bisschen Zeit, aber ein Raum von der Gemeinde wäre cool,
also da werde ich jetzt demnächst wieder mal vorstellig werden.
Von der alten Stadtregierung gab es mal offiziell eine Absage auf die Anfrage,
aber vielleicht hat sich das ein bisschen gedreht, man muss einfach schauen,
was die Gemeinde letztendlich für Interessen verfolgt, aber ich denke,
ein gewisser Bedarf sich mit Gleichgesinnten zu treffen, ein Maschinensharing
zu betreiben oder eben unseren Mitmenschen zu ermöglichen,
was ich momentan halt für die Nachbarn und und Freunde macht,
sagt, mir hast du was gebrochen, kannst du das vielleicht machen.
Mit Vergnügen zeichne ich das nach und drücke es und in ein paar Stunden ist das fertig.
Vielleicht hört uns jetzt jemand zu von der Gemeinde Pressbaum und fasst sich
ein Herz und sagt, das wäre eigentlich ein cooles Projekt, schauen wir, dass wir das machen.
Von den Hörerinnen und Hörern, vielleicht will wir auch mitmachen,
schreibt an feedback.hallo-Purkersdorf.blog Ich leite das dann gerne weiter,
wenn es hier Anfragen gibt. Ich nehme an, du magst es gern.
Lieber Josef, ich sage dir ganz herzlichen Dank für das Interview. Sehr gerne.
Es ist wahnsinnig spannend, so einen kreativen und vielfältigen Menschen wie
dich kennenzulernen und zu sehen, was du alles magst.
Ich wünsche dir natürlich und uns allen, dass dieses Projekt mit Reparaturcafé
oder wie es auch immer heißen mag, wirklich umgesetzt wird, weil ich finde das eine tolle Idee.
Alles Gute, Gesundheit auch weiterhin und euch, liebe Hörerinnen und Hörer,
kann ich nur sagen, schaut auf hallo-Purkersdorf.blog, auf die Blogseite mit
den ganzen Fotos und Filmen dort.
Es ist wirklich faszinierend und zum Abschluss kann ich nur sagen,
wie immer, danke fürs Zuhören und ciao, bis zur nächsten Episode.
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